Trading-Treff-Wochenrückblick KW38 vor der Bundestagswahl

 

Europa befindet sich im Aufwind. In der vergangenen Handelswoche konnten der Eurostoxx, der DAX und auch die kleineren Indizes wie der TecDAX ein Plus aufweisen. Damit wurde die Wall Street, welche zwischenzeitlich neue Rekordmarken eroberte, outperformt. Das Sommerloch in Sachen Volatilität ist damit jedoch noch nicht beendet. Ebenfalls nicht der statistisch schlechte Monat September. Man sollte als Anleger daher noch eine Woche zittern, nicht nur wegen der Bundestagswahl. Auch das ist nun Thema im Trading-Treff-Wochenrückblick KW38 vor der Bundestagswahl.

 

Die Märkte im Rückblick

Vier Gewinntage und am Freitag 8 Punkte Minus nur. So macht der DAX den Anlegern Freude. Wohlgemerkt aber nur den Anlegern, denn Investoren sind zurückhaltend – in Europa wegen der morgigen Bundestagswahl. Hier wird zwar keine Überraschung erwartet, jedoch auch keine vorab feststehende Regierung. Über diverse Koalitionsmöglichkeiten gibt es durchaus Spielraum für kleine Überraschungen. Der Anteil der bisher noch „Unentschlossenen“ ist zudem auch ein Faktor, der ins Gewicht fallen könnte.

In den USA gibt es die Unsicherheit nach der FED-Sitzung, auf die wir gleich eingehen, und den noch immer schwierigen Konflikt mit Nordkorea. Dies spiegelte sich dann in der vergangenen Handelswoche im direkten Vergleich der Märkte optisch wider. Entnommen von finanztreff.de:

Trading-Treff-Wochenrückblick KW38
Der Rückblick auf die Märkte in der KW38

 

Die Fed-Sitzung brachte keine Zinsanhebung für die US-Bürger bzw. US-Banken hervor. Die Bandbreite bleibt zwischen 1 und 1,25 Prozent und soll nach aktuellen Aussagen erst im Dezember verändert werden. Doch einen Richtungswechsel in der Notenbankpolitik gab es schon jetzt. Die FED dreht sprichwörtlich den Geldhahn ab Oktober langsam zu. Das mittlerweile 4,5 Billionen Dollar schwere Anleihenportfolio soll verkleinert werden. Als „Quantitative Easing Program“ wurde es im Jahr 2008 nach der Finanzkrise ins Leben gerufen und aufgeblasen. Über mehrere Jahre hinweg soll dies nun marktschonend abgebaut werden. Pro Monat um 10 Milliarden mit steigender Tendenz.

Wie funktioniert dies? Recht einfach: Auslaufende Anleihen werden nicht erneuert. Im Jahr 2019 beträgt die Schrumpfung dann schon 600 Milliarden Dollar.

Und die Hurrikans? Nach Ansicht der Notenbanker haben diese keinen Einfluß auf die Konjunktur. Auch wenn hier einige Förderanlagen im Ölsektor betroffen waren. Dies nehmen wir erst einmal so hin.

 

Die Wall Street selbst reagierte recht gelassen und zeigte im Dow Jones mit Kursen über 22.400 und im S&P500 über 2.500 neue Rekordstände. Sie hielten nicht bis zum Wochenende stand, aber von einem Richtungswechsel sind diese Märkte weiterhin entfernt. Der DAX profitierte sicherlich auch am Rande von diesen Rekorden und nähert sich seinem Allzeithoch. Auf dem Weg dahin fehlen allerdings noch 2,77 Prozent. Vermutlich gab es hier vor der Bundestagswahl eine Art Zurückhaltung, die sich danach entladen könnte. Doch dazu an dieser Stelle mehr ->

 

Der Euro tauchte nach der FED-Zinssitzung einmal kurz unter die 1.19 ab und stabilisierte sich recht genau am Unterstützungsniveau, was Florian Forex HIER im Vorfeld prognostizierte ->

 

Eine Rückeroberung der 1.20 scheiterte am Freitag, doch noch ist der Trend auf Tagesbasis intakt. Und schon sind wir im Trading-Treff-Wochenrückblick KW38 vor der Bundestagswahl mittendrin in den Themen der Vorwoche.

