Global Capital Index und Zahl der Problem Banken

 

Die Schuldenstände wachsen noch immer an. Doch so langsam stellen sich Rückschläge ein, wie bei der aktuellen Emerging Markets Krise zu beobachten ist. Damit drohen Abschreibungen, welche die Bankbilanzen belasten werden. Ein guter Grund zu schauen wie es beim Global Capital Index der FDIC steht und was die Problem Banken in den USA treiben.

Der Global Capital Index zeigt nicht nur die gewichtete Tier 1 Capital Ratio einer Bank auf, sondern auch die Leverage Ratio, die wesentlich Aussagekräftiger ist, als die Tier 1.

 

Global Capital Index

Global Capital Index Stand Dezember 2017 (Aktuellster Stand) – Quelle: FDIC

Gemessen an der Leverage Ratio verbesserte sich die Widerstandsfähigkeit der Banken gegenüber dem Datenpunkt 30.06.2017. In den USA wuchs die durchschnittliche Leverage Ratio von 6,62% auf 6,92% und in Europa konnte die Kennzahl von 4,64% auf 4,81% zulegen. Das ist eine positive Entwicklung, obwohl sie wohl noch nicht ausreichend ist.

Besonders in Europa stechen erneut mehrere Banken hervor, die noch unter 4% liegen. Dazu zählen die Banco Santander, Crédit Suisse, Deutsche Bank und UBS. Insgesamt sind die Europäischen Banken noch immer schwächer Kapitalisiert, als die US Amerikanischen. Jedenfalls solang man die Leverage Ratio zur Messung heranzieht. Schaut man sich die Tier 1 Capital Ratio an, dann dreht sich das Bild. Doch die Risikogewichtete Deckung birgt ihre ganz eigenen Risiken, denn was heute noch als sicher und AAA bewertet wird, kann morgen schon Schrott sein.

Die Kapitalhinterlegung nach Basel III:

Rating %
AAA bis AA- 0
A+ bis A- 20
BBB+ bis BBB- 50
BB+ bis B- 100
CCC bis C 150

Überlegung zur Sicherheit von Staatsanleihen

Unkompliziert ist besser! Die Leverage Ratio hat eine höhere Aussagekraft über die Gesundheit einer Bank, als eine auf Theorien basierende Risikogewichtung.

Schauen wir uns nun einmal die Anzahl der Problem Banken an und deren Assets.

 

Anzahl der Problem Banken und Höhe der Assets

Anzahl der Problem Banken und ihre Assets – Quelle: FDIC

Die Anzahl der Problem Banken nahm erneut ab und hat den tiefsten Stand seit dem vierten Quartal 2007 erreicht, jedoch enden damit die guten Nachrichten. Die schlechte ist bei den Assets zu finden. Leider gibt die FDIC die sogenannten Problem Banken nicht an, sodass nur spekuliert werden kann, welche von der FDIC besonders unter Beobachtung stehen. Was sich jedoch zeigt ist, dass trotz der abnehmenden Anzahl der Banken mit Problemen, die Höhe der Assets stark zugenommen hat.

Das bedeutet das eine oder mehrere mittlere Banken in Probleme geraten sind, während andere kleinere in dem Zeitraum aus diesen herauskamen. Der Sprung der Assets im ersten Quartal ist verdächtig und sollte einen vorsichtig werden lassen, denn die Steigerung sieht aus wie eine Klippe. Eine die der Klippe aus dem Jahr 2008 in nichts nachsteht.

Trotz der Verbesserung in Bezug auf die Levrage Ratio bei den GSIBs, sollte aufgrund der Entwicklung bei den Problem Banken große Vorsicht geboten sein. Nicht nur in Bezug auf Bank Aktien, sondern auch auf den gesamten Markt. Denn sollten Banken erneut in größere Probleme geraten, kann es sehr schnell zu Liquiditätsproblemen an den Märkten kommen, die sich über alle Bereiche erstrecken können.

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