Trading-Treff-Wochenrückblick KW33 – Stabilisierung nur Europa

Trading-Treff-Wochenrückblick KW33
 

Vom Wochenstart an konnte sich der europäische Aktienmarkt stabilisieren. Das Tempo wurde allerdings nicht durchgehalten und drehte zum Wochenausklang wieder. Doch in Summe blieb ein Plus übrig und ein Wechsel der Gemüter. Die noch vor einer Woche in Europa herrschende Unsicherheit schwenkte über den Atlantik zur USA hinüber und sorgte dort vor allem am Donnerstag für Ungemach. Was dabei der Auslöser war und was sich noch in der Börsenwoche ereignete, zeigt Ihnen nun der Trading-Treff-Wochenrückblick KW33 im Detail auf und stellt wie gewohnt spannende Themen aus der Vorwoche noch einmal gesondert vor.

 

Die Märkte im Rückblick

Ein entsprechender Marktüberblick sollte natürlich auch die Bewegungen der großen Aktienmärkte mit abbilden. Man sieht in der KW33 die eingangs beschriebene Erholung Europas und die Schwäche in den USA, welche im Chartbild zumindest erst einmal nur durch den Wochenschluss der Wall Street gestoppt wurde. Folgende optische Zusammenfassung ist immer am Wochenende auf finanztreff.de zu finden und nun hier als Einleitung für Sie abgebildet:

Trading-Treff-Wochenrückblick KW33
Der Rückblick auf die Märkte im Wochenverlauf

Die runde Marke von 12.000 Punkten gab dem DAX letztlich Halt und sorgte gleich zum Wochenstart für eine Erholung. Sicherlich auch durch die Deeskalation im Nordkorea-Konflikt, von dem keine neuen Drohungen ausgingen. Diese Erholung reichte bis in die Wochenmitte hinein und kam erst ins Schwanken, als die Notenbanken neue Impulse in die Märkte streuten. Das US-Notenbankprotokoll der FED lässt vermuten, dass die nächste Zinsanhebung bereits im September anstehen könnte. Und die EZB, und damit Mario Draghi, wird wohl nach den aktuellen Statements keine geldpolitische Wende einleiten. Vielmehr gab es Signale, dass der Euro zu hoch stände und Inflationsziele weiterhin wichtig sind. Die Anleihenkäufe dürften somit noch weitere Monate anhalten. Umgehend reagierte der EUR/USD darauf und unterschritt die 1,17 noch einmal deutlich. Aber auch das war nicht nachhaltig.

 

Der Dow Jones entfernte sich in der zweiten Wochenhälfte damit wieder von seiner runden 22.000er-Marke und bekam Druck aus der Politik. Dem US-Präsidenten Donald Trump laufen die Berater davon. Eine direkte Implikation auf seine Wirtschaftspolitik ist hierbei abzusehen. Insbesondere an Gary Cohn hängt beispielsweise das weitere Vorgehen bei den geplanten Steuersenkungen und der Abgang des Chefstrategen Stephen Bannon sorgte zwar politisch für Aufatmung und auch eine heftige Gegenbewegung an der Wall Street am Freitag, doch nachhaltig war auch diese nicht. Denn die Investoren mögen keine Unsicherheiten und ständige Personalwechsel. Aus diesem Grund dürfte auch hier noch keine Entspannung an der Tagesordnung stehen. Zwei ganze Beratergremien wurden des Weiteren gleich mit aufgelöst und der Dow Jones schloss letztlich auf dem Stand vom 25.07. und radierte damit knapp einen Monat an Kursgewinnen wieder aus. Das spiegelte sich dann konträr im Goldpreis wider, der kurzzeitig die 1.300 erreichen konnte. Die gestiegene Verbraucherstimmung der Uni Michigan am Freitag hatte hierbei keinen Einfluss auf die Märkte.

 

Mit Blick auf die Schuldenobergrenze in den USA, welche zum 29.09. in Kraft gesetzt wird, könnte sich die Personaldebatte noch einmal stärker auf alle Märkte auswirken. Doch bis dahin ist noch Zeit genug für den US-Präsidenten, mit Bedacht zu reagieren und zu regieren. Hoffen wir das Beste!

 

Ebenfalls im Fokus stand bei den Einzelwerten natürlich die spektakuläre Insolvenz von Air Berlin. Der Insolvenzantrag ist eingereicht, der Großaktionär Ethihad schießt diesmal kein neues Kapital nach, aber die Bundesregierung bürgt erst einmal mit einem Übergangskredit in Höhe von 150 Millionen Euro. Damit wurde sich Zeit erkauft, um die Insolvenz abzuwickeln bzw. noch alle Unternehmensteile zu einem annehmbaren Preis an die Konkurrenz zu verkaufen. Insbesondere die Lufthansa ist hier stark interessiert und der Konkurrent Ryanair entsprechend brüskiert. Ein Blick auf den Aktienkurs zeigt das Ergebnis für alle Aktionäre an – sie haben nichts zu lachen:

Trading-Treff-Wochenrückblick KW33
5 Jahreschart von Air Berlin

Quelle: finanztreff.de

 

Doch kommen wir an dieser Stelle zu den weiteren Themen, welche auf Trading-Treff für reges Interesse sorgten und hier für Sie noch einmal herausgestellt sind.

