Trading-Treff-Ausblick für den 2. Oktober 2017 mit DAX-Analyse

Trading-Treff-Ausblick
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Der Dax beendete seinen Handel am Freitag bei 12.828 und somit 124 Punkte über dem Schlusskurs 12.704 vom Donnerstag. Das Tief lag bei 12.722, das Hoch wurde bei 12.828 eingebucht. Dax beendete den Handel also exakt am Tageshoch.

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Tagesmarken:

Die seit Juli verfolgte Wolfe Wave im Dax macht ihrem Namen alle Ehre. Seit sich Dax am 6. September mit Tief 12.066 an der oberen Trendlinie des Wolfe Keils verabschiedete, ging es nur noch aufwärts. Nur an 3 der letzten 18 Handelstage gab es rote Ergebnisse zum Schlusskurs, die aber mit -13, -21 und -7 Punkten kaum der Rede wert waren. Rund 800 Punkte legte Dax seitdem zurück und ist per Schlusskurs Freitag nur noch 100 Punkte von seinem Wolfe Wave Ziel 12.927 entfernt.

Wochenmarken:

Der „schwache“ Monat September, auf den viele Short orientierte Trader warteten, entpuppte sich als bislang stärkster Monat des Jahres 2017. Alle 4 Wochen im September beendeten den Handel mit positiven Ergebnissen. In Summe konnte der September 686 Punkte zulegen. Und das trotz deutlicher Verwerfungen im politischen Gefüge. Ich schrieb im Ausblick zu den Bundestagswahlen, dass ich im Falle unerwünschter Ergebnisse von einem Gap down und anschließender Rally ausgehe, so wie wir es schon beim Brexit und den Wahlen Trumps zum US Präsidenten sahen. So kam es dann auch. Wer sich Short positionierte, wurde von den „interessierten Kreisen“ mittels eines langsamen aber beständigen Squeezes zu Treibstoff für die Rally verarbeitet. Eine Wolfe Wave im Tageschart ist und bleibt ein starkes Signal, das man nicht unterschätzen sollte.

Offene Kurslücken:

Basierend auf dem Schlusskurs 12.828 liegen 5 offene Kurslücken im Bereich von 3% Kursveränderung. Das weitere Gap up vom Donnerstag auf Freitag wurde nicht geschlossen, so dass das Gap 12.704 neu eingestellt wurde. Das letzte offene Gap auf der Oberseite bei 12.770 wurde am Freitag geschlossen. Nach oben gibt es also keine weiteren Kurslücken mehr.

Dax Tageschart

Im letzten Ausblick schrieb ich:

Die seit Juli präsentierte Wolfe Wave im Tageschart hat mittlerweile gute 700 Punkte zurückgelegt. Ermüdungserscheinungen sind (noch) nicht erkennbar.
Dax wird also in den kommenden Tagen zeigen müssen, aus welchem Holz er geschnitzt ist. Idealtypisch sollte die Wolfe Wave um den 2. Oktober herum, also Montag, die grüne Ziellinie bei 12.927 erreichen.

Erneut ging es per Gap up weiter nach Norden. Und die Rally beschleunigte sich. Seit Dax am Doppeltop 12.575 insgesamt 11 Handelstage verschnaufte und an der 12.575 mit drei Tageskerzen eine in den Ausblicken genannte bullische Flagge formte, brach er am Mittwoch mit einem Gap up aus dieser aus und näherte sich weiter dem idealtypischen Wolfe Wave Ziel 12.927 an.

Nach Lehrbuch wäre es ideal, wenn die obere Ziellinie an dem Tag erreicht wird, an dem sich die beiden Trendlinien des Wolfe Keils kreuzen (unten im Chart). Es muss also mit einem weiteren Gap up am Montag gerechnet werden. Sollte die Ziellinie erst später erreicht werden, würde das die Wolfe Wave nicht ungültig machen.

Als deutlich tiefer liegender Schützengraben der Bullen muss die Oberseite der (Ex-) Widerstandszone bei 12.316 dienen. 12.316 war seit Juli ein bedeutender Widerstand und sollte, selbst bei einer ausgedehnten Korrektur, eine tragfähige Unterstützung bilden.
Aus Tagessicht darf die auf der Bullenflagge liegende und überwundene 12.575 (Doppeltop aus Juli) nicht mehr per Tagesschluss unterschritten werden.
Für kurzfristig orientierte Trader wäre das Unterschreiten des Hochs aus Juli bei 12.676 ein Warnzeichen.
Nach oben, ich gehe darauf noch im Stundenchart H1 ein, wartet nur noch Widerstände bei 12.841, 12.851 und 12.896.

Stundenchart H1 Teil 1

Die in den Ausblicken als MOB Marke benannte 12.707 wurde vom Dax per Gap up überwunden. Damit war auch die Gefahr gebannt, dass Dax, der am Donnerstag eingekeilt zwischen Hoch Juli (12.676) und MOB Marke (12.707) handelte, aus dem Kanal fällt und so eine Korrektur einleitet. Mit dem Gap up wurde das Hoch Mai (12.841) Ziel, zumal sich Dax im Tagesverlauf von den 6 innerhalb der beiden Hochs Juli und Mai liegenden Wochenschlusskursen nicht bremsen lies. Die wurden einfach ignoriert, anders kann man es nicht benennen, wie der zweite H1 Chart gleich zeigen wird.

