Aktienkultur in Deutschland: Finanzeule schaut in die Schattenwelt

Aktienkultur in Deutschland: Finanzeule schaut in die Schattenwelt
Aktienkultur in Deutschland: Finanzeule schaut in die Schattenwelt
 

Im Alltag kaufen wir ständig Produkte und nehmen Dienstleistungen in Anspruch. Viele Unternehmen, die in Form einer Aktiengesellschaft geführt werden und deren Anteile an der Börse gehandelt werden, sind uns wenigstens vom Namen her bekannt. Doch was verbirgt sich dahinter? Über die Aktienkultur in Deutschland berichtet unsere Finanzeule. Dabei schaut Sie auch auf die andere Seite, die so genannte „Schattenwelt“ der Aktien.

 

Was wissen wir über die Aktienkultur in Deutschland?

Erschrecken Sie bitte nicht. Mit Schattenwelt sind nicht rein die Daten zu Wachstum, Rendite, Transparenz, Presseberichte, Geschäftsberichte, Dividenden und vieles mehr gemeint.

Dividenden – Mythen und Legenden

 

Denn gerade der Besuch einer Hauptversammlung kann interessant sein und eventuell sogar eine Bindung zwischen Anleger und Unternehmen herbeiführen oder verstärken.

Neben Aktien aus der ersten und zweiten Reihe gibt es jedoch auch Anteilscheine aus der dritten Reihe zu kaufen. So würde ich das bezeichnen und an meinen heutigen Gedanken hierzu (und damit auch der Schattenwelt) möchte ich Sie gerne teilhaben lassen.

Die Investition in ein kleineres, unbekannteres oder vielleicht sogar neu gegründetes Unternehmen kann Chancen und Wachstumspotential eröffnen, was zu Rendite fürs Depot führt, oder im ungünstigen Fall aus finanzieller Sicht zum Desaster werden. Kleinere Anlagebeträge können freilich mit hochspekulativen Aktien, hier seien Pennystock-Aktien erwähnt, eventuell leichter verschmerzt werden als größere Geldsummen, falls sich das Investment negativ entwickelt, wobei die Höhe der Investitionssumme individuell als klein oder groß eingestuft werden kann.

Welcher Anleger-Typ bin ich?

Es macht bei Kaufsummen über einer Taschengeldzockerposition vermutlich Sinn, sich vorab Informationen zu beschaffen für die Kaufentscheidung oder Ablehnung. Unter die Lupe nehmen könnte man Punkte wie diese: Branche, Assets, Geschäftsmodell, Management, Zahlen und Ziele der Firma, Aktienanzahl und Aktionärsstruktur sowie Umsätze an der Börse. Wo hat die Firma ihren Geschäftssitz, innerhalb oder außerhalb der Europäischen Union. Gibt es bei der Firmenadresse Büros mit Mitarbeitern vor Ort oder handelt es sich um eine sogenannte Briefkastenfirma. Wie ist die Erreichbarkeit, wer ist Ansprechpartner, existieren Beteiligungen oder verbundene Unternehmen.

Obendrein könnten neben dem Lesen veröffentlichter Informationen auf Firmen-Internetseiten oder sonstigen Lektüren wie beispielsweise von Newslettern eigene Recherchen sich vielleicht als lohnenswert erweisen. Bei Käufen über ein online-geführtes Depot handelt man schließlich auch eigenständig.

 

So schnell tauchen Sie in die Schattenwelt ein

Entwickelt sich die Firma gut und der Aktienpreis steigt, kann der Anleger zufrieden sein. Kommt ein Hype oder Zock, bei dem der Kurs explodiert, kann man sich sicherlich freuen, wenn man mit dabei ist und quasi den Lotterieschein richtig ausgefüllt hat. Aber auf der anderen Seite: welche Probleme könnten auftreten, die Zweifel aufkommen lassen oder das eingesetzte Kapital für einen langen Zeitraum blockieren oder verlustig erscheinen lassen? Dazu fallen mir ein paar Beispiele ein:

Eintritt unvorhergesehener Ereignisse. Beendigung des Börsenhandels. Die Firmen-Website löst sich in Luft auf. Veröffentlichungen erreichen Seltenheitswert. Angekündigte Maßnahmen werden nicht oder innert Frist umgesetzt. Ausstehende Geschäftsberichte. Schreiben bleiben unbeantwortet. Der Geschäftsgang und die Aussichten sind nicht mehr klar ersichtlich. Die persönlichen Fragezeichen im Kopf häufen sich.

Wer interessiert sich dafür oder hilft? Aktionärsschutzverein, Anwalt, Medien oder niemand? Was könnte eine Prüfung oder Beauftragung kosten und welche Ergebnisse wären denkbar? Oder ist man einfach nur selbst schuld, weil man gekauft hat? Gute Ratschläge von Leuten, die im Wesentlichen sagen, man sollte das Geld abschreiben, machen es sicherlich nicht besser – und deren Geld ist es auch gar nicht.

Was bleibt ist neben Wertminderung in der eigenen Kasse und entsprechenden persönlichen Emotionen vermutlich nur Abwarten und natürlich die Hoffnung auf bessere Zeiten bzw. einen Turnaround oder auch ein Comeback. Abgesehen von der Möglichkeit seiner Bank einen Auftrag auf wertlose Ausbuchung zu erteilen.

 

So kann die Aktienkultur wieder steigen

Informationen sind wichtig, und schließlich dürfte wohl niemand Geld übrig haben, um es aus dem Fenster zu werfen, im übertragenen Sinn. Recherchieren Sie daher immer vor einem Investment und halten Sie sich an ein entsprechendes Moneymanagement.

Eine gute Möglichkeit des Austauschs sind beispielsweise Foren oder auch Finanzmessen. Dazu haben wir Sie hier auf Trading-Treff schon mehrfach informiert und dies als „Thema Finanzmesse“ hinterlegt. Auch im April steht wieder ein Event dieser Gattung an. Denn vom 13. bis 14. April 2018 findet in Stuttgart die INVEST statt.

Kommen Sie gerne vorbei und besuchen Sie auch die marktEINBLICKE-Redaktion. Sie sind als Aussteller inHalle4, Stand 4B39 vertreten. Wer noch keine Eintrittskarte hat, schreibt schnell an: invest@markteinblicke.de

Bis bald,
Ihre „Finanzeule“ Anita Görner

Anita Görner
Über Anita Görner 15 Artikel
Als "Eulenblick" enthält diese Kolumne einen unverfälschten und wachen Blick auf die internationalen Finanzmärkte. Dabei kommt weder der DAX, noch der Euro zu kurz. Das große Rundum-Bild, welches nur eine "Finanzeule" wahrnehmen kann, wird somit in regelmäßigen Abständen hier exklusiv skizziert.

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