Wissenswertes rund um die Sachwertanlage

Wissenswertes rund um die Sachwertanlage
Quelle: Pixabay CC0 Crative Commons
 

Wir alle möchten am liebsten unser Geld vermehren, oder? Noch vor vielen Jahren war es recht leicht, gute Zinsen bei der Bank zu erhalten. Viele Verbraucher legten den Sparbrief, den Ratensparvertrag, das Bonussparen oder das Festgeld bei der Sparkasse oder Bank am Ort an, gingen nach Hause und konnten gut schlafen.

Nicht erst seit der Lehmann-Pleite vor nahezu 10 Jahren sind diese Zeiten längst vorbei. Das Vertrauen in Banken und die gesamte Finanzwirtschaft ist erheblich gesunken. Ist dies der einzige Grund, dass es kaum noch Zinsen am Geld- und Kapitalmarkt gibt?

Nein, die Zinsentwicklung hat meist mit der wirtschaftlichen Gesamtsituation in ganz Europa zu tun. Nicht nur in Europa ist die Nullzinspolitik längst eingeleitet. Was heißt das? Bauherren und Kreditfreunde freuen sich über niedrige Zinsen. Nie war es so preiswert wie heute, sich bei der Bank einen Kredit aufzunehmen. Des einen Freud – des anderen Leid. Sparer und Leute, die ihr Geld zur Anlage zur Bank bringen, erhalten kaum noch Zinsen. Sollte man also alles Geld „unters Kopfkissen“ oder „in den Sparstrumpf“ geben, da bei der Bank sowieso kein Zins bezahlt wird?

 

Es lebe die Sachwertanlage!

 

Nein – der Sparstrumpf ist sicher keine Lösung für den Investor. Schließlich sind Bargeldreserven, zu Hause aufbewahrt, nicht gegen Diebstahl gesichert. Das Thema Sicherheit ist auch in einem Safe zu Hause nicht gewährleistet. Schließlich sind Betrüger mit Einbrüchen gerade zur anstehenden Winterzeit immer häufiger unterwegs. Sollte man also das Geld für nahezu keinen Zins bei der Bank anlegen?

Das ist immer noch die bessere Alternative als Bargeld zu Hause – hier ist das Geld zumindest sicher verwahrt. Dennoch gibt es auch lukrative Anlageformen, die auf Dauer gegen die Inflation geschützt sind. Schließlich muss die Geldentwertung erst einmal verdient werden. Was bedeutet dies genau?

 

Rund um die Inflation

 

Unser Geld verliert immer stärker an Kaufkraft. Das heißt an einem einfachen Beispiel erklärt: Während eine Kugel Eis beim Italiener um die Ecke vor 2 Jahren noch für 1 Euro zu haben war, kostet die gleiche Kugeln Eis in der gleichen Größe mittlerweile schon 1,20 Euro. Das ist eine Preissteigerung von 0,20 Euro in 2 Jahren. Das entspricht einer Geldentwertung von 10 % pro Jahr.

Die amtlich ausgewiesene Inflationsrate laut statistischem Bundesamt liegt derzeit zwar nur bei ca. 1 % und nicht bei 10 % , aber man sollte die persönliche Inflationsrate stets individuell mit seinem Warenkorb berechnen. Schließlich sieht das Einkaufsverhalten eines Singles ohne Kinder, der häufig in Bars und Kneipen unterwegs ist, anders aus, als bei einer Familie mit schulpflichtigen Kindern, die ganz andere Wünsche in sich tragen. Die Mietsteigerungen sind in verschiedenen Orten in ganz Deutschland nicht immer gleich.

Fakt ist: Das Leben ist oft teurer geworden, als es sich in der Inflationsrate von 1 % widerspiegelt. Genau deshalb sollte man mindestens bei seinen Geldanlagen die Inflationsrate verdienen. Schließlich sollte auch bei Ihnen die Kaufkraft des Geldes auf Dauer nicht abnehmen, oder?

