Goldnachfrage auf niedrigem Niveau – Zentralbanken auf Käuferseite

Nachfrage nach Gold auf Mehrjahrestief

 

Seit längerem schwächelt der Goldpreis nun schon. Die Gold-Bullen fragen sich zurecht, wann der Ausbruch auf der Oberseite gelingen könnte. Allerdings spricht die Goldnachfrage zuletzt eine andere Sprache. Denn diese befindet sich auf einem sehr niedrigen Niveau, trotz der Zentralbankkäufe.

 

Im ersten Quartal 2018 wurden 973,5 Tonnen Gold nachgefragt. 7% weniger als im Vergleichsquartal des letzten Jahres. Damit ist es das schlechteste Quartal seit 2008. Der größte Einbruch bei der Goldnachfrage war im Investitions-Segment zu beobachten. Der weltweite Konsum von Goldbarren und Münzen fiel um 15% und die Nachfrage nach durch Gold gedeckte Investmentfonds sank im ersten Quartal 2018 um Zweidrittel im Vergleich zum Vorjahresquartal.

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Nachfrage nach Gold in Indien gering

Auch die Schmucknachfrage war im ersten Quartal 2018 mit einem Minus von 1% zum Vorjahr gering. Die Nachfrage in Indien, der nach China zweigrößte Juwelen-Konsument, belief sich auf nur 88 Tonnen. Dies ist im Vergleich zum Vorjahr 12% niedriger. Vor zehn Jahren war der Schmuckkonsum in Indien zuletzt auf so tiefem Level.

Hauptverantwortlich dafür war laut Experten ein sich abschwächender indischer Rupie, der den lokalen Goldpreis nach oben trieb.
Außerdem verzeichnete Indien im ersten Quartal 2018 weit weniger sogenannte Glückstage als zuvor. In Q1 2018 gab es nur sieben davon. Im Vorjahres Quartal waren es noch 22. Glückstage sind in Indien sehr wichtig. An diesen Tagen wird vermehrt geheiratet. Dies kurbelt generell die Nachfrage nach Schmuck an.

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Im Gegensatz zu Indien wuchs die Schmucknachfrage in China um 7% auf 188 Tonnen. Analysten glauben, dass eine verbessertes Schmuckdesign eher den Geschmack der jungen Generation trifft. Heute gibt es vermehrt 18 Karat und 22 Karat Schmuck, ein ansprechenderes Design und bessere Produkte.

Die chinesische Nachfrage nach Goldbarren und Goldmünzen auf der anderen Seite fiel im letzten Quartal um 26%; eine enttäuschende Zahl.

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Goldnachfrage von Zentralbanken gestiegen

Die Goldnachfrage der Zentralbanken war im ersten Quartal 2018 um 42% höher und lag damit im sieben Jahresdurchschnitt. Russland war der aktivste offizielle Käufer und war verantwortlich für mehr als ein Drittel der weltweiten Nachfrage von Zentralbanken. Aber auch die Türkei und Kasachstan haben ihre Goldreserven erhöht.

Das Goldangebot von Minenunternehmen wuchs im letzten Quartal um 1% auf 770 Tonnen.

 

Goldpreis bewegt sich kaum

Der Goldpreis bewegte sich in den letzten drei Monaten in sehr engem Rahmen. Aktuell befindet er sich auf einem Niveau von 1309 USD pro Unze; 2% tiefer als noch Anfang des Jahres.

 

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Seit den letzten zehn Jahren war der Goldpreis nicht mehr so wenig volatil.

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Dieser Beitrag erschien zuerst auf Miningscout.de

Nils Glasmacher
Über Nils Glasmacher 46 Artikel
Nils Glasmacher ist Betreiber des Rohstoffportals und Börseninformationsdienstes Miningscout.de. Die Plattform hat sich seit 2011 auf den Rohstoffsektor spezialisiert und stellt fundierte Informationen zu Rohstoffen, Minenunternehmen und Branchentrends bereit.

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