Trading-Treff-Ausblick für den 15. November 2017 mit DAX-Analyse

Der Dax beendete seinen Handel am Dienstag bei 13.033 und somit 41 Punkte unter dem Schlusskurs 13.074 vom Monat.
Das Tief lag bei 13.000, das Hoch wurde bei 13.139 eingebucht.

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Tagesmarken:

Da hängt der Dax nun seit Freitag schwingend zwischen 13.000 und 13.200 und man fragt sich, was letztendlich zu einem so überfallartigen Absturz von 500 Punkten führte.
Sicher, ich schrieb in den Ausblicken, dass ich jeden Anstieg über 13.124 (5-0 Pattern Aktivierung und 161.8% Extension der Strecke 8.696 nach 11.433) mit großer Skepsis sehe, aber meine Meinung kann sicher nicht den Dax bewegen.

Ich vermute, dass es das Streben nach Gewinnoptimierung ist. Nicht der Bären oder Bullen, sondern der neutralen Stillhalter, die die Optionen ausgeben und am Premium verdienen.
Ich schrieb dazu vor 8 Tagen, am 7 November und Tag des Allzeithochs 13.525, folgendes:

Am 17. November haben wir einen kleinen Verfall. Aktuell liegen im Bereich 13.500 bis 13.000 fast nur Call Positionen. Bleibt es dabei, werden also keine großen neuen Short Positionen eröffnet, wird das für die Stillhalter teuer, da sie reichlich auszahlen müssen. Da gibt es also nur zwei Lösungen:
1. Der Markt setzt deutlich zurück, so dass die Call Positionen oberhalb ca. 13.200 wertlos verfallen, oder
2. Die Stillhalter hedgen die im Gewinn befindlichen Positionen, indem sie ebenfalls -und deutlichst- ebenfalls Call Postionen aufbauen und so den Anstieg noch beschleunigen.

Ganz offensichtlich haben sich die Stillhalter entschlossen, dem Markt eine Kopfnuss zu verpassen und ihn in die Komfortzone 13.000 -13.200 zu schieben. In diesem Bereich verfallen nämlich die großen Call Optionen wertlos und auch die unterhalb 13.000 liegenden großen Put Optionen werden das Zeitliche segnen. Spiel, Satz und Sieg für die Stillhalter, wenn Dax bis Freitag in dieser Range bleibt. Es kann und darf also zum Wohle der Stillhalter langweilig werden.

Optionsdiagramm 

(Quelle Stockstreet.de):

Das einzige Risiko für die Stillhalter ist in den Tagen bis Freitag ein Angriff finanzstarker Bären oder Bullen, die eine Reaktion der Stillhalter notwendig machen würde. Wenn Marktkräfte den Dax erneut über 13.300 treiben, dort liegt, wie im Diagramm zu erkennen, eine große blaue Call Position, wären die Stillhalter gezwungen, diese Call Optionen zu hedgen. Sie müssten also ebenfalls Long gehen, um das zu verdienen, was sie auszuzahlen hätten. Gleiches geschähe, wenn eine Attacke zur Unterseite geritten würde, die den Dax unter 13.000 und besonders 12.700 brächte. Dann würden die Stillhalter massiv Short gehen müssen, um die ins Geld laufenden Put Optionen zu verdienen. Dieses Hedgen der Stillhalter könnte dann also Bewegungen durch entsprechendes Volumen deutlich intensivieren.

Dieses Gedschiebe kann man natürlich nur mit kleinen Indizes wie dem Dax veranstalten. Mit ein paar Millionen kann man im Dax schon kräftig in Wunschrichtung bewegen, um letztendlich mehr als den Einsatz zu verdienen. In den USA käme kein Stillhalter auf die Idee, den S&P derart zu schieben. Es wäre schlicht unmöglich, dieses Schwergewicht so über Bande zu spielen, wie es im Dax passiert.

Es bleibt also bis Freitag vorzugsweise langweilig, das dann innerhalb der Zone 13.000 bis 13.200. Oder es streut jemand den Stillhaltern Sand in das Getriebe. Dann dürfte es volatil werden.

