Relative Staerke bei Aktien: Wie geht man hier als Anleger vor?

 

Die relative Staerke bei Aktien ist für die Mehrzahl an Tradern wichtig. Denn nicht nur Indizes, Forex und Rohstoffe werden gehandelt, sondern vielmals Einzelwerte. Warum gilt es nun die relative Staerke bei Aktien zu finden? Eine klare Antwort auf diese Frage und wie man dabei vorgehen sollte als Anleger und Trader gebe ich Ihnen in folgendem Artikel mit Bezug auf die Analysemethode Point&Figure.

 

Auf die relative Staerke bei Aktien achten, weil:

 

Die relative Staerke bei Aktien ist so wichtig, weil ein Investment in einem Einzelwert nur dann Sinn macht, wenn dieser Einzelwert mehr Rendite generiert als das Investment im Index direkt. Damit grenzen sich Händler in Einzelwerten nicht nur vom Trading her von ihren Kollegen ab. Diese einfache Regel ist zwar leicht zu verstehen, aber offensichtlich schwer umzusetzen, wie das Beispiel der ehemaligen Volksaktie Telekom zeigt, was kein Paradebeispiel für relative Staerke bei Aktien darstellt.

Legte der DAX vom 1.1.2004 bis zum 1.7.2006 um satte +40,32 Prozent zu, weist die Aktie der Deutschen Telekom mehr als traurige -16,2%  Prozent Verlust auf.

Trotzdem befindet sich die Deutsche Telekom-Aktie in den Depots vieler institutioneller und privater Anleger. Schlimmer noch: In regelmäßigen Abständen wird sie immer wieder von verschiedenen Seiten zum Kauf empfohlen. Dabei werden sowohl fundamentale Gründe, als erstaunlicherweise auch charttechnische Gründe ins Feld geführt.

 

Wie können Sie solche kapitalen Fehler vermeiden?

 

Denn es ist ein Fehler, Kapital in Werte zu investieren, die in einem Bullenmarkt schlechter als der Index laufen. Natürlich ist es genauso ein Fehler, in einem Bärenmarkt in einem technisch starken Wert short zu sein. Für das Depot und dessen Struktur gilt dies ebenso – lesen Sie DAZU ->

Point&Figure bietet auch hier eine klare und einfache Methode (Mehr zu Point&Figure), entweder technisch besonders starke Aktien für den Bullenmarkt oder technisch schwache Aktien für den Bärenmarkt zu filtern. Um daher die relative Staerke bei Aktien gemäß dem Thema zu finden, gilt es einen entsprechenden Chart zu erstellen.

 

Erstellung eines RS-Charts (Relative Staerke bei Aktien im Chart)

 

Im RS-Charts wird die relative Staerke bei Aktien ablesbar und damit das Verhalten einer Aktie zu dem Index, in dem sie notiert. Die Berechnung der relativen Staerke ist wie fast alles im Point&Figure gut verständlich, schnell durchgeführt, aber trotzdem sehr aussagekräftig. Ich möchte Ihnen das am Beispiel der Microsoft-Aktie im Vergleich zu Dow Jones kurz vorstellen.

Der Schlusskurs der Microsoft-Aktie betrug am 22.9.2005 25,34$

Der Schlusskurs des Dow Jones betrug am gleichen Tag 10422$

Zur Berechnung der relativen Stärke teilen Sie den Kurswert der betrachteten Aktie durch den Kurswert des zu vergleichenden Index. In diesem Fall ergibt sich folgende Rechnung:

25,34$/10422$ = 0,0024313

Um diesen Quotienten einfacher darstellen zu können, multipliziert man ihn mit 1000 und erhält 2,4313. Wiederholt man diesen Vorgang täglich, erhält man eine Datenreihe, die nach den bekannten Regeln als Point&Figure-Chart dargestellt wird und die relative Staerke der Microsoft-Aktie ablesbar.

 

Wie dies im Chart aussieht und wie Sie die relative Staerke bei Aktien für Ihre Depotstruktur erfolgreich nutzen können, zeige ich im folgenden Artikel auf.

von Jörg Mahnert
Joerg Mahnert
Über Joerg Mahnert 47 Artikel
Jörg Mahnert ist seit nunmehr 28 Jahren im Bereich Trading und Investment tätig. Seit 2001 macht er die in Deutschland zu Unrecht vernachlässigte Methodik Point&Figure-Charttechnik bekannt und veröffentlicht seine Analysen auf seiner Seite XundO.info und auf einigen etablierten Finanz-Portalen.

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