Wozu CFD-Beispieltrades notwendig sind

 

CFD-Kontrakte erweitern die Handelsmöglichkeiten an den internationalen Märkten deutlich. CFDs bieten sich als Handelsinstrument an, um auch an Märkten, die privaten Anlegern und Investoren diese Möglichkeit normalerweise nicht bieten, Shortpositionen auf erheblich direkterem Weg einzugehen, als dies mit Optionsscheinen der Fall ist (dazu ist der Artikel CFD-Trading Beispiel zu empfehlen). Außerdem hat der Anleger Dank der Hebelwirkung und Flexibilität von CFD-Kontrakten die Möglichkeit, eine anspruchsvolle und kostengünstige Depotabsicherung zu tätigen.

Das Handeln von CFDs ist sehr einfach und unterscheidet sich nicht wesentlich vom Aktienhandel. Allerdings dürfen dabei niemals die laufenden Kosten, d.h. die anfallenden Zinsen außer Acht gelassen werden. Dies trifft natürlich nicht nur auf CFDs zu, sondern auch auf alle anderen Formen des Wertpapierhandels. Sehen wir uns gemeinsam einige Beispiele an:

 

CFD-Beispieltrades unter der Lupe

 

Wir beginnen mit den Index CFD-Beispieltrades. Ein Index-CFD erlaubt es einem Händler über die Bewegungen eines Index zu spekulieren und entweder eine Position Long oder Short zu beziehen. Wenn Sie also der Ansicht sind, dass der deutsche Aktienmarkt (DAX) zulegt, können Sie den German30 CFD kaufen:

  • Sie kaufen 5 CFD-Kontrakte zu 4.200 Punkten. Jeder CFD-Kontrakt hat einen Wert von 4.200 Euro und verlangt einen Minimum-Margin von 1%, also 42 Euro. Bei jeder Bewegung des Index um einen Indexpunkt macht der CFD-Kontrakt einen Gewinn oder Verlust von 1 Euro.
  • Der DAX steigt um 50 Punkte. Sie verkaufen Ihre Long Position bei 4.250 Punkten. Eine Bewegung von 50 Punkten für Sie, multipliziert mit 5 CFD-Kontrakten entspricht einem Gewinn von 250 Euro (5 x 1 Euro x 50).
  • Fällt der DAX hingegen um 50 Punkte und Sie verkaufen Ihre Long Position bei 4.150 Punkten, bedeutet dies einen Verlust von 250 Euro

Ähnlich sieht dies aus bei folgenden Rohstoff CFD-Beispieltrades aus. Rohstoff-CFD’s erstrecken sich von Energie-Futures über Edelmetalle bis hin zu so genannten Soft Commodities wie Schweinefleisch, Orangensaft, Raps oder Öl. Im Gegensatz zu Futures erlaubt hier das CFD-Trading den Zugang zum Rohstoffmarkt mit kleinen Kontraktvolumina, wobei jedoch auf die Größe der Spreads geachtet werden sollte. Der Gewinn oder Verlust eines Kunden kann mit Hilfe des „Tick-Werts“ eines Rohstoffes ermittelt werden.

  • Sie kaufen 50 US Crude Dez CFDs zu 50,00 mit Blick auf einen steigenden Kurs.
  • Sie verkaufen 50 US Crude Dez CFDs zu 51,90.

Die Tick-Bewegung für diesen Vertrag beträgt 0,01.

Sie erzielten also 190 Ticks:

51,90 -50,00 / 0,01 x 50 CFDs = 9.500 Dollar Gewinn

Zuletzt gibt es noch die Zins CFD-Beispieltrades, mit denen sich die großen Zins-Futures wie beispielweise der BUND Future, T-Bond Future, T-Note Future handeln. Alle diese Produkte haben einen „Tick-Wert“ von 0,01. Der Gewinn oder Verlust kann mit Hilfe dieses „Tick-Werts“ ermittelt werden.

  • Sie kaufen 10 T NOTE 10yr Dez CFDs zu 112,50 mit Erwartung auf steigende Kursnotierungen.
  • Skizzieren wir in diesem Beispiel einen negativen Verlauf eines Trades. Sie verkaufen anschließend 10 T NOTE 10yr Dez CFDs zu 112,00.

Die Tick-Bewegung für diesen Vertrag beträgt 0,01, d.h. 50 Ticks:

112,00 – 112,50 / 0,01 X 10 CFDs = 500 Dollar Verlust