Activision, Take-Two, Electronic Arts und Netease – Schwäche als Chance?

Gaming-Aktien

Kinder spielen am PC - Online-Games wachsen weiter
Kinder spielen am PC - Online-Games wachsen weiter
 

Die Computerspiel-Aktien waren zuletzt deutlich unter Druck. Vor allem die sinkenden Nutzerzahlen von Activision dürften zu diesem deutlichen Rücksetzer beigetragen haben. Ist der Boom im Bereich Computerspiele, Online-Games und E-Sport vorbei?

 

Nein. Die Entwicklung in dem Bereich Unterhaltung ist nicht vorbei und hat weiterhin goldene Jahre vor sich. Es ist ein Bereich voller Wachstum und mit großen Neuerungen in der Zukunft. Ob nun 3-D-Brillen, Kontaktlinsen oder Hologramme am Ende die Nase in der virtuellen Realität und damit in der Gaming-Branche vorne haben werden, ist dabei unklar. Klar ist aber, dass die Spielindustrie eine der wenigen echten Wachstumsmärkte bleiben könnte. Aus diesem Grund schauen wir uns heute gemeinsam den Bereich Gaming an. Sowohl Activision, wie auch Electronic Arts, Netease und Take-Two sind Aktiengesellschaften, die in diesem wichtigen Zukunftsmarkt zu Hause sind. Vor allem die Schwäche der letzten Wochen lässt die Zeit reif erscheinen, dieses Thema genauer zu beleuchten.

 

E-Sport wird immer wichtiger

 

Ob der Deutsche Olympische Sportbund „E-Sport“ nun als Sportart anerkennt oder nicht ist wahrhaftig eine Momentaufnahme. Am Ende geht es in jedem Business um Geld und dieses wird in der Zukunft immer mehr im Online-Bereich verdient. Da verwundert es nicht, dass es das Thema E-Sport tatsächlich wieder in den Bundestag schaffte.

Im Jahr 2017 sollen im Bereich E-Sport über 500 Millionen Euro erlöst worden sein. Die Wachstumsraten liegen damit auch weiterhin im Bereich um 30 Prozent. Zusätzlich kann man in diesem Zusammenhang von immer mehr Sponsoring lesen. Denn die Zuschauerzahlen steigen seit Jahren an. Allerdings wächst nicht nur der Bereich des elektronischen Sports.

 

Virtuelle Güter nachgefragt

 

Auch eine völlig neue Art der Ökonomie wächst weiter rasant – virtuelle Güter sind auf dem Vormarsch. Dabei sind vor allem kleine Käufe, also Güter von geringem Gegenwert im Aufwind. Bekannt sind den Spielern diese Güter vor allem von Spielen, die ein so genannter Gamer frei spielen kann. Diese Spiele selbst sind kostenfrei und versuchen im Spielfluss zu späterer Stunde virtuelle Güte zu platzieren, um Umsatz zu erzielen. Doch nicht nur in den sogenannten „free to play“ Spielen können virtuelle Güter erworben werden. Auch in bezahlten Spielen kommt es immer häufiger zum Einsatz von zusätzlichen Gütern, die der Gamer erwerben kann, um damit das Spiel zu beschleunigen oder allgemeine Verbesserungen zu erlangen.

 

Charts der Gaming-Aktien

 

Take-Two 1-Jahres-Chart vom 10.11.2018
Take-Two macht einen sehr robusten Eindruck

 

Die Aktie von Take-Two macht einen sehr guten Eindruck. Die Gewinne auf Jahresssicht konnten zum Teil erhalten bleiben. Sie belaufen sich in 2019 auf ein Plus von 7,5 Prozent.

 

Activision 1-Jahres-Chart vom 10.11.2018
Activision wurde nach den letzten Quartalszahlen nochmals deutlich abgestraft

 

Auch der Branchenprimus Activision macht Aktionären auf Jahressicht keine Freude mehr. Das Unternehmen, welches Titel wie World of Warcraft, Call of Duty oder Skylanders verbreitet, kämpft zuletzt mit Schwäche und nun auch sinkenden Nutzerzahlen. Der Kurs verlor in diesem Jahr rund 8 Prozent.

 

Electronic Arts 1-Jahres-Chart vom 10.11.2018
Electronic Arts hat Jahresgewinne komplett abgegeben

 

Auch die Aktie von Electronic Arts hat die gesamten Jahresgewinne abgegeben und sogar darüber hinaus verloren. Noch scheint die Aktie wirklich angeschlagen zu sein und verliert im Kalenderjahr mehr als 9 Prozent.

 

Netease 1-Jahres-Chart vom 10.11.2018
Netease läuft seit Monaten nicht richtig rund

 

Ebenfalls angeschlagen sieht die Aktie von Netease aus. Anders als der Take-Two-Aktie, steuert das Unternehmen seit Monaten in tiefere Regionen. Unter den beobachteten Werten hier bildet sie das Schlusslicht mit einem Verlust von 33 Prozent in diesem Kalenderjahr.

 

 

Wachstumsmarkt Gaming

 

Die Chancen für die Branche stehen weiterhin gut. Aus heutiger Sicht ist eine deutliche Abschwächung des Trends zum Online-Gaming, dem E-Sport und virtuellen Gütern kaum vorstellbar. Von einigen Wachstumsdellen, die jederzeit auftreten können einmal abgesehen, sollte der Bereich Gaming weiterhin ein sehr interessanter Bereich für Aktionäre sein. Natürlich gibt es bei den Einzelaktien immer das Risiko, dass man auf das falsche Pferd gesetzt hat. Allerdings kann eine gute Kombination aus den Marktführern dieser Branche teilweise vor bösen Überraschungen schützen. Alles in allem sollten die Aktien von Activision, Take-Two, Electronic Arts und Netease auf keiner Watchlist fehlen. Zuletzt schaffte es die Aktie von Take-Two sogar in das Ant1frag-wikifolio vom Kollegen ORBP.

 

Activision Blizzard langfristig ein Strong Buy

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