Trading-Setup Turn of the Month – Die letzten 5 Jahre im DAX

 

Genau 5 Jahren nach meinem Beitrag zum Trading-Setup Turn of the Month  bringe ich Ihnen nun ein Update. Der seit Langem bekannte „Turn of the Month“-Effekt hat sich in den letzten 5 Jahren abgeschwächt. Die starken Ergebnisse der Vorjahre konnten im DAX nicht gehalten werden. Doch das Trading-Setup Turn of the Month schafft es weiterhin überdurchschnittliche Gewinne zu generieren. Wie hoch diese genau sind, habe ich für Sie statistisch ausgewertet. Außerdem erfahren Sie in dem Text, wie sich der Turn of the Month-Effekt nutzen lässt.

 

Statistik für das Trading-Setup Turn of the Month im DAX

In den letzten 5 Jahren konnte man 60 Mal Monatswechsel traden. Dabei geht der Trader so vor: Kaufen zum Schlusskurs des Letzten Handelstages im alten Monat und Verkaufen zum Schlusskurs des ersten Handelstages im neuen Monat. Die Statistik für dieses Trading-Setup wird in der folgende Tabelle zusammengefasst und in den Grafiken dargestellt.

Trading-Setup Turn of the Month
Entwicklung des DAX zum Monatswechsel

 

Trading-Setup Turn of the Month - grafische Darstellung
DAX-Grafik zum 1. Handelstag und dem Durchschnittsverlauf

Die Trades nach dem Setup brachten im DAX immer noch überdurchschnittliche Gewinne.

In dem Zeitraum 2013-2017 ist der DAX von 7.612,39 (am 28.12.2012) auf 13.103,56 (am 15.12.2017) geklettert. Das entspricht einem Gewinn von ca. 5.500 Punkte in 1257 Handelstagen für „Buy und Hold“-Investoren. Der Trader der „Turn of the Month“-Strategie hat dagegen in 60 Handelstagen ca. 593 DAX-Punkte Gewinn erzielt.

Das bedeutet im Vergleich zu „Buy und Hold“: Der „Turn of the Month“-Trader hat in 4,77% der Zeit 10,78% der Gewinne der „Buy und Hold“-Investoren erzielt. Dabei werden die Transaktionskosten nicht berücksichtigt.

Dabei ist festzustellen, dass mehrere großen Verluste wie –3,44 % am 03.03.2014 und –4,28 % am 04.01.2016 die Statistik erheblich belastet haben.

Weitere interessante Beobachtungen aus der Statistik

  • Der Letzter Handelstag im Monat und der zweite Handelstag im Monat sind eher negativ bzw. Verlusttage!
  • Die 5. Handelstage im Monat sehr viel positiver als die 1. Handelstage im Monat.

 

Historische Entwicklung des Trading-Setup Turn of the Month

Im Vergleich zu früheren Zeiten hat sich die Performance der „Turn of the Month“-Strategie in den letzten 5 Jahren deutlich verschlechtert. Beachten Sie dazu bitte die Auswertung zum Turn of the Month-Effekt:

Trading-Setup Turn of the Month - Auswertung zum DAX
DAX Statistik für verschiedene Zeiträume

 

Folgende Diagramme zeigen die historische Entwicklungen der Trefferquoten und die Durchschnittsperformance der „Turn of the Month“-Strategie.

 

Trading-Setup Turn of the Month - grafische Darstellung der Plustage im DAX
Prozentuale Auswertung der Plustage im DAX
Trading-Setup Turn of the Month mit SMA 12
Gleitender Durchschnitt auf die Tagesgewinne

 

Durchschnittlicher Tagesgewinn am 1. Tag
1. Handelstag im Monat

Fazit zum Turn of the Month im DAX

Ob die kurzfristigen negativen Entwicklungen sich als einen Trend entpuppt, oder nur ein Ausreißer war, wird erst in den nächsten Jahren sichtbar werden. Mit einem guten Risikomanagement können sich die„Turn of the Month“-Trades weiterhin lohnen. Wie die Grafik für die Gesamthistorie(1959-2017) vom DAX zeigt, ist der erste Handelstag im Monat immer noch der positivste Tag im Monat. Diesen Umstand können Trader weiterhin nutzen.

Für die Entscheidung wann man Aktien kaufen oder verkaufen sollte, kann der Turn of the Month Effekt ebenfalls ein Kriterium sein. So stellte Klaus Röder schon vor Jahren im Fazit zu seiner wissenschaftlichen Auswertung fest, dass für Praktiker der Aktienkauf eher vor dem Monatswechsel erfolgen könne. Aktienverkäufe wären bestenfalls nach dem Monatswechsel zu terminieren.

Eventuell ist diese Information auch für Sie ein Beitrag, um Ihr Ergebnis aus dem Aktienhandel in den nächsten Jahren zu verbessern.

 

Bis zum nächsten Mal sagt YD

YD
Über YD 6 Artikel
YellowDragon beschäftigt sich als nebenberuflicher Trader mit der Börse seit ca. 14 Jahren und handelt seit 2002 intensiv Hebelprodukte (KO's und CFD's), Dabei baut er auf mentale Kompetenz, korrektes Risk- und Moneymanagement und Trading-Setups bzw. Systeme mit statistischem Vorteil (Edge).

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