Schlagen Aktien auf Dauer die Renten?

Schlagen Aktien auf Dauer die Renten?
Quelle: Pixabay CC0 Crative Commons
 

Immer wieder stellt sich die Frage, ob man am Geld- und Kapitalmarkt auf Dauer mit der richtigen Aktienstrategie nachhaltig Geld verdienen kann. Sind Aktien nicht eine riskante Anlage und nur etwas für Profis, die sich in Sachen Geldanlage und Depothandel wirklich gut auskennen?

Vor ca. 10 Jahren waren die Zinsen zumindest bei langfristigen Anlageformen nicht schlecht. Mittlerweile befinden wir uns seit vielen Jahren im Zinstal. Die Inflationsrate (Geldentwertung) steigt zwar mittlerweile wieder leicht an, doch in der Summe ist das Preisniveau stabil. Kein Grund also, die Zinsschraube wieder nach oben zu drehen, oder?

Jeder Sparer und Investor weiß kaum noch, wie er sein Geld bei der Bank anlegen soll. In der Nullzins-Politik bieten festverzinsliche Anlagen in Euro kaum noch Zinsen. Kann damit noch die Geldentwertung verdient werden? Wohl kaum! Als Alternative der Geldanlage sollte in Aktien investiert werden, oder?

Immer noch scheuen viele Anleger das Risiko. Können Aktien nicht starken Schwankungen unterliegen? Warum sollte man sich direkt an Unternehmen beteiligen, wenn man sich nicht wirklich mit der Wirtschaft und Geldanlagen auskennt?

Hier wird in einfachen Worten die Investition in Aktien beschrieben. Das Einmaleins für Einsteiger in Sachen Depotanlagen kann man erst erlernen, wenn man selbst ein Depot eröffnet und sich informiert. Sind auch Sie neugierig darauf, was wir Ihnen rund um Depot und Aktien in diesem Guide näherbringen?

 

Aktien bedeutet die Investition in Unternehmen

 

Eine Aktiengesellschaft möchte für ihre Investitionen Gelder einsammeln. Durch die Herausgabe von Aktien kann sich jeder Aktionär am Unternehmen beteiligen und kauft sich sogar ein Stimmrecht bei der einmal im Jahr stattfindenden Hauptversammlung ein. Ebenso erhält jeder Aktionär eine Gewinnausschüttung (Dividende) für die Beteiligung am Unternehmen. Diese ist mit dem Zinssatz einer herkömmlichen Anlageform (wie zum Beispiel festverzinsliches Wertpapier) zu vergleichen.

Mittlerweile ist die sogenannte Dividendenrendite bei Aktien ganz enorm gestiegen. Nicht selten findet der Anleger alleine schon durch die einmal im Jahr stattfindende Dividendenzahlung eine Ausschüttung von 3 % oder mehr. Beim aktuellen Zinsumfeld ist dies ein enormer Betrag, den der Anleger für sich generieren kann.

 

Kurssteigerungen können für große Gewinne sorgen

 

Natürlich ist die Investition in eine Aktiengesellschaft nicht ohne Risiko verbunden. Kurse können, je nachdem, wie es in der Umsatz- und Ertragsentwicklung im Unternehmen aussieht, steigen oder fallen. Der Anleger nimmt jedoch Kursgewinne oder -verluste nur wahr, wenn er die vorhandenen Aktien im Depot auch tatsächlich verkauft. Gebuchte Gewinne oder Verluste sind fiktive Zahlen. Schließlich verändern sich die an der Börse notierten Kurse täglich. Genau deshalb sollte man sich, wenn man das Geld nicht unbedingt als Bargeldreserve benötigt, von Kursschwankungen nicht beeindrucken lassen.

 

Was sind Renten und warum rentieren sie sich zur Zeit nicht?

 

Als Rentenanlagen werden festverzinsliche Wertpapiere bezeichnet. Diese Anlageformen bedeuten weniger Risiko als die Aktienanlage, da sie eine feste Fälligkeit aufweisen und der Anleger zu
100 % sein eingesetztes Kapital zurück erhält. Der Zinssatz einer Rentenanlage orientiert sich allerdings am aktuellen Zinsniveau am Kapitalmarkt. Da dieses Zinsniveau seit Jahren nahezu im Keller ist, kann man mit Rentenanlagen kaum die Inflationsrate verdienen.

Das heißt, selbst nach Zinszahlung nimmt die Kaufkraft des Geldes auf Dauer ab. Alleine aus diesem Grund heraus ist schon sehr leicht zu erkennen, dass sich die Investition in die deutsche Wirtschaft lohnt. Wie kann man sich besser an Unternehmen und am Wirtschaftswachstum beteiligen, als wenn Anleger direkt Aktien erwerben?

 

Die richtige Mischung der Aktien für den Einsteiger

 

An der Börse sollte man sich als Investor auskennen, wenn man nachhaltig Geld verdienen will. Sie möchten sich rund um das Thema Depot und Aktienanlagen näher informieren? Hier finden Sie alles Wissenswerte zu diesem Thema: Brokervergleich.net

Auch in Sachen Aktien zeigt sich folgende Strategie als erfolgreich: Niemals alle Eier in einen Korb legen! Wenn der Korb zu Boden fällt, zerbrechen alle Eier und sind somit unbrauchbar. Im Klartext bedeutet dies für die Anlage in Aktien: Investieren Sie niemals das Geld in einen Wert oder eine einzige Branche. Es ist deutlich besser, jegliches Risiko zu streuen. Wie heißt es so schön im deutschen Winter?

