Die Digitalisierung in der Finanzbranche kommt knüppelhart!

 

In der Finanzwelt brodelt es gewaltig hinter den Fassaden. Der technologische Fortschritt hält jetzt auch im Finanzsektor Einkehr. Zudem kommen junge Start-ups (Fintechs) auf dem Markt, die die bislang bestehenden Konstrukte anzweifeln und neue innovative Wege bestreiten. Was die Digitalisierung in der Finanzbranche mit sich bringen kann, erfahren Sie in diesem Artikel.

 

Nach einer neuen Studie von MC Kinsey könnten in den nächsten paar Jahren bis 2030 rund 12 Millionen Jobs in Deutschland aufgrund der Digitalisierung wegfallen. Im Bankenbereich und dem Stand der Technik von heute ist eine Substituierbarkeit von 60-70% der Jobs möglich. Substituierbarkeit bedeutet, dass Jobs durch Computer oder computerähnlichen Maschinen sowie Roboter ersetzt werden können. Diese dramatischen Zahlen belegen meinen Eindruck, den ich derzeit habe. Neue zukunftsträchtige Kommunikationswege müssen bespielt, die Endkunden mehr informiert und neue Konzepte entwickelt werden. Chatbots, digitale Vermögensverwalter, Künstliche Intelligenz und die Streuung in die virale Welt, sprich das Internet, müssen massiv angegangen werden.

Schnellere Handhabbarkeit, eine benutzerfreundliche Oberfläche und mehr Agilität sind gefordert. Allein in der Kommunikationsbranche waren vor 15 Jahren noch 200.000 Jobs angesiedelt. Mittlerweile sind es nur noch 20.000, ein Minus von 90%. Dies kann auch der Banken- und Versicherungsbranche blühen, sollten die großen Häuser jetzt nicht mit Ihren Hausaufgaben anfangen.

 

Digitalisierung in der Finanzbranche – weitere Herausforderungen

 

Durch neue striktere Regularien seitens MIFID 2 und noch mehr Aufwand durch Papierkrieg wird man stattdessen immer weiter gehemmt schnell und im Interesse des Kunden zu arbeiten. Im Gegenzug macht sich eine Armada von jungen motivierten Fintechs an den Start, die motiviert bis an die Haarspitzen die Thematik durch flache Hierarchien und schnelle Kommunikationswege blitzschnell angehen. Im Bereich Zahlungsverkehr, Social Trading, Crowdinvesting, Crowdfunding und Peer to peer Lending tun sich neue Portale auf, die Investorengelder für Projekte gewinnen. Sie wachsen mit dreistelligen Prozenten im Jahr und gehen mit der Zeit.

Der Markt ist in einem riesigen Umwälzungsmechanismus. Kooperationen, Synergien, Übernahmen werden initiiert. Die Old Economy wird überrollt durch die New Economy, was folgende Grafik eindeutig kennzeichnet:

Die Plattform-Ökonomie auf einen Blick
Abbildung 1: Die Übermacht der Technologiekonzerne aus den USA[1]

Die Dominanz ist unverkennbar vorhanden bei den großen amerikanischen Plattformen, die die Welt mit Ihren Kanälen mittlerweile fest im Griff haben. Vorreiter in diesem Zusammenhang sind Apple, Amazon, Facebook, Google und Microsoft. Zudem gibt es immer mehr Stellenausschreibungen mit dem Titel: Business Development und Social Media. Ein weiteres Indiz, dass Fachkräfte in diesen Bereichen gebraucht werden. Wer sich IT affin gibt und sich weiterbildet, wird eine Chance haben, der Rest wird sang und klanglos untergehen und durch die Digitalisierung ersetzt.

Nach einer neuen Studie sind nach dem Stand der Technik von heute mittlerweile viele Jobs ersetzbar. Eine in meinen Augen erschreckende Grafik, die zeigt, welche dramatische Entwicklung uns noch bevorsteht.

 

Wer kann durch die Digitalisierung ersetzt werden?
Abbildung 2: Substituierbarkeit von Jobs differenziert nach Geschlecht.[2]

Dies zeigt sehr deutlich die Verteilung vom Helfer bis zum Experten. Je höher der Bildungsgrad oder die Weiterbildung vorangeschritten ist, umso weniger wird man entbehrlich sein. Trotzdem ist auch für den Spezialisten immer noch ein erhebliches Risiko von 35,7% vorhanden. In meinem Buch „Der digitale Wandel in der Finanzbranche“ habe ich dies noch unterteilt auf die einzelnen Branchen. Das Buch, welches auf Amazon mittlerweile zur Verfügung steht, gibt einen Einblick in das bestehende Bankenkonstrukt und in die neuen Innovationstechniken der Fintechs. Ein Buch für den interessierten Leser und Laien, was uns in Zukunft blüht in Deutschland.

 

 

Digitalisierung und MIFID 2 – Bankensektor muss reagieren

 

Die Wirtschaft und speziell die Politik in Deutschland haben in der Mehrheit dieses Thema verschlafen. Die Digitalisierung wird stark von amerikanischen Top Unternehmen angeheizt und neu befeuert. Es muss schnell agiert werden, um kompatible Lösungskonzepte dem Endverbraucher auf den Tisch zu legen. Mittlerweile sind die Endkunden einfache Bedienbarkeit und eine schnelle Umsetzung gewohnt. Im Bankensektor wird durch MIFID 2 der Vorgang aber nicht entschlankt, sondern eher künstlich aufgebauscht. Darunter leidet aber der Endkunde mit hohen Wartezeiten, intransparenten Dashboards oder einer übermäßigen Regulierung, die vieles hemmt. Sollte die Transformation nicht schnell gelingen und tragfähige Konzepte entwickeln, ist es nicht unwahrscheinlich, dass große Konzerne aus den USA auch im Bereich Versicherungen oder Banken Fuß fassen. Die Möglichkeiten und Potenziale sind schier unbegrenzt.

 

Hier erfahren Sie, was unsere Autoren Friedrich und Weik zur Digitalisierung in der Bankenbranche denken.

 

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Gerne berichte ich hier auf Trading-Treff.de weiter über die Digitalisierung in der Finanzbranche und baue damit auf meine jahrelange Erfahrung in der Betreuung vermögender Privatkunden auf.

Ihr Florian Müller

Transaktionen mit dem Smartphone: Mobiles Bezahlen ohne Bargeld

 

 

[1] Quelle: https://netzoekonom.de/vortraege/

[2] Quelle: Dengler/Matthes (2015,a,b), BERUFENET (2013), eigene Berechnungen.

Florian Mueller
Über Florian Mueller 1 Artikel
Florian Müller verfügt über jahrelange Erfahrung in der Betreuung vermögender Privatkunden. Die Digitalisierung im Finanzbereich ist seine Expertise, wie im aktuellen Buch zu erfahren ist. Als Speaker und Begleiter in finanziellen Themen ist Florian Müller ein TOP-Sparringpartner und Wegbegleiter, um Sie vor Fehlern in der Geldanlage zu schützen.

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