Haushaltssperre ist in Kraft – Was bedeutet der Shutdown für die Börsen?

Der Streit um die amerikanischen Finanzen hat seinen Höhepunkt erreicht – vorerst jedenfalls. Seit Mitternacht ist die Haushaltssperre in Kraft getreten. Damit kommen auf einige Angestellte der Regierung unsichere Zeiten zu. Doch was genau ist von all dem nun zu halten? Wie sehen die möglichen Auswirkungen des Shutdown auf die Aktien, Anleihen und den Dollar aus? Die Anwort auf diese Frage finden Sie anhand des Beispiels 2013 in diesem Artikel.

Der Shutdown war absehbar – Wie geht es nun weiter?

Schon im August stand auf dieser Seite folgendes geschrieben:

Kurz gesagt er verlangt vom Kongress eine Freigabe von Mitteln zum Bau der Mauer an der Mexikanischen Grenze und droht, dass sollte dieses nicht geschehen, es zu dem sogenannten Government Shutdown kommen wird, weil er das Budget Gesetz ohne einen solchen Posten nicht unterschreiben wird.

Die jetzige Regierung unter Trump erscheint offensichtlich unfähig, doch das offensichtliche täuscht den Beobachter, denn die eigentliche Agenda wird im Moment in einem zügigen Tempo durchgesetzt.

Quelle „Trump, Government Shutdown und der USD Index

Ich kann Ihnen diesen Text nochmals ans Herz legen, denn die mögliche Agenda Trumps ist dort bereits aufgeführt und bewahrheitet sich immer mehr.

Nun ist es also gekommen, wie vom Autor ORBP erwartet. Während viele einen „planlosen“ Donald Trump sehen wollen, ergeben die Schritte im großen Bild Sinn. Der politische Druck erhöht sich durch den Shutdown nochmals deutlich. Doch hat dieser reale Konsequenzen auf die Börsen und damit auf uns Börsianer?

Auswirkungen des Shutdown auf die Aktienmärkte

Grundsätzlich sollte man diesen Event nicht zu panisch sehen. Die Erfahrung aus 2013 zeigt uns, dass ein Shutdown kaum wirklich belasten muss. Im Jahr 2013 wurde ein ohnehin vorhandener sekundärer Abwärtstrend fortgesetzt und fand noch vor der offiziellen Beendigung des Shutdown ein Ende. Damals unterschrieb Obama am 17.10.2013 den Continuing Appropriations Act.

Was bedeutet der Shutdown für die Börsen?
Dow Jones in der Zeit des Shutdown 2013

Auch heute ist der Wille zur Einigung sicherlich vorhanden. Die Märkte dürften daher eventuell verschnupft reagieren, aber eine Grippe ist es bisher noch nicht. Selbst eine kurzfristige Einigung wäre denkbar, wenn an der Stelle nicht Trumps Agenda (siehe Link oben) stehen würde. Damit dürfte nun auch der wichtigste Unterschied zum Jahr 2013 auf dem Tisch liegen. Damals war das große Streitthema eine Krankenversicherungsreform namens Obamacare. Heute allerdings, geht es um etwas „Handfestes“.

Was bedeutet der Shutdown für die Börsen
Tweet von Trump zur Mauer

Quelle Twitter

 

Doch was bedeutet der Shutdown für die Börsen im Fazit?

Fazit zu den Auswirkungen des Shutdown auf die Börsen

Während die Aktienmärkte eine Shutdown vorerst mit nur leichtem Schnupfen wegstecken könnten, stehen dem US-Dollar und den Anleihen bedeutende Zeiten ins Haus.

Was bedeutet der Shutdown für die Börsen
EURUSD im Jahr 2013

 

Neben den Meldungen aus China, wonach China den Ankauf amerikanischer Treasurys reduzieren könnte, kommt nun die Entscheidung dichter, wie stark der neue amerikanische Präsident wirklich ist. Denn viele Wähler verbinden weiterhin das Versprechen, eine Mauer an der Grenze Mexikos zu bauen, mit der Glaubwürdigkeit Trumps. An dieser Stelle wird sich nun zeigen, ob das Szenario aus dem Artikel „Trump, Government Shutdown und der USD Index“ möglich wird. Sollte es sich abzeichnen, dass es keine schnelle Lösung geben wird, könnte die Abstufung des US-Ratings durch die Ratingagentur Dagong nur der Beginn einer heftigen Leidensgeschichte für amerikanische Anleihen werden. Spätestens dann, wäre aus einem leichten Schnupfen, eine ausgewachsene Grippe geworden. Doch noch ist es nicht so weit.

 

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    2 Gedanken zu „Haushaltssperre ist in Kraft – Was bedeutet der Shutdown für die Börsen?

    • 20/01/2018 um 10:51 am
      Permalink

      Lang und Schwarz sieht den DAX fast unverändert. Damit bestätigt sich bereits, dass das Kind noch nicht im Brunnen liegt aus Sicht der Aktionäre.

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