Zufall oder Können? Pokersiege und Trading

Das Kalkulieren von Risiken

All in - Unterschiede zwischen Trading und Poker
All in - Trading und Poker
 

Das Trading ist keine „sichere Nummer“, denn oft gehen ausgeklügelte Strategien am Ende nicht auf, während andere Erfolge völlig überraschend kommen. Erst durch einen langen Erfahrungsschatz lassen sich gewisse Tendenzen feststellen und die richtigen Züge wählen. An dieser Stelle möchten wir neben dem Trading auch das Pokerspiel einmal näher vorstellen und hierbei einige unglaubliche Akteure.

 

Worauf kommt es bei Poker und Trading an?

 

Obwohl im Bereich von Trading jede Menge Können gefragt ist, entscheidet oft auch der Zufall über wichtige Aspekte der Arbeit. Damit scheint dieser Wirtschaftssektor einige Gemeinsamkeiten mit dem beliebten Kartenspiel Poker zu haben und selbst einige Begriffe werden in beiden Bereichen gleichermaßen genutzt. Anders als bei reinen Glücksspielen wie Roulette sind die eigenen Fähigkeiten im Poker oder Trading unerlässlich. Trotzdem kann die Zufallskomponente einen noch so guten Spieler zum Verlierer und einen Neuling der Szene zum Sieger machen. Aus diesem Grund widmen wir uns heute einer Hommage an die überraschendsten Pokersiege der Geschichte.

 

Was bedeutet „All in“ im Trading?

 

Kennen Sie Chris Moneymaker?

 

Die Geschichte von Chris Moneymaker ist nicht nur überraschend, sondern auch absolut verblüffend. Der Amerikaner arbeitete Anfang der 2000er Jahre als Buchhalter in Tennessee und ging in seiner Freizeit seiner Leidenschaft, dem Pokerspielen, nach. Er wollte unbedingt an einem der großen Turniere teilnehmen und schaffte es 2003 einen Platz im Hauptturnier der WSOP zu gewinnen. Für das Aufstiegsturnier, das ihm diesen Platz garantierte, investierte der Buchhalter nur 39 US-Dollar. Das Turnier in Las Vegas war sein erstes Live-Turnier, doch er konnte dem Druck perfekt standhalten und schaffte das Unmögliche. Als absoluter Neuling der professionellen Pokerszene gewann er das Main-Event und durfte mit 2,5 Millionen US-Dollar nach Hause gehen. Das Leben des Pokergenies änderte sich schlagartig. Er kündigte seinen Job als Buchhalter und ist seither als Profi-Spieler bei der WSOP und anderen Turniere tätig. 2005 veröffentlichte er außerdem seine Biografie, in der er seinen Weg zum größten Pokerspiel seines Lebens beschreibt.

 

Roman Colillas als Poker-Genie

 

Der Spanier Ramón Colillas machte erst vor wenigen Monaten Schlagzeilen in der Pokerwelt. Eigentlich strebte Colillas eine Karriere als Fußballspieler an, eine Knieverletzung machte ihm jedoch das Leben schwer. Nach einer langen Reha ging Colillas erneut auf das Spielfeld und versuchte sich im Wettkampf, doch sein Knie gab ein zweites Mal nach. Es war der Zeitpunkt gekommen, um sich von seiner Traumkarriere als Fußballer zu verabschieden.

Stattdessen versuchte sich der Spanier an einer Karriere als Fitnesstrainer und eröffnete sogar ein Fitnessstudio in seinem kleinen Heimatort. Obwohl er damit sehr erfolgreich war, befriedigte ihn der Beruf nicht wirklich. Immer wieder liebäugelte er mit Poker, wagte jedoch nicht den Schritt in ein echtes Turnier – noch nicht. Er nutzte jedoch jede freie Minute, um sich mit der Thematik auseinanderzusetzen und zu lernen. Er begann an Online-Spielen teilzunehmen und wurde immer erfolgreicher. Dann jedoch kam der Rückschlag, sein Erfolg stagnierte. Colillas blieb verbissen dabei und konnte schlussendlich das Steuer wieder herumreißen. Er gewann sein erstes großes Spiel bei der CEP (Championship of Spain) und gewann dabei auch einen Platinum Pass. Im Januar 2019 fand sich Colillas in den Bahamas wieder, wo er an einem der größten Pokerturniere der PSPC teilnahm. Er spielte souverän und schaffte es bis zum ersten Platz. In Jubelstürmen nahm er seine Trophäe und ein Preisgeld von 5,1 Millionen US-Dollar entgegen.

 

Daniel Cates gewann 1,5 Millionen

 

Der amerikanische Pokerspieler Daniel Cates war lange Zeit nur unter dem Nicknamen Jungleman12 bekannt, da er früher vorwiegend in Online-Räumen spielte. Wer Daniel Cates vor seiner Zeit als Pokerprofi kennengelernt hat, würde ihn wahrscheinlich nicht als den klassischen Siegertyp beschreiben. Cates arbeitete bei McDonalds, um sich über Wasser zu halten und liebte es in seiner Freizeit zu spielen. Er verbrachte unzählige Stunden damit Command and Conquer zu spielen, liebte es aber auch, seine Fähigkeiten und Strategien im Poker zu verbessern.

Obwohl er klein anfing, stiegen seine Einsätze immer weiter an und sein Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Im August 2010 nahm er an der Durrrr’s Million Dollar Challenge teil und trat gegen den Spieler Tom „durrrr“ Dwan an. Dabei konnte er eine Summe von 1,5 Millionen US-Dollar einsammeln. Mit diesem großen Gewinn schrieb er Pokergeschichte. Nach dem Erlebnis begann Cates auch an Live-Events teilzunehmen, in denen er immer wieder große Gewinne einspielen konnte. Sein Preisgeld insgesamt beträgt mittlerweile bereits über 6 Millionen US-Dollar.

 

Ein Fazit zu Poker und Trading

 

Auch wenn beide Themen auf den ersten Blick weit voneinander entfernt scheinen, so haben Sie doch Gemeinsamkeiten. Vor allem beim Risikomanagement sind viele Parallelen zu nennen. Vielleicht haben Sie ähnliche Erfahrungen? Kommentieren Sie es gerne unter diesem Artikel.

 

Der maximale Drawdown: Über die Nachwehen großer Verluste

Gastkommentar
Über Gastkommentar 27 Artikel
Mit einem Gastkommentar können andere Blogger oder Finanzinteressierte Informationen, die auch werblich sein können und auf ein Angebot hinweisen, veröffentlichen.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


Ich stimme zu.