 

Der Trading-Treff-Wochenrückblick KW33

In der 33. Kalenderwoche standen vor allem Gold und einige Einzelwerte im Fokus der Autoren. Es gab an den Märkten keinen Crash und auch keine überraschenden Ereignisse, die ein Engagement der Investoren in große Trends gerechtfertigt hätten. Und so liest man in Marktberichten derzeit immer mehr die „Ebbe an Meldungen“ heraus.

Dennoch ist Trading und das Investieren an sich natürlich jederzeit möglich. Bei der aktuellen Volatilität sollte man jedoch seine Parameter und Erwartungen entsprechend anpassen. Allein der DAX hatte in der KW33 nur eine Schwankungsbreite von genau 220 Punkten – historisch sehr wenig. Dies ist auch am VDAX abzulesen.

 

Mehr Bewegung zeigte der Goldpreis. Bereits zum Wochenstart mit dieser Meldung:

Trumps Twitter Feeds
Trumps Twitter Tweets lassen Goldpreis steigen

Um das Thema gleich komplett abzuarbeiten, gab es dann am Freitag das Kursziel von 1.300 Dollar für alle Marktteilnehmer im Chart zu sehen. Darauf wurde auf Trading-Treff mehrfach hingewiesen und dann auch aktuell mit dieser Meldung eingegangen:

Marke 1300 im Gold
Gold an der 1.300

Auch womöglich rechtzeitig hat unsere neue Autorin (an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Willkommen!) die Märkte einmal komplett betrachtet und folgendes Bild gezeichnet:

Aktienrally
Finanzeule zur Aktienrally

Charttechnisch ist jedoch weiter Platz. So hat Jörg Mahnert beim S&P500 ein neues Kursziel in Aussicht gestellt. Man darf gespannt sein, ob auch hier die Analysemethode des Point and Figure mit Ruhe ans Ziel gelangt:

S&P500: Ziel bleibt bei 3020 Punkten
S&P500: Ziel bleibt bei 3020 Punkten

Auch an Einzelwerten fehlte es nicht. Zum Wochenstart wurden einige Edge-Aktien mit statistischem Vorteil hier vorgestellt:

Edge-Aktien KW33
Top Edge-Aktien der Börsenwoche

Am Deutschen Markt fiel zudem Nordex auf, welche beim aktuellen Ausschreibungsverfahren unter Druck geraten könnten. Die Analyse des Chartbildes liefert ORBP gleich mit:

Preisverfall beim Ausschreibungsverfahren Druck auf Nordex
Preisverfall beim Ausschreibungsverfahren Druck auf Nordex

Ungemach droht auch immer wieder bei der Deutschen Bank AG. Doch gerade nach der jüngsten Einigung um Anleihe-Handelspraktiken in den USA könnte sich die Lage aufhellen. Eine zugegeben provokante Headline zeigt dies hier nun auf:

Deutsche Bank Aktie
Deutsche Bank AG vor Kursexplosion?

Etwas abseits der großen Währungen widmet sich Trading-Treff auch den Kryptowährungen zu. Und dazu hat deepinsidehps eine klare Meinung, die er hier offen vorstellt. Es geht insbesondere um Bitcoin:

Bitcoin
Bitcoin als Schneeballsystem?

Davon etwas angespornt hat sich ein weitere Autor diesem Thema gewidmet und möchte ein selbst entwickeltes System auf dem Kryptomarkt handeln. Seien Sie gespannt auf die Ergebnisse und beobachten Sie seine Aktionen gerne mit:

Handel von Bitcoin
Bitcoin und Ethereum selbst handeln

 

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Viel Freude beim weiteren Besuch und vor allem auch viel Erfolg in der kommenden Woche,

Ihr Martin Kronberg im Namen vom gesamten Autoren-Team auf Trading-Treff.de

Martin Kronberg
Über Martin Kronberg 71 Artikel
Martin Kronberg recherchiert kritisch an der Basis der Finanzmärkte. Dabei werden nicht nur Themen aus dem Bereich Trading, sondern auch andere wirtschaftliche Zusammenhänge erörtert. Auf anderen Portalen tritt Martin Kronberg stellvertretend für die Autoren des Trading-Treff auf.

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