Zinsen zeigen Wirkung – Buy Back Aktien im Nachteil

Zinsen zeigen Wirkung - Buy Back Aktien im Nachteil
 

Der Bob Rubin Trade wird in diesem Jahr auf die Spitze getrieben. Die Buy Back Programme laufen auf Hochtouren, soll ja auch den Aktionären zugute kommen. In diesem Jahr wird bei den Aktienrückkauf-Programmen ein neuer Rekord aufgestellt. Etwas, was die Investoren eigentlich freuen sollte oder?

Bei dem angesprochenen Bob Rubin Trade handelt es sich um die Verlagerung von Risiken in die Zukunft. Im Gegenzug dazu erhält man im Jetzt einen netten Profit. Das fördert natürlich die Vergütung des Managements und bevor die Risiken deutlich sichtbar werden, sind die Verantwortlichen schon weitergezogen.

Egal wie, seitdem die Zinsen steigen, scheint sich die einst positive Wirkung der Buy Back Programme umzukehren.

 

SPDR S&P 500 Buy Back vs. SPDR S&P 500

SPYB vs. SPY Wochen Chart: klare Outperformance des SPY (Candle) gegenüber dem SPYB (Bar)

 

Trotz des größten Aktienrückkaufprogramms aller Zeiten, konnte sich der SPDR S&P 500 Buy Back (SPYB) nicht gegenüber dem SPDR S&P 500 (SPY) Index durchsetzen. In diesem Jahr kann es dazu kommen, dass allein die S&P 500 Unternehmen für mehr als 800 Milliarden Dollar eigene Aktien zurückkaufen werden. Diese Summe würde mehr als 3% der Marktkapitalisierung des S&P 500 ausmachen. Eine Zahl, die nochmals die Größe der Programme verdeutlicht.

Die Summe stellt auch den alten Rekord von 2007 in den Schatten. Dieser lag damals bei ca. 650 Milliarden Dollar.

Es könnte eine Warnung sein, dass hier eine Euphorie vorherrscht bzw. eine gewisse Art von Torschluss Panik. Vergleichbar mit der M&A Welle, die mit der Monsanto Übernahme durch Bayer einen traurigen Höhepunkt erreicht hat. Sehr viel Kapital steht zur Verfügung, doch es wird zum Großteil nur in Financial Engineering Ideen oder irgendwelche riskante Übernahmen investiert, deren Nutzen nicht bewiesen ist.

Weitere Kapitalmarkt Mythen auf dem Prüfstand:

 

Sehen so die Vorboten vom Ende des Hausse Zyklus aus?

Wenn man in die Vergangenheit schaut, dann kann man schon fürchten, dass sich der Zyklus seinem Ende nähert, denn was auf 2007 folgte ist hinlänglich bekannt. Auch das Merger Monday Syndrom der Dotcom Blase lässt hier grüßen. Doch welche zeitliche Ausdehnung das Ende einnehmen wird, ist recht ungewiss. Jedoch wird der Markt nicht auf einem Penny drehen, sodass die subtilen Anzeichen, wie ein Trendumkehr oder Fake Ausbruch wahrgenommen werden können.

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