Edelmetall Gold im Chartbild | Dow Theorie zeigt Trading-Möglichkeit an

Edelmetall Gold im Chartbild | Dow Theorie zeigt Trading-Möglichkeit an
Edelmetall Gold im Chartbild | Dow Theorie zeigt Trading-Möglichkeit an
 

Das Edelmetall Gold kam jüngst unter Druck. Als klassisches Analyse-Verfahren hat sich die Dow Theorie seit Jahrzehnten etabliert. Hieraus leite ich nachfolgend eine Trading-Möglichkeit für Gold-Händler ab.

 

Fokussierung auf den Goldpreis

Nachdem ich Gold im letzten NFP-Webinar für Long klassisch nach CRV thematisiert habe, habe ich mir das Edelmetall einmal genauer im Hinblick auf einen möglichen Long-Swing-Trade angeschaut.

Für mich stellt sich das wie gezeigt dar. Wir sind nach Dow-Theorie in einem noch intakten Aufwärtstrend, steigende Lows, steigendende Highs, nur das letzte High wurde nicht mehr überboten. Bei 1236 ergibt sich entsprechen ein Key-Support, denn dort befindet sich auch das letzte Low aus November 2017. Dieses, als auch das nächste bei 1204 müsste gebrochen werden, um von einem aufkommenden Short-Trend zu sprechen, und dass Gold selbst dann geradeaus in die Tiefe rauscht, wage ich zu bezweifeln.

Vielmehr treffen an den gezeigten Levels Interessen aufeinander, nämlich auf der einen Seite diejenigen, welche schon vor knapp einem Jahr das Niveau für einen günstigen Einstieg genutzt haben und das womöglich als Gelegenheit wahrnehmen, solche die auf den selben Zug aufspringen wollen und wiederum die anderen, die befürchten dass die Gewinne gefährdet sind und aus Sorge verkaufen. All das wird Bewegung und Reaktionen hervorrufen. Und genau dieser Umstand spricht m. E. dafür, dass eine Long-Positionierung wesentlich risikoärmer macht als etwa Short.

 

Trading-Möglichkeiten im Gold

Folgende Beispiele sollen dies verdeutlichen:

 

Beispiel für einen klassischen Long-Trade

  1. Long bei 1240, SL bei 1203, Target #1 1301 = CRV 37:61 bzw. 1,65.
  2. Long bei 1240, SL bei 1200, Target 1400 = CRV 160:40 bzw. 4

Begrenzt man es noch enger, und das ist hier möglich, ergeben sich noch deutlich höhere Werte, muss aber bedenken, dass die mathematische Wahrscheinlichkeit für ein Gelingen abnimmt.

Beispiel für einen aggressiven Long-Trade

Long bei 1240, SL bei 1230, Target #1 1301 = CRV 61:10 = 6

 

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Beste Chancen durch Skalierung

Durch den zweiten Support bei 1215 ergibt sich eine weitere Möglichkeit, die auch mathematisch die höchsten Chancen hat, nämlich durch Skalierung. Das bedeutet, man eröffnet eine Long-Position bei 1240 in der klassischen Variante. Eine weitere Limit-Order liegt bei 1215. Steigt Gold ab 1240 sofort weiter, könnte man bei 1301 z. B. 1/2 oder 1/3 der Position auflösen und den SL auf 1230 legen. Fällt Gold jedoch bis 1215, und ist auch die zweite Long Position dann mit dabei, so läge der Break Even dann bei ca. 1228. Entscheidend ist aber, wie man eine solche Skalierung managed, damit sie nicht einfach nur ein Verbilligen darstellt.

Das Risiko ist das einzige was wir in einem Trade wirklich bestimmen können, daher liegt da auch mein Fokus. Hierbei wäre mein Ausstieg im Verlust z. B. bei 1200 zu 50% und 1195 zu weiteren 50% der Gesamtposition. Das maximale Risiko errechnet sich damit wie folgt:

(1240+1215)/2)-((1200+1195)/2) = 30

Ausstieg im Gewinn bei 1301 zu 33% bei anschliessendem Anheben des SL auf 1230, also unter den Key-Support. Reagiert Gold stattdessen sofort bei 1215 und steigt zurück auf 1236, kann man ebenso die zweite Position sofort bei 1236 auflösen und hat nicht nur keine Chance mehr auf einen Verlust, sondern einen möglichen Return von weit über 10.

 

Berechnung von Chance und Risiko

Die Berechnung eines CRV ist hier eigentlich nicht möglich, weil es dynamisch ist und abhängig davon, welche Positionen gefillt werden. Man hat also immer ein Von-Bis-CRV. Der entscheidende Vorteil liegt hier in der mathematischen Wahrscheinlichkeit, welche man sich in Verbindung mit der Kursentwicklung bzw. den aufeinander treffenden Interessen zu Nutze machen kann. Damit ergibt sich ein wesentlich interessanteres Risk- & Money-Management, als beim klassischen Trading und eine Trefferquote die um das doppelte höher liegt. Mit CFDs ist dies ohnehin sehr leicht darstellbar, und mit entsprechend professioneller Handelssoftware ist auch das Trade-Management ein Kinderspiel.

Sicherlich gibt es auch noch weitere Möglichkeiten, eine solche Skalierung sinnvoll zu handhaben. Und sicherlich gibt es auch die Möglichkeit, dass Gold überhaupt nicht steigt, aber eben so sicher ist es, dass das niemand voraussagen kann. Handeln bedeutet nur, die interessantesten Chancen zu erkennen und diese zu nutzen. Und dass diese hier gegeben ist, steht für meine Begriffe ausser Frage. Meines Erachtens ist es zumindest lohnenswert, sich aktuell mit Gold zu befassen, wenn man längerfristig investieren möchte.

 

Der Goldpreis im Chartbild

Bitte beachten Sie jedoch, dass dies keine Handelsempfehlung darstellt, sondern nur ein Beispiel. Nachfolgend sehen Sie dazu den entsprechenden Goldpreis in der Software Stereotrader:

 

Analyse Goldpreis mit Stereotrader
Analyse Goldpreis mit Stereotrader

 

Testen Sie die Software gerne aus, weitere Beiträge von mir werden hier folgen.

Viel Erfolg sagt Ihr Dirk Hilger

Dirk Hilger
Über Dirk Hilger 2 Artikel
Dirk Hilger ist Entwickler der Plattform "StereoTrader" und seit den 90er Jahren mit Börse und Informatik eng verbunden. Als passionierter Price-Action-Trader liegt sein Schwerpunkt auf dem DAX. Seine Kombination aus (Teil-)Automationen und alternativen Handelsansätzen geht weit über konventionelle Techniken hinaus.

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