Mühsames neues Jahreshoch: DAX am Gipfel?

Chartanalyse des Deutschen Aktienindex

 

Weitere 40 Punkte konnte der DAX zulegen und damit die Rallye nähren. Dabei gab es ein neues Jahreshoch, was jedoch weniger dynamisch als noch am Dienstag eingestellt wurde. Wird der Index nun müde oder wie kann man dies interpretieren?


Trading am Jahreshoch


Auf eine größere Konsolidierung warten die Marktteilnehmer aktuell vergebens. Zu stark ist der Kaufdruck am Aktienmarkt, als dass hier starke Bewegungen auf der Unterseite zu sehen sind. So legte der DAX auch zur Wochenmitte weiter zu und markierte mit 12.698 Punkten am Nachmittag ein neues Jahreshoch.

Dies war nicht einfach zu erreichen, da der Index lange Zeit des Tages auf der Schwelle zu einer ausgedehnteren Korrektur stand. Zwischen 12.620 und 12.640 kam es immer wieder zum Schlagabtausch zwischen Bullen und Bären. Letztlich wurde ein kurzer Versuch um 11 Uhr auf der Unterseite dann als kleine Bärenfalle enttarnt und erneut das Tageshoch anvisiert.

Somit kann der Trend des Vortages fortgesetzt und mit Blick auf den Mittwoch die Aufwärtstendenz bestätigt werden:


DAX Vortag weiter mit Aufwärtstrend
DAX Vortag weiter mit Aufwärtstrend


Die Daten des Handelstages sehen Sie hier noch einmal im Detail:

Eröffnung12.644,18PKT
Tageshoch12.698,37PKT
Tagestief12.603,83PKT
Vortageskurs12.629,79PKT


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Von den Septemberhochs und damit vom Ausbruch auf der großen Zeitebene haben wir uns somit genau 200 Punkte entfernt. Dabei ist nun im großen Chartbild auch das Jahreshoch sehr gut sichtbar, was sich bereits am zweiten Tag in Folge nun zeigte:


Jahreshoch im Tageschart DAX deutlich zu sehen
Jahreshoch im Tageschart DAX deutlich zu sehen


Für das Trading an diesem Bereich sollte immer wieder auf enge Stopps geachtet werden. Denn hier kann es jederzeit zu einem weiteren Squeeze und damit einer schnellen Bewegung auf der Oberseite kommen. Klassisch betrachtet gibt es oberhalb eines Jahreshochs keinen weiteren Widerstand.

Dafür kann man an der Unterseite entsprechende Ziele für eine Korrektur definieren. Diese liegen in Anlehnung an die im Text skizzierte Range des Vortages um 12.630 Punkte und sind im Chartbild 1 noch einmal dargestellt:


Anvisierte Minimalkorrektur im DAX
Anvisierte Minimalkorrektur im DAX


Wir bezeichnen diesen Bereich als „Minimalkorrektur“ um anzudeuten, dass dort zwar die Trendlinie aus Chartbild 1 verletzt ist, doch der übergeordnete Trend lange nicht in Gefahr.

Unter 12.620 ist eine Spekulation auf die gestrigen Tiefs und das zweite Ausbruchslevel vom Dienstag bei 12.592 Punkten das nächste charttechnische Ziel. Erst darunter dürfte sich dann die Anziehungskraft des Septemberhochs bemerkbar machen – doch so weit sind wir nach aktueller Indikation der Vorbörse nicht.


Blick auf Termine und Vorbörse am 17.10.2019


Erste Impulse könnten hier die Quartalszahlen von der Wall Street geben. Bereits gestern Abend konnte Netflix hier mit einem nachbörslichen Kurssprung von 10 Prozent die Anleger begeistern. Dies ist gut für Technologie-Aktien.

Der Dow Jones Future fiel indessen wieder unter 27.000 Punkte zurück. Ein fast schon tägliches Ritual am Aktienmarkt. Davon hat sich unser DAX vorbörslich auch etwas einschüchtern lassen und notiert in der Rage des Mittwochnachmittag:


DAX vorbörslich in Range vom Mittwoch
DAX vorbörslich in Range vom Mittwoch


Neue Jahreshochs sind hierbei jedoch nicht ausgeschlossen. Ein Trigger für einen Trade in dessen Richtung wäre bei 12.680 Punkten sinnvoll, denn dann könnte ähnlich wie im Chartbild gestern eingekreist, ein weiterer Squeeze anstehen:


Szenario für neues Jahreshoch
Szenario für neues Jahreshoch


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15.15 Uhr geht es gleich weiter mit der Industrieproduktion und am Abend sprechen noch zwei hochrangige FED-Mitglieder.

Für Abwechslung ist auf jeden Fall gesorgt, bleiben Sie vorsichtig und nutzen Sie auch kleine Kursschwankungen für Ihr Trading aus.

Viel Erfolg wünscht Ihnen dabei Christian Schürholz von Daytrading-Live.de

Christian Schürholz
Über Christian Schürholz 44 Artikel
Seit 20 Jahren ist Christian Schürholz aktiv an der Börse. Von Aktien, über Zertifikaten zu CFDs und Forex hat er schon (fast) alles gehandelt, sowohl auf Basis fundamentaler und technischer Analyse. Durch seine langjährige Erfahrungen im Brokeragegeschäft ist ihm auch die institutionelle Seite bestens bekannt.

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