Psychologie eines Traders in der Prägungsphase

Die Psychologie eines Traders startet bereits bevor Sie mit dem Traden beginnen. Sie sollten sich sich über Ihre Tradingsmethode und Ihr Moneymanagement intensive Gedanken gemacht haben und zu einer Entscheidung gekommen sein. Dabei  ist es gar nicht so entscheidend für welche Methode Sie sich entschieden haben, sondern Sie und nur Sie müssen davon überzeugt sein. Back-Testing Ergebnisse aus den Vorjahren sind dabei hilfreich, aber auf keinen Fall eine Garantie für die Zukunft.

Nach erfolgtem Start werden auch Sie feststellen, dass Ihre Methode nach einiger Zeit  vielleicht nicht so erfolgreich ist, wie Sie sich dies errechnet bzw. vorgestellt haben. Spätestens dann ist Ihre Psyche gefragt. Sie stellen sich dann die Fragen:

  • a)      Soll ich weitermachen?
  • b)      Soll ich etwas verändern?
  • c)       Soll ich meine Positionsgrößen verändern?
  • d)      Soll ich unterbrechen?

Als erfahrener Trader kann ich Ihnen zur Psychologie eines Traders raten: bleiben Sie Ihrer Methode, von der Sie ja überzeugt waren, in vollem Umfange treu. Denn sobald Sie etwas verändern, geht der Schuss in die falsche Richtung los.

 

Wertigkeit der Psychologie eines Traders

Warum bei der Psychologie eines Traders die Methode so wichtig ist, kann ich eigentlich auch nicht wirklich begründen. Aber die Praxis beweist dies allzu oft, nehmen Sie Änderungen an Ihrer eigentlich erfolgreichen Methode vor, liegen Sie in 90-95% der Fälle falsch. Sie werden auch feststellen, dass seriöse Börsenbriefe und Börsensignaldienste auch nicht nur Gewinne ausweisen können und auch schon einmal  Zeiten überstehen, in denen man mit Verlusten leben muss. Dies ist an der Börse normal und betrifft jeden Trader.

Seien Sie im Rahmen der Psychologie eines Traders vorsichtig  mit selbsternannten Gurus, die jedes Jahr mit  > 1000% Gewinnen werben. Auch in vielen Börsenblogs und Foren tummelt sich so manch ein Traumtänzer, der von seinem Super-Trade berichtet. Er vergisst dann aber auch dazu zu schreiben, was er alles schon verloren hat. Auch die tollen Prognosen mit vielen bunten Chartbildern sollte man mit Vorsicht genießen.

Also bleiben Sie Ihrer Methode treu oder treffen Sie die Entscheidung, grundsätzlich mit dem Traden aufzuhören. Denn dann ist Traden nicht das richtige Geschäft für Sie und als Freizeitbeschäftigung sollten Sie es nicht betrachten. Es geht um Ihr Bestes – um Ihr Geld !

Es spricht aber nichts dagegen, sich eine professionelle Hilfe zur Prägung der Psychologie eines Traders zu holen und vielleicht einmal einen seriösen Börsensignaldienst für einen gewissen Zeitraum zu abonnieren. Dies kann durchaus parallel zu Ihrer Methode laufen. Wie schon Birger Schäfermeier sagte: Trading ist zu 100% Psychologie.