Trading-Treff-Ausblick | DAX-Analyse | 26. Februar 2018

Trading-Treff-Ausblick
Trading-Treff-Ausblick
 

Der Dax beendete seinen Handel am Freitag bei 12.483 und somit 22 Punkte unter dem Schlusskurs 12.461 vom Donnerstag.
Das Tief lag bei 12.431 das Hoch wurde bei 12.513 eingebucht.

DAX Tagesstatistik
DAX Tagesstatistik

DAX Stundenchart H4 mit Fibonacci-Erholungsmarken

Das in den letzten Ausblicken immer wieder als MOB Marke erwähnte 23.6% Retracement 12.379, also die Fibonacci Mindesterholung der Abwärtsstrecke Kassa Hoch 13.597 zum Kassa Tief 12.003, wurde trotz vielfacher Tests von Montag bis Donnerstag an allen Tagen der abgelaufenen Woche per Schlusskurs verteidigt.
Das eröffnet dem Dax ab Montag die Chance, die nächsten Fibonacci Erholungsmarken, das 38.2% 12.612 und das 50% bei der runden 12.800 anzulaufen.

Gleichwohl bedeutet diese über 5 Tage gehaltene 23.6%RT 12.379 Fibo- Verteidigungslinie der Bullen auch ein Risiko: Würde sie in der kommenden Woche auf Basis des Schlusskurses brechen, dürfte die Korrektur sich fortsetzen und auch das Kassa Tief 12.003 oder das Tief des Futures bei 11.900 testen. Für mich bleibt bis zur Überwindung von 12.800 auf Schlusskurs Basis 12.379 die MOB Marke schlechthin.

Bullische Marken H4: 12.612 / 12.800 / 12.988
Bärische Marken H4: 12.379 / 12.003 /11.900

Dax Stundenchart H1 – Bärische Flagge

Nachdem ein möglicher Keil im Stundenchart H1 nach unten verlassen wurde, tendiere ich aktuell wieder dazu, die Erholung seit Tief 12.003 als (bärische) Flagge zu sehen. Deren obere Trendlinie verläuft am Montag um 9.00 Uhr bei 12.700, die untere bei 12.344, beide Marken stündlich ansteigend.
Bullisch würde es demnach über dem 38.2% Retracement 12.612 und besonders dann,wenn dem Dax der Ausbruch aus der bärischen Flagge nach oben gelingt, er also über die Flaggen OK bei 12.700 ansteigt.

Im Umkehrschluss wäre es ein sehr bärisches Signal, wenn Dax die MOB Marke 23.6%RT 12.379 und somit auch die Flaggen Unterseite erneut ansteuern würde. Dann könnte sich im Tageschart, darauf gehe ich noch ein, beim Bruch der Flaggen UK eine bärische ABC Bewegung ankündigen, deren mittelfristiges Ziel bei ca. 11.140 läge.

Bullische Marken H1: 12.612 / 12.700 (Flaggen OK, im Tagesverlauf steigend) / 12.800
Bärische Marken H1: 12.379 / 12.344 (Flaggen UK, im Tagesverlauf steigend)

Dax Stundenchart H1 – Teil2: Seitwärtsrange

Im zweiten H1 Chart sehen wir die blau gefärbte Seitwärtsrange, die sich innerhalb der (bärischen) Flagge gebildet hat. Dreh- und Angelpunkt, und damit umkämpfte Marke, ist die bekannte 23.6% Mindesterholung 12.379.
Auf der Oberseite begrenzte in der abgelaufenen Woche 12.516, auf der Unterseite stützte 12.274.

Deutlich wird, dass Dax einige Schützengräben der Bären vor sich hat, wenn er den Ausbruch aus der Seitwärtsrange und der (bärischen) Flagge probieren will.
Sofern ihm der Ausbruch aus der Seitwärtsrange OK 12.516 am Montag gelingen sollte, hätte er kurz darauf das 38.2% RT 12.612 vor der Nase. Bereits bei 12.651 stünde ein Doppeltop aus Future (im Chart nicht zu sehen, da Kassa Kurse) und Kassa Hoch vom 6. und 7. Februar im Wege.
Und rund 100 Punkte höher wartet die Zone 12.745 – 12.810, gebildet aus den Zwischentiefs Dezember 2016 und Januar 2017. In dieser Zone liegt zudem noch die 50% Erholung 12.800 der großen Abwärtsstrecke vom Allzeithoch zum Tief 12.003.