In dem aufwärts laufenden Kanal ist weiterhin eine Menge Luft nach oben. Abwarten muss man aber nun den Montag. Das letzte Retracement vor dem Allzeithoch in Form des 76.4% RT 12.696 ist überwunden.

Stundenchart H1 Teil 2

Die seit Dienstag präsentierte bullische ABC Bewegung extendiert weiter. Konnte man mit Erreichen des 100% Zieles 12.683 eigentlich schon zufrieden sein, dehnte sich die ABC mit Gap über die MOB Marke 12.707 weiter aus.
Die 6 unterschrittenen Wochenschlusskurse (lila) wurden am Freitag einfach überrannt und in der Folge sogar die 200% Extension der ABC bei 12.815 erreicht.

Am Montag wird sich zeigen, ob Dax ohne Zwischenkorrektur auch das Hoch Mai 12.841 und die 227% Extension 12.851 überwinden kann. Gelingt die Überwindung dieser nur 10 Punkte hohen aber wichtigen Zone, würde die nächste Fibonacci Zielmarke bei 12.896 in Form der 261.8% Extension warten. Und kurz oberhalb dann auch das Ziel der Wolfe Wave bei 12.927.

Im Ausblick zum Freitag schrieb ich:
Jeder Wochenschlusskurs, sofern erreicht und überwunden, wäre ein weiterer Schritt zur Ziellinie der Wolfe Wave aus dem Tageschart.

Dax hat mit Schlusskurs 12.828 alle 6 verlorenen Wochenschlusskurse überwunden. Aus Stundensicht muss am Montag auf die 200% Extension 12.815 geachtet werden, die gleichzeitig auch Schlusskurs der KW 23 war. Sollte die Marke nach unten verlassen werden, könnte das auf eine Konsolidierung der Aufwärtsbewegung seit „C“ 12.551 deuten.
Die zu erwartenden Korrekturmarken wären dann mit hoher Wahrscheinlichkeit 12.762, gefolgt von 12.722 und 12.689.
Bedenklich aus Bullensicht würde die Korrektur erst mit Stundenschluss unter 12.657.

Wochenchart W1

Wenngleich die Erholung im Dax weit fortgeschritten ist und eine Konsolidierung zwecks Abklopfen von tragfähigen Unterstützungen sinnvoll wäre, muss das nicht zwangsläufig eintreten.
„Die Rally nährt die Rally“ ist eine bekannte Behauptung, die hier zutreffen könnte. Oder wie in den USA oft gesagt wird „Climbing the wall of worries“, also die Wand der Bedenken erklimmen. Die Börsen Weisheiten beschreiben den Zustand, wenn scheinbar irrationale Anstiege sich gefühlt endlos fortsetzen. Genährt werden solche Anstiege durch Liquidität, da hat der Markt mit der EZB einen mächtigen Verbündeten, und Marktteilnehmern, die immer wieder glauben, dass nun genug des Anstiegs sei und sich Short positionieren.
Der Cocktail aus Liquidität und eindeckenden (somit kaufenden) Shorts stimuliert dann den Markt auf lange Zeit.

Es ist deshalb nicht ausgeschlossen, dass das von uns seit Februar 2016 beobachtete 5-0 Pattern im Wochenchart weiter fortschreitet. Dessen Mindestziel wartet bei 13.124. Wenn man die mögliche ABC Bewegung (grüne Rechtecke) seit 11.433 mit in die Betrachtung nimmt, gäbe es eine Zielzone im Wochenchart bei 13.124 – 13.384.
Das 5-0 Pattern dient uns bislang nur als Orientierung, denn die eigentliche Bestimmung dieses Patterns ist es, das Hoch zu erkennen und dann die Korrektur zu handeln. Sobald das Hoch erreicht ist, stünde nämlich eine 50% Korrektur der Strecke B nach C an. Da B am bekannten Tief 8.696 beginnt und irgendwo zwischen 13.124 und 14.816 endet, würde eine Korrektur Strecke machen. Sollte die C also ihr Hoch am Ziel der ABC bei 13.384 machen, wäre das Ziel des 5-0 Patterns 11.040, immerhin rund 2.350 Punkte.
Es lohnt sich also, dieses Pattern weiter zu beobachten. Es wäre erst dann ungültig, wenn 13.124 nicht erreicht und zudem 11.433 unterschritten würde.

Ich wünsche allen Lesern einen erfolgreichen Montag.

P.S.: Noch bis zum Dienstag ist eine Anmeldung für unsere 30-tägiges kostenloses FDAX-Coaching möglich: http://www.projekt30.de/jubilaeums-aktion/

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Intraday-Updates findet ihr wie immer im p30-LeserStream. Hier veröffentliche ich weiterhin den Trading-Treff-Ausblick in der Rubrik Trading.

Ihr Marius Schweitz

 

Marius Schweitz
Über Marius Schweitz 303 Artikel
Marius Schweitz ist seit 2001 aktiver Trader und Mitinhaber der Trading Community "Projekt30.de". Gehandelt werden Dax, US Indizes, Forex und Edelmetalle. Marius ist spezialisiert auf Wolfe Waves und die Verdichtung von Fibonacci Marken aus unterschiedlichen Zeitebenen, die sodann klare Ausbruchs- und Unterstützungsmarken ergeben.

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