Jahresrückblick 2016 – Ein spannendes Börsenjahr geht zu Ende

 

Ein spannendes Jahr mit so einigen erratischen Ereignissen neigt sich dem Ende entgegen. Anfang des Jahres, im Februar, fand der kleine Bärenmarkt, der im April 2015 seinen Anfang nahm, seinen Tiefpunkt.

Ein Jahresrückblick 2016

Dieser Tiefpunkt (A) im Februar erfolgte parallel mit der Panik um die Solvenz der Deutschen Bank. Im Anschluss daran, nachdem sich nicht nur der Chef der DBK, sondern auch der ein oder andere verantwortliche Politiker sich zu Worte gemeldet hatte, stieg der Markt kräftig an und die „Krise“ war überwunden. Der Markt rettete sich in die Range, die der August Monats Bar im Jahr 2016 gebildet hat.

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Doch die Spannung verflog nicht und erneut wurden die Nerven der Marktteilnehmer mit dem BREXIT Votum auf die Probe gestellt. Die Eröffnung nach der Abstimmung erfolgte sehr Tief. Vor der Abstimmung notierte der FDAX noch bei ca. 10300 Punkten, um dann am folgenden Handelstag bei ca. 9300 Punkten zu eröffnen. Auch das Pfund wurde sehr hart getroffen und konnte sich bis heute noch nicht wieder erholen. Cable notiert im Vergleich zum Pre-BREXIT  Kurs ca. 15% tiefer. Der Euro konnte gegenüber dem Pfund auch enorm zulegen, doch hat sich hier die Lage etwas mehr entspannt und der Kurs liegt im EUR/GBP Pair „nur“ noch 10% über dem Pre-BREXIT Kurs. Es war auf jeden Fall weltweit ein sehr heißer Ritt, den bestimmt einige mit großen Verlusten quittiert bekommen haben.

Nach diesem Extrem (B) im Chart konnte sich der Markt erneut retten und die Fahrt Richtung Norden wurde wieder aufgenommen. Im August kam der Markt erneut ins Stocken, was man getrost der Sommerpause zuschreiben kann. Ab August wurde eine Stauzone gebildet, die im November mit der Wahl von Donald Trump zu Ende ging.

Wie zuvor kam es zu extremen Marktverwerfungen im FDAX, doch auch hier konnte sich der Markt wie zuvor retten, nachdem er ein neues höheres Tief (C) gebildet hatte.

Wie es ab hier in den Indizes weitergehen könnte dafür zog ich letztens schon im Beitrag „Blick von oben“ den PaF Chart heran. Hier möchte ich nur kurz die Charts nochmals hervorholen.

Die Aktienauswahl wird sich auch im kommenden Jahr weiter an den Themen Genetik, Nanotechnik und Robotik orientieren. Zu dem Bereich der GNR gehört natürlich auch der Bereich Machine Learning, Deeplearning und damit die Artificial Intelligence. Auch spielt beim Thema Nanotechnik der Bereich Energiespeicher und Solarzellen mit rein. Artikel die diese Bereiche behandeln werde ich in den kommenden Tagen immer wieder aus der Versenkung hervorholen, so dass ein wenig Lesestoff für die Festtage vorhanden ist.

In dem Musterdepot „Ein Plan meets Crisis Alpha“ wird diese Denke verfolgt.

In den USA habe ich am 09.11.2016 im Beitrag „Profiteure“ schon auf die Trump Gewinner und Verlierer verwiesen.

Nachdem die ersten Eindrücke verarbeitet sind, möchte ich hier meine Gedanken mit ihnen Teilen, welche Branchen von Donald Trump profitieren können.

Als erstes muss man natürlich die Kohle-, Gas- und Ölindustrie nennen, doch es werden noch einige mehr profitieren.

Wäre Clinton Präsidentin geworden, dann wäre es der Pharma Branche schlecht ergangen, doch jetzt wird der regulatorische Druck auf diese Branche abnehmen in Bezug auf deren Preis gebaren. Das ist hier für die Unternehmungen eindeutig positiv.

Eine weitere Branche die unmittelbar von Trumps Plänen profitieren könnte ist die Infrastruktur Branche. Will er nicht eine Mauer bauen? *lach*, nein, jetzt mal im ernst, sollte er seine Andeutungen in Bezug auf eine Verbesserung der Infrastruktur wahr machen, wird dass diese Branche beflügeln.

Auch sollten jegliche Maschinenbauer von Small bis High Cap die auf Automatisierung und Robotik spezialisiert sind profitieren, sollte er versuchen die einheimische Industrie Produktion wieder aufzubauen.

Im Gegensatz zu den genannten Branchen werden es Unternehmen die von Obama Care profitierten jetzt harten Zeiten entgegensehen müssen. Auch die Clean Energy Branche in den USA wird es in den nächsten Jahren nicht gerade leicht haben.

Länder die direkt unter diesen Wahlausgang leiden werden, werden wohl Saudi Arabien und Iran sein. Im Gegensatz zu diesen sieht China diesen Wahlausgang sehr gelassen und auf diesen hatten sie auch gehofft, wenn man den Äußerungen mancher Beamter trauen darf. Der Hauptprofiteur bei den Ländern wird vor allen Russland und deren Aktienmarkt sein, auch der RUB sollte profitieren.

Ein „Rückzug“ der USA, ein besinnen auf sich selbst, sollte allgemein auch positive Auswirkungen haben auf die gesamte Runde der BRICS Staaten. Vielleicht wird ein neuer Konsens gefunden über die Aufgaben und Platzverteilung der Staaten innerhalb der Weltgemeinschaft und ihren Institutionen, zu wünschen wäre es.

Ich denke der „Teufel“ Trump, als solcher wurde er in den deutschen Medien bisher dargestellt, wird am Ende für die ein oder andere positive Überraschung sorgen.

Ich hoffe der kleine Jahres Rückblick hat euch Lesern gefallen und solltet ihr die Tage hier nicht mehr reinschauen wünsche ich euch schon jetzt angenehme Festtage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

ORBP
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