Trading-Treff-Ausblick für den 22. September 2017 mit DAX-Analyse

Trading-Treff-Ausblick
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Der Dax beendete seinen Handel am Donnerstag bei 12.600 und somit 31 Punkte über dem Schlusskurs 12.569 vom Mittwoch. Das Tief lag bei 12.582, das Hoch wurde bei 12.621 eingebucht.

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Tagesmarken:

Offene Kurslücken:

Basierend auf dem Schlusskurs 12.600 liegen 5 offene Kurslücken im Bereich von 3% Kursveränderung. Neu hinzugekommen ist das offene Gap des Schlusskurses vom Mittwoch (12.569).

Dax Tageschart

Die seit Juli präsentierte Wolfe Wave im Tageschart läuft weiter. Nachdem sich Dax am 6. September mit Tief 12.066 sehr genau an der oberen Trendlinie des Wolfe Keils verabschiedete, wurden als Ziele 12.430 und besonders das Doppeltop 12.575 genannt.
Seit der Verabschiedung an der Wolfe Keil OK konnte Dax bereits gute 540 Punkte zur Oberseite laufen.

Die genannte Zielmarke 12.575, die sich aus den Doppeltops 18. und 20. Juli bildet, konnte Dax nach 7 Handelstagen, wenn auch lustlos, per Gap und Schlusskurs knapp überwinden.

Die Ziellinie der Wolfe Wave wird am Donnerstag bei 12.899 verlaufen.
Die Tages- und Wochensicht bleibt weiterhin oberhalb der MOB Marke 12.177 bullisch. Als erster Schützengraben der Bullen muss die Oberseite der (Ex-) Widerstandszone bei 12.316dienen. 12.316 war seit Juli ein bedeutender Widerstand und sollte nun eine tragfähige Unterstützung bilden. Diese Marke darf (und sollte) also zu einem späteren Zeitpunkt oder im Zuge einer möglichen (Zwischen-) Konsolidierung getestet und von den Bullen kraftvoll verteidigt werden.

Mehr Worte muss ich über den Dax auch am Donnerstag nicht verlieren. Mit einer Handelsspanne von gerade einmal 39 Punkten nach dem Gap up ging es recht langweilig zu. Eine alte Börsenweisheit aus USA sagt „Never short a sleeping market“. Das bewahrheitet sich seit 8 Handelstagen. Die tägliche Volatilität macht Jahrestiefs und Treppen werden mittels Gap erklommen. Danach friert der Markt förmlich ein.

Wochenchart W1

Ich möchte eine alte Formation, die ich während der jüngsten Korrektur nicht mehr publizieren musste, entstauben und erneut präsentieren: Seit Februar 2016 verfolgen wir ein 5-0 Pattern im Wochenchart, dessen Mindestziel 13.124 beträgt.

Die jüngste Erholung, sofern diese anhält, könnte sich zu einer ABC (grüne Rechtecke im Chart) entwickeln, deren Ziel bei 13.384 läge. Hält man sich das Mindestziel des 5-0 Pattern bei 13.124 vor Augen, könnte sich in der Zone 13.124 – 13.384 die Strecke „D“ abwärts bilden, die nach Lehrbuch 50% des Anstiegs der Strecke B nach C korrigieren sollte.

Wenn wir in Unkenntnis der Zukunft 13.384 als Hoch der „C“ annehmen, muss danach die Strecke 8.996 nach 13.384 (4.688 Punkte) um 50% korrigieren. Das wären immerhin 2.340 Punkte abwärts oder ein Ziel bei 11.040.
Es lohnt sich also, dieses Pattern weiter zu beobachten, besonders wenn die Wolfe Wave aus dem obigen Tageschart ihr Ziel erreicht und in der Folge auch das Allzeithoch 12.952 angegriffen wird.

Stundenchart H1

Im H1 hat Dax das seit 8 Tagen umkämpfte 61.8% retracement 12.538 der Abwärtsstrecke 12.952 nach 11.869 überwunden. Die Bullen wollen diese Erholung halten, die Bären blockieren weiterhin den Pass über 12.600. Die beiden iSKS Ziele wurden abgearbeitet, das Ziel des bullischen Wedges bei 12.631 wurde nur um wenige Punkte verpasst. Wir haben also einen Zieleinlauf der Bullen, der sich (noch) seitlich konsolidiert. Diese lange Seitwärtsphase baut aber Druck auf und wird sich demnächst entladen müssen. Zu achten ist aktuell auf die grüne Unterstützungslinie, die am Freitag dicht am 61.8% Retracement 12.538 verlaufen wird. Das 61.8% RT ist das Tor zum Allzeithoch. Ginge es erneut auf Tagesschluss verloren, wäre das ein erstes Warnzeichen.

Geeignet für einen Ausbruch aus der Seitwärtsrange scheinen die Bundestagswahlen zu sein. Die etablierte Politik fürchtet ganz offensichtlich ein Erstarken der Linken und Konservativen, nachdem die Volksparteien SPD und CDU programmatisch kaum noch zu unterscheiden sind.
Sollten Linke und AfD bedeutend besser als erwartet abschneiden und somit eine Regierungsbildung erschweren, darf man mit einem ähnlichen Verlauf wie in USA rechnen: Ein bedeutendes Gap down in der Nacht zum Montag und danach die von EZB und anderen Kräften unterstützte Konterrally, die mehrere Tage anhält und sich selbst durch eindeckende Short Positionen nährt.
Kann die CDU mit Koalitionspartnern eine stabile Regierung bilden, rechne ich dagegen eher mit einer kurzfristigen Rally, die wieder abverkauft wird, ohne aber substanziell den Anstieg zu gefährden.

Ich sehe also zunächst noch keine Anhaltspunkte für eine anhaltende bedeutende Korrektur, die unter 12.316 führt.

Ich wünsche allen Lesern einen erfolgreichen Freitag und vorab ein spannendes politisches Wochenende!

 

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Intraday-Updates findet ihr wie immer im p30-LeserStream. Hier veröffentliche ich weiterhin den Trading-Treff-Ausblick in der Rubrik Trading.

Ihr Marius Schweitz

Marius Schweitz
Über Marius Schweitz 295 Artikel
Marius Schweitz ist seit 2001 aktiver Trader und Mitinhaber der Trading Community "Projekt30.de". Gehandelt werden Dax, US Indizes, Forex und Edelmetalle. Marius ist spezialisiert auf Wolfe Waves und die Verdichtung von Fibonacci Marken aus unterschiedlichen Zeitebenen, die sodann klare Ausbruchs- und Unterstützungsmarken ergeben.

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