Tageschart Dax

Dax hat am Dienstag unter der grünen steigenden Wolfe Wave Ziellinie geschlossen. Dem muss man nicht großes Gewicht beimessen, da wir uns in der Verfallswoche befinden. Trotzdem ist die Ziellinie ein Performance Gradmesser im Tageschart. Wie vermutet, hielt sich Dax nach Anlaufen der Ziellinie viele Tage dort auf, bevor er ausbrach. Will Dax zum Jahresende noch weiter steigen, wird er nach dem Verfall wieder die WW Ziellinie, aktuell bei 13.060, überwinden müssen.

Unterhalb stützen noch wichtige Monatsmarken und die MOB 12.909 als erste Bullenverteidigungslinie. Gingen die Hochs der Monate Mai und September bei 12.841 und 12.828 (dort liegt noch ein offenes Gap) verloren, könnte die Korrektur sogar deutlich Fahrt aufnehmen und einen Intraday Washout nach 12.575 auslösen. Aber so weit sind wir noch nicht.

Es bleibt zunächst für mich beim Mantra (auf Basis Schlusskurs): Unter 13.124 ist Dax Short, oberhalb Long.

2-Tages-Chart

Jede Kerze repräsentiert 2 Tage. Nach 8 Tagen gab sich Dax an der in den Ausblicken immer wieder genannten „kleinen aber feinen“ und nur 43 Punkte hohen Zone 13.481-13.524 geschlagen.
Am Freitag landete Dax sanft auf der zuvor überwundenen roten Ausbruchszone, die aus den MOB Marken 13.124 und 12.909besteht.
Am Montag und Dienstag kam Dax per Schlusskurs nicht mehr über unsere MOB Marke 13.124, die hier die 161.8% Extension der Strecke 8.696 nach 11.433 ist und zugleich das 5-0 Pattern aktivierte.

Wie im Chart beschriftet, sehe ich unterhalb 12.909 den Bullenmarkt zunächst als beendet an. Zudem besteht aus meiner Sicht unterhalb 12.124 die Möglichkeit, dass das 5-0 Pattern aus dem Wochenchart auf dem Weg zu seinem Ziel „D“ bei 11.111 ist.

Stundenchart H1

Die Abwärtsstrecke seit Allzeithoch 13.525 zum Tief am Montag bei 12.960 haben wir nun mit einem Fibonacci Rücklauf versehen. Die „Mindesterholung“ 23.6% bei 13.093 ist als Minimum zu erreichen, bevor man von einer beginnenden Erholung sprechen kann.

Selbst dann dürften aber 13.124, dort lag am Dienstag der Deckel auf dem Dax, 13.175 und besonders 13.309 Widerstand bieten. Ein recht gewichtiger Deckel liegt in Form der Widerstandszone 13.341 – 13.404 auf dem Dax, zumal innerhalb noch das 76.4% Retracement 13.391 liegt.
Mit dem Tief 13.000 am Dienstag könnte eine ABC Bewegung begonnen haben, deren Ziel am 38.2% RT 13.176 liegt.

Läuft die Korrektur unter 12.960 , wird die Unterstützungszone aus altem Allzeithoch 12.951 bis MOB Marke 12.909 zeigen müssen, aus welchem Holz sie geschnitzt ist.

Zunächst gehe ich aber, wie bereits geschrieben, von Verfallsgeschiebe bis Freitag aus, welches nur durch Bären- oder Bullenattacken gestört werden könnte.

Ich wünsche allen Lesern einen erfolgreichen Mittwoch!

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Ihr Marius Schweitz

 

 

 

Marius Schweitz

Marius Schweitz ist seit 2001 aktiver Trader und Mitinhaber der Trading Community "Projekt30.de". Gehandelt werden Dax, US Indizes, Forex und Edelmetalle. Marius ist spezialisiert auf Wolfe Waves und die Verdichtung von Fibonacci Marken aus unterschiedlichen Zeitebenen, die sodann klare Ausbruchs- und Unterstützungsmarken ergeben.

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