 

Der Trading-Treff-Wochenrückblick KW38

In der 38. Kalenderwoche stand wie angedeutet die Zinsentscheidung der US-Notenbank FED erst einmal im Mittelpunkt. Dazu schrieb Florian Forex folgende Chartanalyse:

Chartanalyse Euro-Dollar am Scheideweg
Euro-Dollar am Scheideweg 1.20

Ob dieser Stillstand letztlich nur ein Verweilen oder eine neue Chance darstellt, hatte Peter Seidel entsprechend mit Text und Video aufbereitet:

EURUSD nach Fed und Draghi Stillstand
EURUSD nach Fed und Draghi Stillstand

Doch was sind die Alternativen? Sicherlich nicht das Festgeldkonto im aktuellen Zinsumfeld. Auch wenn die Sparquote in Deutschland weiterhin extrem hoch ist. Eine Alternative könnte Festgeld aus anderen Ländern sein. So suggeriert es zumindest der Zinssatz. Andreas Caras schaut dabei genauer hin:

Internationale Festgeldkonten sind nicht risikolos
Internationale Festgeldkonten sind nicht risikolos

Bei allen Diskussionen zum Dollar verloren viele Marktteilnehmer den Blick auf die BRICS aus den Augen. Doch der Autor ORBP hält Sie dazu auf dem Laufenden:

New World Order das Ende vom King Dollar
New World Order das Ende vom King Dollar

Vielleicht lohnt ein Blick auf die Rohstoffe mehr? Denn dort sind weitaus langfristigere Trends sichtbar, wie zum Beispiel im Kupfer. Gerade nach der IAA wurden hier die Themen E-Mobilität und dieser Rohstoff neu kombiniert:

Hohe Kupferpreise
Hohe Kupferpreise dank E-Mobilität

Rund um die FED berichtete Stephan Hillenbrand über den marktbreiten S&P500 Index aus seinem Trading-Office. Der Blick davor an dieser Stelle noch einmal:

Ausblick im ES Future zur FED
Ausblick im ES Future zur FED

Und zum Abgleich der Blick nach der FED noch einmal:

Ausblick im ES Future nach der FED
Ausblick im ES Future nach der FED

Blicken wir nun noch auf die kommenden Ereignisse. Die Bundestagswahl steht an und wie könnte es im DAX dazu weitergehen? Ein Ausblick wagt Bernecker1977 an dieser Stelle und beruft sich auf die Statistik und den Verlauf der Wahl in den USA:

DAX und die Bundestagswahl
DAX und die Bundestagswahl

Ob die Hausse dabei wirklich fortgesetzt werden kann, ist von vielen Dingen abhängig. Letztlich auch vom Nordkorea-Konflikt. Doch nüchtern betrachtet gibt es immer mehr warnende Stimmen aus dem Finanzmarkt. Diese möchten wir auch nicht zu kurz kommen lassen und zeigen hier die Meinung von deepinsidehps auf:

Ende der Rekordhausse
Ende der Rekordhausse

Wie dies polarisiert, erkennen Sie an den Kommentaren unter dem Artikel. Geben Sie ruhig Ihre Meinung mit ab – die Autoren werden sich freuen und gerne antworten. Denn diese Themenauswahl im Trading-Treff-Wochenrückblick KW38 soll Ihnen somit Lust machen, Ihre Aufmerksamkeit öfters auf diese Seite zu lenken.

 

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Ihr Martin Kronberg im Namen vom gesamten Autoren-Team auf Trading-Treff.de

Martin Kronberg
Über Martin Kronberg 55 Artikel
Martin Kronberg recherchiert kritisch an der Basis der Finanzmärkte. Dabei werden nicht nur Themen aus dem Bereich Trading, sondern auch andere wirtschaftliche Zusammenhänge erörtert. Auf anderen Portalen tritt Martin Kronberg stellvertretend für die Autoren des Trading-Treff auf.

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