Sparkassen Bezahl-App – Mobiles Bezahlen per Smartphone

Mobile-Payment nun auch für Sparkassenkunden

Sparkassen starten eigene Bezahl-App
Sparkassen starten eigene Bezahl-App
 

Es ist soweit. Die Sparkassen starten ihre eigene Bezahl-App und ermöglichen so einer Kundengruppe von mehreren Millionen Kontoinhabern eine neue bargeldlose Zahlungsvariante. Wird Bezahlen in Deutschland nun deutlich mobiler?

 

Die Sparkassen-App zum mobilen Bezahlen ist da. Grund genug hinter die neue Entwicklung der Sparkassenfinanzgruppe zu schauen und die Möglichkeiten dieser Technik auszuloten.

 

In diesem Text finden Sie Antworten auf folgende Fragen:

  • Welche Vorteile hat die neue Sparkassen-App?
  • Führen alle Sparkassen die Bezahl-App ein?
  • Was steckt hinter dieser App?
  • Wird sich nun mobiles Bezahlen durchsetzen?

 

Mobiles Bezahlen als Sparkassenkunde

Als die Bezahl-App „Google Pay“ vor wenigen Wochen an den Start ging und massiv beworben wurde, hatten einige Nutzer ein ungutes Gefühl. Ein Internetgigant aus Übersee sollte also Zugriff auf Kontodaten erhalten. Für uns kritische (oder härter formuliert: ängstliche) Deutschen ein erstes Manko, sich nicht darauf einzulassen. Umgehend versprach die Sparkasse ein eigenes System „made in Germany“, um das Bezahlen ohne Bargeld noch einfacher zu gestalten. Es wird also nicht für einen Modetrend gehalten, sondern für einen wichtigen Baustein der Sparkassen-Finanzgruppe. Gerade im selbst ernannten „Digitaljahr 2018“ darf dies nicht fehlen. Und aus Kundensicht bleiben die Daten komplett bei der Sparkasse und werden auch nicht an Drittanbieter verkauft.

 

Vorteile der Sparkassen Bezahl-App auf einen Blick

  • Ohne Bargeld bezahlen per Smartphone
  • Sehr schneller Bezahlvorgang
  • In der Regel erst ab 25 Euro PIN erforderlich
  • Abbuchungen auf Konto ersichtlich

 

Das mobile Bezahlen könnte somit für rund 40 Millionen Nutzer zum Alltag gehören. Dazu muss eine Kredit- oder Girokarte in der App hinterlegt werden und bestätigt werden. Von 385 deutschen Sparkassen wird dies zumindest seit heute bei 306 so angeboten. Zum Start berichtete das Handelsblatt allerdings auch über einige Anlaufschwierigkeiten.

Immerhin heißt die neue Sparkassen-App auch genau so, wie ihre Funktion es vermuten lässt: Mobiles Bezahlen.

 

Technisches Highlight: Bezahl-App der Sparkassen

Beim Einkauf selbst genügt zukünftig das Smartphone. Ist die eigene Kredit- oder Girokarte einmal in der Bezahl-App legitimiert, wird das Smartphone in etwa vier Zentimeter Abstand an das Kassenterminal gehalten. Davon gibt es in ganz Deutschland fast eine halbe Million oder 60 Prozent aller Kassensysteme. Achten Sie als Kunde auf das Zeichen NFC, welches für „Near Field Communication“ steht – nicht nur in Deutschland!

Auf ähnliche Systeme und vor allem Bezahl-Apps anderer Banken wurde in diesem Artikel bereits eingegangen:

Transaktionen mit dem Smartphone: Mobiles Bezahlen ohne Bargeld

 

Hierbei ist jedoch ein Manko gleich erkennbar: Die Bezahl-App funktioniert nur mit Android-Smartphones. Nutzer von iPhones oder dem Windows-Phone sind außen vor. Ob und wann hier Abhilfe kommt, ist uns nicht bekannt. Es stellt sich bei diesem „Systembruch“ die Frage, ob sich das Ganze auch durchsetzen wird und ob die Sparkasse hier vorne dabei sein muss, um sich Wettbewerbsanteile frühzeitig zu sichern. Darüber spekulierte das tn3-Magazin jüngst.

 

Setzt sich mobiles Bezahlen durch?

Die Entwicklung ist natürlich rasant und spannend, nicht nur in Sparkassen. Zunehmend werden die Bezahlvorgänge auch nahezu 100% sicher, sodass hier die Ängste der konservativen Mitmenschen durchaus schwinden können. Doch noch immer werden rund 60 Prozent aller Einkäufe mit Bargeld beglichen. Es schwindet allerdings.

Antreiber der mobilen Bezahl-Lösungen könnten womöglich die kleineren Serviceanbieter sein. Hierbei denke ich an Imbisse oder Cafés. In Hamburg kann man dies schon beobachten, wie die faz in diesem Artikel berichtete. Der Betreiber argumentiert:

Wir wollen die Gesellschaft nicht belehren oder Deutschland erklären, dass Bargeld keinen Sinn macht. Für uns ist das einfach sehr vorteilhaft.

 

Kein Wechselgeld, keine Rechnerei und auch kein Kassenbuch – so schön kann die bargeldlose Zukunft aussehen. Käme die neue Sparkassen-App auch für Sie in Frage? Oder bleiben Sie der klassischen Form des Geldes treu? Kommentieren Sie dies gerne.

 

Ihr Martin Kronberg

Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe – Wie sicher ist das Geld?

Martin Kronberg
Über Martin Kronberg 75 Artikel
Martin Kronberg recherchiert kritisch an der Basis der Finanzmärkte. Dabei werden nicht nur Themen aus dem Bereich Trading, sondern auch andere wirtschaftliche Zusammenhänge erörtert. Auf anderen Portalen tritt Martin Kronberg stellvertretend für die Autoren des Trading-Treff auf.

1 Kommentar

  1. Was ist das für ein Vorteil? Über 25€ mit PIN, sowas von veraltet und teilweise auch unsicherer! Mir kann einer über die Schultern schauen, die POS kann manipuliert sein, Trojaner auf dem Handy!? Apple und Google erstellen Token, die sind nur einmal gültig! Ein Spion kann damit nichts anfangen! Die PIN ist dauerhaft gültig. Bei Apple und Google gibt es weltweit kein Betrugsfall. Bei der Sparkassen App wird mir bei einem Betrugsfall unterstellt werden, dass ich die PIN nicht sorgfältig geschützt hatte.

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