 

Mit herkömmlichen Sparprodukten kann die Inflationsrate nicht verdient werden

 

Im niedrigen Zinsniveau suchen wir nach Anlagealternativen, bei denen zumindest die Geldentwertung verdient wird. Schließlich will es der Sparer vermeiden, dass unterm Strich seine Ersparnisse auf Dauer an Wert verlieren, oder? In der Nullzinspolitik zahlt der Sparbriefkunde also auf Dauer drauf, wenn er sein Geld zur Bank bringt. Deshalb suchen wir Alternativen, die das Thema Sicherheit und Zins gleichermaßen erfüllen. Ist dies einfach? Nicht immer! Dennoch gibt es Sachwertanlagen, die eine lukrative Form der Geldanlage darstellen können.

Außerdem kann man auch das Geld einfach ausgeben und das Leben genießen. Wer weiß, was morgen ist? Kreditkarten erleichtern das Leben der Verbraucher. Sie möchten sich zu diesem Thema informieren? Hier finden Sie wichtige Fakten: www.kreditkartekostenlos.de

 

Die Immobilie – der sichere Hafen

 

Die Immobilie kann zum Eigenbedarf und auch zur Vermietung als Kapitalanlage genutzt werden. Diese langfristige Sachwertanlage hat sich vor allem für Investoren bezahlt gemacht, die sich selbst um Vermietung und das Eigenheim kümmern. Allerdings sollte man vor dem Kauf der richtigen Immobilie unbedingt die Lage überprüfen. Die Lage ist sehr entscheidend dafür, dass die Immobilie auf Dauer gut vermietbar ist. Außerdem sollte man keinesfalls zu Spekulationszwecken eine Wohnung kaufen, um diese bald mit Gewinn wieder verkaufen zu wollen. Warum?

Die Nebenkosten für den Kauf einer Immobilie betragen oft 5 % und mehr. Dieser Gewinn muss erst einmal verdient werden, zumal beim Verkauf der Immobilie auch wieder Notargebühren entstehen. Genau deshalb ist die bodenständige Eigentumswohnung oder das Haus, in dem Sie selbst wohnen, eine Investition fürs Leben. Selbst Eigennutzer von Heim wissen: Sie bezahlen die Miete an sich selbst. Die klassische Immobilie ist die Investition fürs das ganze Leben, wenn die Lage gut überlegt ausgewählt ist.

In Sachen Immobilie zählt: Die Lage, die Lage, die Lage!

 

Unternehmensbeteiligungen

 

Sie möchten an der florierenden Wirtschaft partizipieren (teilnehmen)? Dann kaufen Sie Aktien. Diese Form der Geldanlage hat sich für viele Anleger auf Dauer bewährt. Allerdings sollte im Vorfeld überlegt werden, welche Aktien oder Investmentfonds man auswählen will.

Was sollte jeder Aktien-Investor unbedingt wissen? Aktien unterliegen unter Umständen hohen Schwankungen. Diese Schwankungsbreite wird in der sogenannten Volatilität ausgedrückt. Im Klartext bedeutet dies: Je höher die Volatilität, desto riskanter der Wert. Was kann der Aktionär maximal aufs Spiel setzen? Seine Investitionssumme kann, wenn die Firma, in die investiert wurde, pleite ist, komplett zum Totalverlust führen.

Dennoch steht fest, dass solide DAX-Unternehmer seit vielen Jahren Erfolg an der Börse vorweisen können. Warum sollten Sie als Anleger nicht von diesen Erfolgen profitieren? Selbst wenn es Firmennamen, die wie seit 20 Jahren kennen (REWE, Schiesser oder Hypo-Vereinsbank) heute nicht mehr gibt, verschmelzen Konzerne im 21. Jahrhundert oder fusionieren.