Wer streut, rutscht nicht aus. Wie kann der Anleger in Form verschiedener Aktienanlagen sein Risiko minimieren und die Investition in Titel gut mischen? Viele Investmentgesellschaften bieten Investmentfonds an, die in verschiedene Werte streuen. Somit kann sich der Anleger an den DAX-Werten orientieren oder zum Beispiel einen gesamten Markt wie Asien abdecken. Anleger können sich in Titel einkaufen, die das Thema Nachhaltigkeit abdecken oder einzelne Trends aus den USA oder in anderen Ländern mitmachen.

 

Sind Fonds nicht stets mit hohen Gebühren belastet?

 

Wenn man das Wort Investmentfonds hört, denken viele Menschen zwangsläufig, dass dies mit hohen Gebühren und Kosten verbunden ist. Hierbei gibt es erhebliche Unterschiede. Manche Investmentgesellschaften verlangen einen einmaligen Ausgabeaufschlag. Hier sollte grundsätzlich eine langfristige Investitionsdauer in Betracht gezogen werden.

Ein Beispiel:

Sie kaufen einen Investmentfonds von 10.000 Euro mit einem einmaligen Ausgabepreis von 5 % . Hierbei sind alle Börsenspesen mit abgedeckt, die den Kauf und Verkauf der einzelnen Titel betreffen. Diese Summe der Gebühren macht immerhin 500 Euro aus. Wenn Sie nun nach 2 Jahre planen, den Aktienfonds wieder zu verkaufen, müssen Sie mindestens pro Jahr 250 Euro bzw. 2,5 % Wertsteigerung vorweisen können, um in die Gewinnzone mit dieser Investition zu gelangen.

Sind die 5 % Kosten auf 10 Jahre hochgerechnet, das heißt, Sie verkaufen den Fonds erst nach einer Laufzeit von 10 Jahren, machen sich die 500 Euro Gesamtgebühren (mit jährlich 50 Euro) schon deutlich weniger bemerkbar. Im Grundsatz kann man sagen: Jeder Fonds mit einem Ausgabepreis sollte eine längere Investitionszeit fokussieren. Je höher der Ausgabeaufschlag, desto länger die Investitionszeit.

 

Hohe Renditen auf lange Sicht

 

Gebühren hin oder her: Auf lange Sicht werden Sie bei der Investition in Aktien jede Rentenanlage schlagen. Die letzten 10 Jahre konnte man mit einem durchschnittlichen Aktienfonds mindestens
6 % verdienen, während festverzinsliche Wertpapiere kaum mehr als 2% abwarfen. Gerade wenn man langfristig sparen möchte, ist es sinnvoller, sich direkt am Wirtschaftswachstum zu beteiligen, als schwache Zinsen in Kauf zu nehmen.

Vor allem in den Industriestaaten profitieren wir vom weltweiten Wirtschaftswachstum. Wir in Deutschland gelten als Exportland schlechthin. Ausländer kaufen die Waren „Made in Germany“ sehr gerne, was nachhaltig unserer Wirtschaft guttut. Genau von diesem Wachstum profitieren Sie direkt, wenn Sie sich in Aktien einkaufen. Auf lange Sicht lohnt sich also die Investition in DAX-Titel, die noch dazu eine mehr als ordentliche Dividende abwerfen.

 

Was ist, wenn der nächste Börsencrash kommt?

 

Natürlich gibt es niemals einen Garantieschein, dass nicht die ein oder andere Wirtschaftskrise die Börsenkurse wieder nach unten treibt. Meist ist die Talfahrt an der Börse in einem rasanten Tempo zu beobachten. Das liegt vor allem daran, dass viele Computer-Programme den elektronischen Börsenhandel beeinflussen. Wenn viel verkauft wird, treibt das die Kurse noch schneller nach unten. Genau deshalb ist an der Börse oft jede Reaktion mehr als übertrieben.

In der Summe muss man sagen: Selbst, wenn eine Krise an der Börse eintreten sollte, ist die langfristig geplante Investition (zum Beispiel unter dem Aspekt Altersvorsorge) dennoch sehr lukrativ. Wenn Kurse fallen, nutzen viele Anleger die Kurse, um nachzukaufen. Schließlich nutzt man im Supermarkt auch die Schlussverkaufspreise, wenn alle Waren billiger werden, die gute Qualität aufzeigen, oder? Warum sollte man das nicht bei der Investition von Aktien ähnlich betrachten?

Insofern darf sich niemand von Kursschwankungen beeindrucken lassen. Preise an der Börse steigen und fallen. Das ist normal und mehr als gesund.

Wann also sollte man einsteigen, um das richtige Schnäppchen an der Börse einzukaufen? Schlaue Investoren steigen scheibchenweise in den Markt ein. Es gibt mittlerweile Sparpläne und gute Anlagestrategien, damit man niemals an einem einzigen Kauftag alles auf ein Pferd setzt.

Wer zum Beispiel zweimal im Monat eine bestimmte Summe in verschiedenen Aktienunternehmen über einen längeren Zeitraum investiert, wird niemals zu teuer einkaufen. In der Summe macht es es ein preiswerter Mischkurs, damit sich die Investition an der Börse langfristig lohnt.

Am Besten lassen Sie das Geld für längere Zeit liegen und für sich arbeiten. So werden Sie niemals unter Druck und zu schlechten Börsenkursen verkaufen müssen. Wetten, so werden auch Sie an der florierenden Wirtschaft partizipieren? Börsengewinne machen Spaß, wenn Sie ohne Druck und nicht in einem vorgegebenen Zeitfenster investieren.

 

Fazit

 

Sie sehen: Auf lange Sicht lohnt sich die Investition an der Börse. Legen Sie monatlich eine kleine Summe für Aktienfonds beiseite, schlafen Sie ruhig und Sie werden sehen, dass sich Ihr Geld in wenigen Jahren schnell vermehrt hat. Ist das nicht auch eine Idee für die solide Altersvorsorge für Sie?

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