Trading-Treff-Ausblick für den 13. Oktober 2017 mit DAX-Analyse

Trading-Treff-Ausblick
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Der Dax beendete seinen Handel am Donnerstag bei 12.982 und somit 12 Punkte über dem Schlusskurs 12.970 vom Mittwoch. Das Tief lag bei 12.945, das Hoch wurde bei 13.002 eingebucht.

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Tagesmarken:

Seitdem die Wolfe Wave mit 12.927 ihr Ziel erreicht hat, pausiert Dax und pendelt in einer engen Range. Am Donnerstag schaffte Dax mit 13.002 zwar ein neues Allzeithoch, dabei blieb es dann aber auch. Mit der runden 13.000 bzw. der 200% Extension der ABC aus dem Wochenchart bei 12.998 hat Dax also noch immer Probleme. Mögliche Gründe: Die Psychomarke 13.000, die erreichte 200% ABC Extension im Wochenchart bei 12.998 und der am 20. Oktober anstehende Optionsverfall.

Offene Kurslücken:

Basierend auf dem Schlusskurs 12.982 liegen 4 offene Kurslücken im Bereich von 3% Kursveränderung.

Stundenchart H2

Im steigenden Kanal befindet sich dessen obere Trendlinie am Freitag bei 12.326, stündlich leicht steigend. Die untere Trendlinie des steigenden Kanals verläuft am Freitag bei 12.998, ebenfalls stündlich steigend. Am Donnerstag wurde erneut die Kanal UK getestet, ohne dass es zu einer Entscheidung kam.

Während interessierte Kreise den Dax durchaus über 13.000 sehen wollen, schließlich legen die USA ja seit Woche die Pace vor, bremsen den Dax neben der Psycho Marke 13.000, der 200% Extension aus dem Wochenchart bei 12.998 möglicherweise auch die Stillhalter, die bis zum Verfall am 20 Oktober den Dax nicht über 13.000 sehen wollen.

Der Grund dafür ist einfach erklärt: Die in Frage kommenden größten Positionen liegen bei 13.000 (Call) und 12.250 (Put). Die Stillhalter werden deshalb den Dax nicht über die 13.000 laufen lassen wollen, denn dann liefe die große Call Position ins Geld. Die Call Optionen würden also nicht wertlos verfallen, was die Stillhalter wiederum zwingen würde, die ins Geld laufenden Positionen über 13.000 zu hedgen. Und das geht nur, indem sie ebenfalls Long gehen.
Nimmt man die Short Positionen im CFD Bereich hinzu, die bei einem deutlichen Lauf über 13.000 gecovert werden dürften, kann das sehr schnell einen bedeutenden Lauf geben, der bis an unseren Zielbereich 13.124 – 13.384 geht. Das ist jedenfalls ein mögliches Szenario, wenn der Damm der Stillhalter bricht. Und die großen bullischen Marktteilnehmer wissen natürlich, das hedgende Stillhalter und einzudeckende CFD Short Positionen klasse Treibstoff nach oben darstellen. Das wird noch spannend am Freitag und/oder in der kommenden Woche.

Sofern Dax nicht über 13.000 ausbricht, fällt er alternativ aus dem Kanal und läuft die bullische Konsolidierungsmarke, das 23.6% Retracement bei 12.734, an. Auch das 38.2%RT 12.569 wäre als Konsolidierung noch bullisch zu sehen.
Tabu ist aber ein Bruch der Ausbruchsmarke 12.551, denn unterhalb könnte dieses Rally deutlicher korrigiert werden und bis nach 12.316 und 12.291 führen.

Minutenchart M15

Dax hat die gestern erwähnte kurzfristige bullische Chance genutzt. Ein descending broadening wedge (blau) hatte sich innerhalb der steigenden Flagge gebildet. Zum Handelsende hat sich Dax deutlich von der oberen Trendlinie abgesetzt. Bleibt es dabei, würde das gemessene Ziel (innere Höhe des Wedge an den Ausbruchspunkt gelegt) bei 13.051 warten.
Gelingt Dax nicht der Ausbruch, würde es im M15 nach Flaggenbruch und besonders unter 12.848 bärischer werden.

Dax Tageschart

Die seit langer Zeit beobachtete Wolfe Wave hat in einem furiosen Lauf bewiesen, wie potent diese besonderen Keile sein können.
Die erwarteten Topping Marken, sofern diese Rally mit Zielerreichung der Wolfe Wave nicht konsolidiert, wurden mit 13.12413.18213.200 und 13.384 benannt. Das ist eine 260 Punkte hohe Zone, durch die der Dax sich nicht so einfach arbeiten wird. Der dazu ausführliche Ausblick dazu wurde am 4. Oktober veröffentlicht.

Seit 8 Tagen schreibe ich:

Erfahrungsgemäß wird die Ziellinie der Wolfe Wave auch in den kommenden Tagen, vielleicht auch Wochen, eine Rolle spielen. Mit mehrfachem Anlaufen muss gerechnet werden, unabhängig davon, ob der Kurs zunächst über die Linie steigt oder sie nach unten verlässt.

Das passierte auch am Donnerstag. Dax arbeitete erneut in Zeitlupe an der grüne Ziellinie der Wolfe Wave, auf der er es sich nun seit 8 Tagen bequem gemacht hat. Sie wird am Freitag bei 12.966 verlaufen.

Bevor Dax nicht Intraday nach unten durchgereicht wird und sich zum Handelsende nicht mehr berappelt, oder mit einem kräftigen Gap down, das dann offen bleibt, den Rückwärtsgang einlegt, ist jedes Short Engagement im Zweifelsfall nur ein weiteres PS, das den Bullenkarren weiter bergauf zieht.

MOB Marken auf der Unterseite im Tageschart bleiben für mich weiterhin 12.951, 12.841, 12.676 und ganz besonders 12.575, das Doppeltop aus Juli, wo sich im Rücklauf die rote Bullenflagge bildete, die dem Dax den weiteren Schub zur Wolfe Ziellinie ebnete.

Für einen Blick über den Tellerrand hinaus und woher die genannten MOB Marken stammen, empfehle ich den ausführlichen Ausblick vom 9. Oktober 2017. Wie dort bereits erwähnt, muss man sich darauf einstellen, dass die im Wochenchart genannten Zielzonen angelaufen werden. Als Beispiel hier der logarithmische Quartalschart, jede Kerze also 3 Monate.
Dort haben wir eine schöne Keilformation, deren Ursprung im Jahr 2000 zu finden ist und die mehreren Berührungen an der oberen und unteren Trendlinie absolviert hat. Bis Ende Dezember wartet die obere Trendlinie bei 13.328.

Ich wünsche allen Lesern einen erfolgreichen Freitag!

P.S.: Ein 14-tägiges Probeabonnement für den p30 Premium Blog (9.99 Euro) steht jedem Interessenten einmalig zur Verfügung.

Intraday-Updates findet ihr wie immer im p30-LeserStream. Hier veröffentliche ich weiterhin den Trading-Treff-Ausblick in der Rubrik Trading.

Ihr Marius Schweitz

Marius Schweitz
Über Marius Schweitz 295 Artikel
Marius Schweitz ist seit 2001 aktiver Trader und Mitinhaber der Trading Community "Projekt30.de". Gehandelt werden Dax, US Indizes, Forex und Edelmetalle. Marius ist spezialisiert auf Wolfe Waves und die Verdichtung von Fibonacci Marken aus unterschiedlichen Zeitebenen, die sodann klare Ausbruchs- und Unterstützungsmarken ergeben.

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