Allzeithoch als Bullenfalle im Wochenchart am Beispiel DAX

 

In der letzten Januarwoche erreichte der DAX ein neues Allzeithoch und konnte auch das Vorjahreshoch bei 13.525,56 Punkte kurz überschreiten. Das ist im Wochenchart deutlich zu sehen. Allerdings konnten die Kursgewinne im Wochenverlauf nicht gehalten werden, was als Bullenfalle gedeutet werden konnte. Diese Bullenfalle im Wochenchart war ein erstes Warnsignal für die folgenden Kursverluste in der vergangenen Woche. Es folgte dann auch tatsächlich ein kräftiger Kurseinbruch und der DAX erreichte das Tief der Seitwärtsbewegung der letzten vier Monate.

Allzeithoch als Bullenfalle am Beispiel des DAX-Wochenchart
Allzeithoch als Bullenfalle? Charttechnik nach Lehrbuch

Der abgebildete Wochenchart des DAX zeigt die Kursentwicklung seit 2017. Wir blicken auf einen Aufwärtstrend, der im Februar 2016 bei einem Indexstand von 8.700 Punkten begann, und im Januar 2018 ein historisches Hoch bei 13.223,35 Punkten erreichte, bei einem aktuellen Wochenschlusskurs von 12.785,165 Punkten. Der Chart zeigt deutlich das Allzeithoch als Bullenfalle.

 

Nach Bullenfalle endet Wochenkerze negativ

Im Verlauf der Woche hat es einen starken Abverkauf im Deutschen Aktienindex gegeben und die Wochenkerze schloß am Wochentief. Grundsätzlich zeigt diese Entwicklung starken Verkaufsdruck an und ist gerade nach einem Allzeithoch als Bullenfalle negativ zu werten.

Wochenchart noch in Konsolidierung

Aus Sicht des Wochencharts liegt allerdings noch kein neuer Abwärtstrend vor! Der DAX befindet sich seit 15 Wochen in einer Trading Range (Konsolidierung) mit seitwärts tendierenden Kursen und notiert nun am unteren Bereich der Schiebezone.

Trendindikatoren neutral

Die von uns genutzten Trendindikatoren sind drei einfache Gleitende Durchschnitte (GD), nämlich der 20 Wochen-GD (blaue Linie im Chart), 50-Wochen-GD (grüne Linie) und 200 Wochen-GD (braune Linie).

Alle drei Gleitenden Durchschnitte zeigen aufwärts, was positiv zu werten ist. Allerdings wurde der 20 Wochen GD mit der schwachen Kursentwicklung der vergangenen Woche deutlich unterschritten, was kurzfristig negativ zu werten ist.

Übrigens können Sie hier erfahren, wie man Charts lesen lernt.

Langfristige Widerstandslinie blockiert Anstieg

Im abgebildeten Monatschart mit logarithmischer Skalierung ist zu sehen, dass der DAX im November die im Chart rot eingezeichnete langfristige Widerstandslinie im Bereich von 13.500 Punkten erreicht hatte. Allerdings ist dort die Dynamik ins Stocken geraten und der Index bewegt sich seitdem seitwärts.

Aus Sicht des Monatscharts ist der Aufwärtstrend noch intakt, aber seit vier Monaten unterbrochen.

 

Fazit der Chartanalyse – Allzeithoch als Bullenfalle

Nach der aktuellen Chartanalyse ist der Aufwärtstrend des DAX aus Sicht des Wochencharts ist unterbrochen. Es liegt eine Seitwärtsbewegung vor, wobei sich der Deutsche Aktienindex im unteren Bereich der Trading Range befindet.

Mit der negativen Kursentwicklung in der vergangenen Woche hat sich das Chartbild deutlich verschlechtert. Auch wird immer deutlicher, dass der Markt es wohl aus kurz- und mittelfristiger Sicht nicht schaffen wird, die diagonale Widerstandslinie und den starken Widerstandsbereich bei 13.500/13.600 nach oben zu verlassen.

Solange das Vorjahreshoch bei 13.525 Punkten nicht überschritten wird, sollte das Chartbild als neutral eingeschätzt werden.

Ich wünsche Ihnen erfolgreiche Börsengeschäfte. An dieser Stelle finden Sie weitere Trading-Artikel.

Bis zum nächsten Mal sagt Ihr Karsten Kagels.

Karsten Kagels
Über Karsten Kagels 128 Artikel
Karsten Kagels hat fast 30 Jahre Trading- und Börsenerfahrung, Neben dem Eigenhandel ist er Signalgeber für Forex, CFDs, DAX-Future und Goldaktien. Außerdem betreibt er einen gut besuchten und interessanten Trader-Blog. Seine Handelsstrategien basieren auf Price Action und Intermarket Analyse. Es ist der Übersetzer und Herausgeber der Elliott-Wave-Literatur von Robert Prechter und der Tradingbücher von Joe Ross (Vorläufer der heutigen Markttechnik).

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