Trading-Treff-Ausblick für den 16. Oktober 2017 mit DAX-Analyse

 

Der Dax beendete seinen Handel am Freitag bei 12.991 und somit 9 Punkte über dem Schlusskurs 12.982 vom Donnerstag. Das Tief lag bei 12.964, das Hoch wurde bei 13.036 eingebucht.

Charts zum Vergrößern bitte klicken

Tagesmarken:

Seitdem die Wolfe Wave mit 12.927 ihr Ziel erreicht hat, pausiert Dax und pendelt in einer engen Range. Am Freitag schaffte Dax mit 13.036 zwar ein neues Allzeithoch, dabei blieb es dann aber auch. Mit der runden 13.000 hat Dax also noch immer Probleme. Mögliche Gründe: Die Psychomarke 13.000, die erreichte 200% ABC Extension im Wochenchart bei 12.998 und der am 20. Oktober anstehende Optionsverfall.

Wochenmarken:

Dax beendete am Freitag die sechste Woche in Folge im Zugewinn. Wenn wir das kleine Wochenminus aus der KW 35 mit einbeziehen, hat Dax sogar 8 der letzten 9 Wochen positiv beendet.

Offene Kurslücken:

Basierend auf dem Schlusskurs 12.991 liegen 4 offene Kurslücken im Bereich von 3% Kursveränderung.

Dax 13.000

Während interessierte Kreise den Dax durchaus über 13.000 sehen wollen, bremsen den Dax neben der Psycho Marke 13.000 möglicherweise auch die Stillhalter, die bis zum Optionsverfall am 20. Oktober den Dax nicht über 13.000 sehen wollen.

Der Grund dafür: Die beiden größten Positionen liegen bei 13.000 (Call) und 12.250 (Put). Die Stillhalter wollen den Dax ungern über 13.000 laufen lassen, denn dann liefe die große Call Position ins Geld. Die Call Optionen würden also nicht für die Stillhalter lukrativ wertlos verfallen. Die Stillhalter müssten somit die ins Geld laufenden Call Positionen über 13.000 hedgen. Das geht nur, indem sie ebenfalls Long gingen. Das würde einen Anstieg über 13.000 natürlich aufgrund der Volumina beschleunigen, so dass durchaus schnell unser bullischer Zielbereich von 13.124 – 13.384 erreicht werden könnte.

Trotzdem begänne mit einem Sprung über die 13.000er Marke ein charttechnisches Minenfeld, in dem wichtige Ziele und gleichzeitig Widerstände aus übergeordneten Zeitebenen warten. Diese Marken wollen wir näher betrachten, denn es macht aktuell wenig Sinn, über den kurzfristigen weiteren Weg des Dax zu spekulieren, da wir uns in der Verfallswoche befinden.

2-Wochen-Chart (logarithmische Darstellung)

 

In der logarithmischen Ansicht wird deutlich, was in der linearen Darstellung nicht erkennbar ist: Es gibt eine Trendlinie, die ich als Supertrend bezeichne. Diese Linie hat ihren Ursprung im März 2009 am damaligen Tief 3.586. Zuletzt wurde sie im Juni 2016 mit dem bekannten Tief 8.696 getestet.
Der Supertrend befindet sich in der kommenden Woche bei 10.823. Wenngleich ich aktuell keinen Grund für einen Absturz nach 10.823 sehe, wird die Linie mit Sicherheit in der Zukunft getestet werden und dann entweder erneut ein Mehrjahres-Kauf werden oder -sofern sie nach 8 Jahren „Lebensdauer“ gebrochen wird- für eine gründliche Rasur des Marktes sorgen. Die wöchentliche Beobachtung und Aktualisierung der Marke ist also Pflicht!

2-Wochen-Chart (lineare Darstellung)

In der gleichen Zeiteinstellung, nun aber lineare Ansicht, darf man einen steigenden bärischen Keil vermuten. Dessen obere Trendlinie verläuft im Oktober bei 13.038. Das Hoch am Freitag wurde bekanntlich bei 13.036 eingebucht, so dass ein erster Test dieser bedeutenden Trendlinie erfolgte.
Die untere Trendlinie dieses möglichen Keils verläuft in der kommenden Woche bei 10.970. Will es ein Keil werden, so stünde demnächst (der Kurs kann sich längere Zeit an der oberen Trendlinie entlang hangeln) die 4 des Keils an. Ein (temporäres) Überschreiten der 3 des Keils muss einkalkuliert werden. Trotzdem gehört auch die 13.038 zu den wichtigen Marken in der kommenden Woche.

Wochenchart (lineare Darstellung)

Wenn wir nun in den Wochenchart wechseln, wird es etwas komplexer. Trotzdem ist er auch für Trading Novizen, sofern 5 Minuten Aufmerksamkeit investiert werden, gut erfassbar.
Lila gezeichnet ist das 5-0 Pattern zu sehen, welches wir seit Frühjahr 2016 unter Beobachtung haben. Ein 5-0 Pattern startet mit der 0 und setzt sich dann mit X,A,B und fort. Ein 5-0 Pattern erreicht mit Hoch der Strecke C sein Ziel und sollte dann regelkonform die Strecke von 8.696 zum Hoch der C um 50% korrigieren. Allerdings liegt der Zielbereich der C zwischen dem Mindestziel (161.8% Extension) 13.124 und maximal (223.6% Extension) 14.816. Die endgültige Länge der C kennen wir also noch nicht.

