Der Angriff von Amazon beginnt und die Lebensmittelbranche zittert

Der Angriff von Amazon beginnt und die Lebensmittelbranche zittert
Der Angriff von Amazon beginnt und die Lebensmittelbranche zittert
 

Amazon, die Meister der Logistik, des Supply Chain Managements überhaupt, gaben in vergangenen Woche ein Übernahmeangebot für Whole Foods ab. Damit will sich Amazon ein weiteres Geschäftsfeld sichern und die Reaktion der Anleger konnte unmittelbar beobachtet werden. Die Aktien der Branchengrößen, wie Wal-Mart oder Costco, gaben direkt um mehrere Prozent nach, denn die Investoren fürchten eine ähnliche Entwicklung im Lebensmittelhandel wie zuvor bei den Buchläden. Der Angriff von Amazon beginnt und die Lebensmittelbranche zittert.

Amazons Angriff

Die angestrebte Übernahme von Whole Foods für $ 13,7 Mrd. bedeutet für die Branche tiefe Einschnitte. Aufgrund der hervorragenden Position in den Bereichen Supply Chain Management und der Digitalisierung von Geschäftsfeldern, wird Amazon einen Preiswettkampf im Lebensmittelhandel lostreten können. Auch die schon heute beachtliche Dominanz von Amazon wird der Branche zusetzen. Wieso sollte ein Konsument noch bei Wal-Mart verweilen, wenn er Amazon Prime Kunde ist?

Am Ende bietet Amazon alles an, was ein Konsument zum Leben braucht. Das ganze mit einer Benutzerfreundlichkeit verbunden, von der andere Marktteilnehmer nur träumen können. Sei es nun Same Day Delivery oder aber die Technische Möglichkeit den Konsumenten via Prime Account und Smart Phone abzurechnen (Amazon Go), da sieht es einfach schwarz aus für die Konkurrenz.

Ein weiterer Vorteil für Amazon ist es, dass es mit der Übernahme 431 Verkaufspunkte in den USA bekommt, die in sehr guter Lage liegen und eine „gehobene“ Kundschaft anziehen.

Durch die Digitalisierung wird sich hier, wie es auch schon in anderen Branchen geschehen ist, eine Deflationsspirale in Gang setzen, die zu immer niedrigeren Konsumentenpreisen führen wird. Dadurch wird der Druck auf die Produzenten erhöht, die eigene Effizienz zu steigern.

Die Digitalisierung der Nahrungsmittelerzeugung

Die Digitalisierung der Nahrungsmittelerzeugung ist schon jetzt im vollen Gange. Diese Entwicklung wird sich in Zukunft weiter beschleunigen, da sich durch die Digitalisierungsmöglichkeiten, die Effizienz heben lässt. Nur durch die strikte Modernisierung und Digitalisierung werden Farmer in Zukunft Gewinnbringend wirtschaften können.

Schon heute erobern Drohnen die Landwirtschaft. Sensoren überwachen die Feuchtigkeit des Bodens und dessen Zusammensetzung. Drohnen beobachten die Felder sodass frühzeitig und sehr gezielt gegen Schädlingsbefall vorgegangen werden kann, all das lässt die Kosten purzeln. Auch der Einsatz von Automatischen Traktoren Verbessert die Effizienz der Landwirtschaft.

Ein weiterer Punkt auf dem Weg hin zur Digitalisierung der Landwirtschaft sind Vertikale Gewächshäuser. Damit lassen sich Lebensmittel frei von Wettereinflüssen herstellen in einer kontrollierbaren Umgebung. Die künstliche Umgebung wird den massiven Einsatz von Saat-, Pflege- und Ernterobotern vereinfachen und damit zusätzlich die Kosten senken.

Denkt man den aktuellen Weg von Amazon weiter, kommt man zu dem Punkt, an dem sie versucht sein werden auch die Herstellung der Lebensmittel zu beeinflussen. Am Ende steht eine totale Dominanz deren Ende wohl nur durch ein Anti Trust Verfahren eingeleitet werden kann.

Die Zukunft ist Digital und kein Bereich wird sich auf Dauer dieser Entwicklung entgegenstellen können. Das muss man natürlich bei seinen Investitionsentscheidungen Berücksichtigen. In dem Artikel „Ein Plan entsteht“ behandelten wir schon einmal eine mögliche Portfolio Zusammensetzung, die diesen Beobachtungen Rechnung trägt.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen unserer Seite und ein erfolgreiches Investieren. Weitere Analysen finden an gewohnter Stelle.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr ORBP

 

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