LME – Yuan auf dem Vormarsch

 

Die London Metal Exchange, kurz LME, ist seit einiger Zeit im Besitz der Hong Kong Exchange and Clearing (HKEX). Da ist es natürlich kein so weiter Schritt über die Einführung neuer Produkte für chinesische Investoren nachzudenken.

 

Das was die LME jetzt plant wird ein weiterer Schritt hin zur Internationalisierung des Yuan sein, wie auch der Sicherung Londons als wichtiger Finanzplatz.

 

LME will in Yuan denominierte Produkte einführen

Wie die South China Morning Post berichtete plant die LME die Einführung von in Yuan denominierten Produkten. Der CEO, Matthew Chamberlain, sagte in einem Interview folgendes:

„At present, Investors are trading our products in US Dollars. We would definitely like to explore the possibility of launching products denominated in offshore renminbi.“

Das bedeutet nichts anderes, als das neben den auf US Dollar laufenden Produkten, zusätzliche auf Yuan laufende hinzukommen sollen. Das liegt besonders daran, dass viele chinesische Investoren an der LME traden. Mit einer Notierung in Yuan können die Wechselkursrisiken ausgeschaltet und damit weitere chinesische Investoren und Trader angelockt werden.

Wenn diese neuen Produkte eingeführt werden, wird zukünftig nicht nur Öl in Yuan gehandelt, sondern auch Gold, Kupfer, etc.. Der im März angelaufene chinesische Öl – Yuan Future konnte seit dem das gehandelte Volumen stetig steigern. Der Start des Öl-Yuan Futures kann damit als Erfolg angesehen werden.

Start des Öl-Yuan Future Kontrakts

Ähnliches ist auch bei den Yuan Produkten an der LME zu erwarten.

 

Die Internationalisierung des Yuan

Neben der Wirkung der Seidenstraße und verschiedenen Swap Vereinbarungen mit anderen Notenbanken, breitet sich der Yuan nun auch als Währung für den Rohstoffhandel aus. Die Multipolarität, die ein Zeichen des schwindenden Einflusses der USA bzw. umgekehrt dem wachsenden Einfluss Chinas und der BRIC Staaten anzulasten ist, setzt sich nun im Handel fort.

Auch die Aufnahme der A Shares in den MSCI Emerging Markets zeigt in diese Richtung.

Diese Entwicklungen gehen erst einmal langsam voran, doch ab einem gewissen Punkt wird es auf einen Schlag vonstatten gehen. Dieser Übergang wird jedoch begleitet von den verschiedenen Interessengruppen, sodass dadurch kein weltweiter Crash zu erwarten ist.

Insgesamt schreitet die Internationalisierung des Yuan voran und es scheint, dass es sich hierbei um einen etablierten Trend handelt und nicht nur ein kleines Strohfeuer ist das schnell verglühen wird.

Die Welt ist im Wandel und das bietet den Investoren neue Chancen. Ob diese nun in China, in Zentralasien an der Seidenstraße oder sonst wo liegen, überall ergeben sich durch diese Entwicklungen Chancen, die genutzt werden wollen.

Wirtschaftliche Zentren an der Seidenstraße

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