Ein Anhaltspunkt kann die obere Trendlinie des braunen Keils aus dem 2-Wochen-Chart sein, der in diesen Chart übernommen wurde.
Ein zweiter Anhaltspunkt wäre die grüne ABC Bewegung, deren Ziel bei 13.384 wartet. Interessant ist aber die Tatsache, dass ein leichtes Überschreiten der Keil OK und Anlaufen des Mindestzieles des 5-0 Patterns bei 13.124 das 5-0 Pattern auslösen könnte.

Wäre dem so, würde die Strecke 8.696 nach 13.124 (4.428 Punkte) zu 50%, somit 2.214 Punkte, korrigieren müssen und ergäbe ein Ziel bei 10.910 Punkten. Und würde damit sehr genau die braune untere Trendlinie des Keils anlaufen. Gleichzeitig wartet in dem Bereich auch die steigende Linie des Supertrends. Das wäre der perfekte Sturm und würde allen drei gezeigten Chartfiguren finalen Sinn geben.

Ich sehe aktuell zwar keinen Grund für eine so deutliche Korrektur, zumal zunächst die Aktivierung des 5-0 Patterns durch Erreichen des Mindestziels 13.124 erfolgen sollte. Andererseits hat kaum jemand mit einem 1000 Punkte Anstieg zum Ziel unserer Wolfe Wave gerechnet. Die hat aber auf den Tag genau ihr Ziel im Tageschart bei 12.927 erreicht und hangelt sich seitdem -wie prognostiziert- an der grünen Ziellinie entlang.

Es braucht also nicht immer ein Ereignis aus Wirtschaft oder Politik, um eine große Bewegung auszulösen. Es gibt aktuell noch keinen Grund Short Positionen zu eröffnen. Das genannte Minenfeld in Form von bedeutenden Zielen und gleichzeitig Widerständen oberhalb 13.000 ist aber hoffentlich deutlich geworden.
Zwischen 13.038 und 13.384 kann es also durchaus zu unerwarteten Einbrüchen kommen. Die bis zum Hals in Long Positionen steckenden Institutionellen und die Zentralbanken werden natürlich eine so große Korrektur zu verhindern versuchen. Käme es aber nach ersten kleineren Einbrüchen zu hoher Volatilität, wäre das ein erstes Zeichen, dass unerwartete Bewegung nach unten anstehen könnten.

Stundenchart H2

Bis der Markt uns erhellt, orientieren wir uns weiterhin am steigenden Kanal im Stundenchart H2, der sich seit dem letzten Tief 11.869 bildete. Seit Dienstag letzter Woche kämpft Dax in Zeitlupe und niedriger Volatilität an dessen unterer Trendlinie.
In der anstehenden Verfallswoche wird Dax also entweder aus dem Kanal fallen und vielleicht sogar die ersten Konsolidierungslevel bei 23.6% (12.760) oder auch das 38.2% RT bei 12.590 anlaufen. Sofern die Bullen den Ausbruch über 13.000 schaffen, kann es durch zum Hedgen gezwungene Stillhalter, die dann Calls kaufen müssen, auch unerwartet schnell nach 13.124 oder sogar 13.384 steigen.

Stundenchart H1

In der kleinsten Zeiteinheit die ich heute anspreche, dem Stundenchart H1, ist derzeit nur der Unterstützungsbereich 12.902 – 12.893 interessant. Die oberhalb verlaufende blaue F-Flagge wird von der bullischen Fraktion (noch) verteidigt. Ein Bruch dieser nur 14 Punkte hohen Zone 12.902 – 12.893 kann aber sehr schnell und ohne große Gegenwehr in den ersten Auffangbereich 12.646 – 12.551 führen.

Bis wir nach dem Geschiebe der Elefanten während der Verfallswoche wieder freieren Handel sehen, gilt das einfache Mantra, dass Dax oberhalb 13.038 Long zu sehen ist.

Tagesaktuelle Updates zu den großen Marken, kurzfristigen Entwicklungen und Intraday Trading Chancen gibt es wie immer im Premium p30 Blog.

Ich wünsche allen Lesern einen erfolgreichen Montag!

P.S.: Ein 14-tägiges Probeabonnement für den p30 Premium Blog (9.99 Euro) steht jedem Interessenten einmalig zur Verfügung.

Intraday-Updates findet ihr wie immer im p30-LeserStream. Hier veröffentliche ich weiterhin den Trading-Treff-Ausblick in der Rubrik Trading.

Ihr Marius Schweitz

Marius Schweitz
Über Marius Schweitz 257 Artikel
Marius Schweitz ist seit 2001 aktiver Trader und Mitinhaber der Trading Community "Projekt30.de". Gehandelt werden Dax, US Indizes, Forex und Edelmetalle. Marius ist spezialisiert auf Wolfe Waves und die Verdichtung von Fibonacci Marken aus unterschiedlichen Zeitebenen, die sodann klare Ausbruchs- und Unterstützungsmarken ergeben.

1 Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.