Dieselprämie, Abwrackprämie oder Hybridprämie – Vorteile für Kunden?

Nachlässe könnten Geschäft kurzfristig stützen

Neuwagen im Turm
Neuwagen im Turm
 

Die meisten Menschen können das Wort Dieselskandal sicher nicht mehr hören. Außer natürlich die Hersteller, denn es winken mal wieder Umsatzzuwächse…

 

Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Begriffen für die neuen Aktionen in der Autolandschaft. Die als „Dieselskandal“ bekannt gewordenen manipulierten Messwerte sollen nun mit großen Prämien im Autosegment beseitigt werden. Besitzer eines „alten Diesels“ sollen mit deutlichen Prämien zur Anschaffung eines Neuwagens bewegt werden. Auf dieses Weise wollen die Produzenten das Thema vom Tisch wischen. Doch ist dieser ganze Zauber wirklich sinnvoll?

 

Dieselprämie gut für Kunden?

 

Natürlich freuen sich Menschen die sowieso einen Neuwagen anschaffen wollten über Nachlässe in welcher Form auch immer. Doch im großen Bild ergibt sich in den letzten Wochen ein vor allem für die Automobilindustrie vorteilhaftes Bild. Während weiterhin tausende Neuwagen „auf Halde“ stehen und nicht verkäuflich waren, könnten den Herstellern nun gelingen, einen ordentlichen Anteil dieser Fahrzeuge abzustoßen. Immerhin locken für die Käufer dieser Modelle ordentliche Rabatte. Natürlich wurden Rabatte in dieser Höhe auch vorher gewährt um die Absatzziele zu erreichen.

Allerdings sind sie nun offensichtlich und werden durchaus den einen oder anderen Käufer anlocken. Doch zu Ende gedacht dürfte klar sein, dass die Käufer kaum einen realen Vorteil von diesen Aktionen haben. Denn Neuwagen werden im Durchschnitt schon lange nicht mehr zum Katalogpreis gekauft. Doch unter dem Deckmantel von kräftigen Nachlässen, dürfte sich das Geschäft in der Tat nochmals ausweiten lassen. Doch was folgt dann?

 

Autobranche und die Zinsen

 

Schon lange warnen einige Autoren vor der kommenden Krise in der Automobilbranche. Vor allem der Anstieg der Zinsen könnte dabei das Zünglein an der Wage werden. Immerhin werden wohl die meisten Autos schon heute nicht mehr Bar bezahlt, sondern finanziert – in welcher Form auch immer.

Es wäre daher durchaus denkbar, dass gegen Ende 2019 und im Jahre 2020 Rücksetzer im Absatz zu erwarten sind. In einer solchen Situation wird sich die Resistenz gegen Krisen einzelner Hersteller zeigen. Vor allem dürfte das „Jobwunder“ in Deutschland damit in Gefahr geraten. Eine weiterhin stringent fortgeführte Nullzinspolitik könnte dieses Szenario allerdings im Keim ersticken. Doch noch stehen die Renditen auf dem Prüfstand, denn die EZB will die Ankäufe von Anleihen noch in diesem Jahr enden lassen. Ob es allerdings eine Abkehr von Dauer ist, darf schon heute angezweifelt werden. Wahrscheinlicher ist, dass die Notenbanken der Welt auch den nächsten Abschwung mit „billigem Geld“ bekämpfen werden.

Das dicke Ende für die Autobauer kommt auf der Überholspur

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