Somit entstehen neue Geschäftsideen, die dauerhaft auch gut für den Aktionär sein können. Es steht sehr schnell fest: Wer Aktien kauft, wird auf lange Sicht an den Aktiengewinnen partizipieren. Daneben wird einmal im Jahr die Aktien-Dividende ausbezahlt. Deshalb sind Investmentfonds auch sinnvoll für die Investition in die Altersvorsorge.

 

Direktaktie oder Investmentfonds?

 

Mittlerweile nimmt die Auswahl an Investmentanlagen immer mehr zu. Es gibt Spezialfonds, Länderfonds oder Aktienfonds, die vor allem auf Trends wie Nachhaltigkeit setzen. Genau diese Investitionen kann der Anleger am besten mit einem Fonds über die Bank tätigen.

Wer sich hingegen mit Einzelwerten gut auskennt und selbst alle Börsenwerte aussuchen will, kann dies auch Online im Depot machen. Das spart oft Gebühren, gerade wenn der Kunde keine Beratungsdienste in Anspruch nehmen will. Letztendlich bleibt es jedem Anleger selbst überlassen, wie und mit welchen Summen er seine Aktieninvestitionen tätigen will.

Tipp: Aktienanlagen sollten stets im Sinne der Langfristigkeit getätigt werden. Das Thema Kursschwankungen darf Sie keinesfalls belasten, wenn Sie an der Börse investieren. In der Summe zählt, was nach ca. 10 Jahren im Depotauszug steht. Hier ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass man von Aktienpreis-Steigerungen profitieren kann. Wer günstige Kurse zum Nachkaufen nutzt, nimmt Schnäppchen wahr. Somit verbilligt sich der Einstiegskurs und die Gewinnchancen steigen deutlich an.

 

Rohstoffe wie Gold, Silber, Platin

 

Gehören auch Sie zu den Anlegern, die sich gerne aus dem Aspekt Sicherheit heraus einen Goldbarren ins Depot legen möchten? Auch Rohstoffe bilden eine Art von Sachwertanlage, die allerdings nicht verzinst wird. Während der Aktionär meist die Dividende zu erwarten hat, gibt es auf den Goldbarren keinen Ertrag. Außerdem ist der Goldpreis keine Eintagsfliege, die nur mit Preissteigerungen ausgestattet ist, ganz im Gegenteil:

Rohstoffpreise steigen und fallen – genau so wie man es von den Aktienkursen kennt. Auch diese Schwankungen muss man aushalten. Außerdem sollte man wissen: Wer sich Münzen oder Barren kauft, muss mit einer erheblichen Spanne zwischen An- und Verkaufskurs rechnen. Dieser Unterschiedsbetrag muss erst einmal verdient werden.

Genau deshalb sollte auch die Investition in Edelmetalle unbedingt mit einem langfristigen Anlagehorizont ausgewählt werden. Es spricht grundsätzlich also nichts dagegen, sich als Vermögensbeimischung ein wenig Gold, Silber oder Platin in sein Schließfach zu legen. Allerdings darf man sich hier keine zu großen Hoffnungen machen, dass man eine gewinnreiche Daueranlage besitzt, die sehr gute Renditen abwirft. Vielmehr ist die Investition in Gold dann sinnvoll, wenn man Währungsschwankungen und Geldanlagen in Euros absichern will. Gold ist immer noch ein Edelmetall, das international gehandelt wird und somit einen guten Währungsschutz bietet.

Zur Beimischung kann der Goldbarren im Schließfach also durchaus für ein hohes Maß an Sicherheit sorgen.

 

Fazit

 

Sie sehen: Sachwertanlagen sind das halbe Leben, wenn man das niedrige Zinsniveau aushebeln will. Für welche Sachwertanlage möchten Sie sich entscheiden? Hierbei ist guter Rat teuer, da es entschieden auf die Risikobereitschaft des Anlegers ankommt. Fakt ist: Wer eine Mischung aus verschiedenen Anlageformen für sich auswählt, wird niemals völlig aufs falsche Pferd setzen.

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