Cannabis als Fondsinvestment oder Zertifikat – Medizin für Ihr Depot?

 

Worte wie Cannabis und Marihuana traute man sich in früheren Zeiten vermutlich kaum laut in den Mund zu nehmen. Wie sang einst Peter Tosh auf der Platte von 1976: Legalize it, don´t criticize it. Ich denke, er hätte sich sicherlich gefreut zu erfahren, dass sein Wunsch in Erfüllung gegangen ist. Gerade mit den rechtlichen Änderungen kann Cannabis nicht nur als Medizin für bestimmte Erkrankungen frei zugänglicher genutzt werden, sondern auch Medizin für Ihr Depot sein. Cannabis als Investment-Idee also, kann das gutgehen?

 

Grundlagen für den Cannabis-Konsum

Für medizinische Zwecke ist es Ärzten bei uns in Deutschland nun erlaubt, aufgrund des im März 2017 in Kraft getretene Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften, Patienten Cannabis-Arzneimittel zu verschreiben. Bei bestimmten Voraussetzungen können kranke Menschen auf Kassenrezept diese Therapie nutzen wie beispielsweise Schmerzpatienten. Eine Cannabisagentur wurde eingerichtet zur Kontrolle und Steuerung, Lizenzen wurden ausgeschrieben. Der legale Cannabis-Anbau in Deutschland steht offensichtlich kurz bevor.

Die Pflanzen benötigen viel Licht und Wärme, somit ist der Standort für den Anbau von Bedeutung. In weniger sonnenreichen Ländern wird der Anbau dann wohl mit etlichen Lampen und folglich erhöhten Stromkosten bewerkstelligt. Neben Anbaukosten sind auch beispielsweise Punkte wie Qualität, Sortenauswahl, Schädlingsbekämpfung zu berücksichtigen. Ich stelle mir das so vor: die Pflanzen werden in Plantagen angebaut, geerntet und anschließend transportiert. Es erfolgt die Weiterverarbeitung und Produktfertigstellung von der Pharmaindustrie. Zum Schluss holen Endverbraucher die Medizin in der Apotheke gegen Rezeptvorlage ab zum konsumieren. Wer Schmerzen hat, probiert eventuell alles mögliche aus um seine Leiden zu lindern. Naturpräparate werden sicherlich gerne Chemieprodukten vorgezogen.

Ist Cannabis ein Wachstumsmarkt?

Für Kranke hoffentlich ein Segen, für Unternehmen und Investoren möglicherweise ein zukunftsorientiertes Geschäft. Kurbelt dieses Geschäftsfeld die Wirtschaft an? Sind (starke) Umsatzsteigerungen zu erwarten? Neue Unternehmensgründungen, neue Geschäftssparten, Entwicklungs- und Forschungsarbeiten, Produktausweitung, Arbeitsplatzschaffung, Steuerfragen dürften hierbei ein Thema sein. Zulieferer und die weiterverarbeitende Industrie könnten mit profitieren. Und Anleger können Aktien aus dem Umfeld von Cannabis als Investment-Idee Ihrem Depot beimischen.

Zertifikat auf Cannabis-Aktien

Ein Paradebeispiel ist sicherlich das Medienwikifolio von wallstreet-online, welches allein im letzten Monat eine Performance von 43 Prozent aufweist und in eine Vielzahl an Produzenten, Vertriebsgesellschaften und weiteren Firmen aus dem Cannabis-Marktbereich investiert.

wikifolio zu Cannabis als Investment
Cannabis als Investment am Beispiel eines wikifolios

 

Neben diesem Management verschiedener Aktien als Zertifikat, kann man als Anleger sicherlich auch direkt in börsennotierte Aktien von Cannabis-produzierenden Unternehmen in unterschiedlichen Preislagen investieren. Dabei ist zu beachten, dass eine Vielzahl von Unternehmen in Kanada und Nordamerika angesiedelt sind. Zudem konnte ich bei meinen Recherchen einen Fonds finden, der Mitte letzten Jahres an den Start ging und bereits eine positive Performance ausweist:

Fondsanlage in Cannabis-Aktien

Horizons Marijuana Life Sciences Index ETF Trust Units –A-ETF, WKN A2DTQB

Auch dessen Entwicklung beeindruckt, wenngleich es ebenfalls ein recht junges Produkt ist:

Cannabis als Investment: Fonds
Cannabis als Investment: Fonds Entwicklung in Toronto

 

 

Die ganze Branche kann mit einem Cannabis-ETF abgebildet werden. Dazu hatte die Wirtschafswoche neulich erst den Artikel „Kiffen für die Rendite“ verfasst.

Auf die einzelnen Unternehmen und deren Aktien gehe ich vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt und bei bekundetem Interesse hier tiefer ein.

Mein Fazit zu Cannabis als Investment

Neben der medizinischen Verwendung ist auch die Legalisierung von Cannabis in vielen Teilen unserer Welt ein Gesprächsstoff. Stellenweise ist die Ampel schon von rot auf grün umgesprungen, siehe einige Bundesstaaten in den USA. Es kann kaum schaden, sich bei geplanten Investitionen in Aktien dieser Branche ausreichend zu informieren, insbesondere wenn es sich um ausländische kleinere Firmen handelt, die einem womöglich nicht geläufig sind. Nicht nur in Sachen Partnerschaft erscheint mir der Spruch „drum prüfe, wer sich (ewig) binde“ ratsam, sondern auch bei der Auswahl von Aktien. Treffen Sie für sich selbst gute Entscheidungen, bis zum nächsten mal,

Ihre „Finanzeule“ Anita Görner

Hinweis: Dieser Beitrag beinhaltet meine persönliche Meinung als privater Anleger, Hobby-Börsianer, Börseninteressierter und wurde von mir auf Freizeitbasis erstellt ohne Gewähr auf Richtigkeit und/oder Vollständigkeit. Keine Handelsempfehlung.

Anita Görner
Über Anita Görner 12 Artikel
Als "Eulenblick" enthält diese Kolumne einen unverfälschten und wachen Blick auf die internationalen Finanzmärkte. Dabei kommt weder der DAX, noch der Euro zu kurz. Das große Rundum-Bild, welches nur eine "Finanzeule" wahrnehmen kann, wird somit in regelmäßigen Abständen hier exklusiv skizziert.

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