Oberhalb der Seitwärtsrange 12.516 müssen die Dax Bullen also schon schwere Geschütze auffahren. Ein erster Anhaltspunkt für einen Ausbruchsversuch wäre ein Gap up am Montag über 12.516, ohne dass es zu einem Gap close kommt. Dann könnte eine der bekannten Gap Rallys starten. Trotzdem dürfte dann die Zone 12.745 – 12.810 die erste Bewährungsprobe des Ausbruchs werden.

Bullische Marken H1, Teil 2: 12.516 /12.612 / 12.651 /12.700 (Flaggen OK, im Tagesverlauf steigend) / 12.745 / 12.800 / 12.810
Bärische Marken H1, Teil 2: 12.379 / 12.344 (im Tagesverlauf steigend) / 12.274

Dax Tageschart D1-  Broadening Top

Der Blick auf den Tageschart zeigt die Broadening Top / Trompeten Formation, die ich im Januar vorstellte und deren zwei Ziele nahezu punktgenau erreicht wurden. Damit ist diese Formation abgearbeitet. Die Trendlinien selbst dürften aber noch eine Rolle spielen.

Am Montag verläuft die untere Trendlinie dieser Formation bei 12.630 und ist im Tageschart Chance und Risiko zugleich. Brechen die Bullen über diese Marke aus (und damit auch über das 38.2%RT 12.612 aus dem Stundenchart) wäre das ein bullisches Signal. Es könnte das Eindecken erster Short Positionen auslösen, was die Bullen unterstützen würde. Und es könnte -sofern man einen ersten kleinen Short Squeeze der Bären auslöst- für ruckartig ansteigende Kurse an den Folgetagen sorgen. Deshalb schrieb ich eingangs von einer möglichen Gap Rally. Das soweit zu der benannten Chance der Bullen.

Das Risiko ist allerdings unübersehbar: Wird Dax deutlich an der unteren Trendlinie der Formation abgewiesen, könnten die Bären sich ein Herz fassen und versuchen die Erholung seit Tief 12.003 mit Bruch der (bärischen) Flagge abzuwürgen. Eine dann mögliche bärische ABC Bewegung nach Süden hätte ihr Ziel bei 11.140. Dazu müsste allerdings die sich mehrfach als kräftige Unterstützung bewährte Zone aus den beiden Monatstiefs März und April 2017 brechen. In dem Bereich dürften viele Stops der Bullen liegen, so dass bei einer einsetzenden ABC Bewegung und Bruch der Tiefs aus 2017 richtig Schwung gen Süden aufkommen dürfte.

Letztlich müssen wir abwarten, wie sich die aktuelle Seitwärtsrange im Stundenchart H1 und die Flaggenbildung auflöst.

Es bleibt weiterhin bei meiner Einschätzung seit vielen Tagen:

Jede noch so schöne 100 Punkte Kerze aufwärts ist für mich aus fundamentaler Betrachtung unbedeutend, solange Dax nicht mindestens über 12.810 den Handel beendet. Der Dax wird erst wieder beginnend bullisch, wenn er 12.745, 12.810, 12.909 und die bekannte 10 Punkte Zone 13.124/34 sowie 13.196 auf Tagesschluss bezwingt. Glaubwürdig bullisch wird er erst oberhalb der Widerstandszone 13.341 – 13.404!

Market Profile Wochenchart

Zum Abschluss noch ein Blick auf die Volumendaten aus dem Wochenchart, dargestellt im Tageschart. Die „Value Area“, also der Bereich, in dem sich 70% des gehandelten Volumens abspielte, ist hier für die abgelaufene Woche in blau hinterlegt.
Die Theorie dahinter ist, dass innerhalb der Value Area der Preis „fair“ ist, weil dort eben 70% des Volumens gehandelt wurde. Daraus ergibt sich, dass oberhalb der VAH (Volume Area High) der Dax (zunächst) überbewertet und unterhalb der VAL (Value Area Low) der Dax (zunächst) unterbewertet ist. Innerhalb der Value Area liegt noch der POC (Point of Control). An dieser Marke wurde das höchste Volumen in der jeweiligen Woche gehandelt.

Da sich Preis und Volumen täglich ändern, beobachtet man die Value Area und den POC auf Tages- oder Wochenbasis, um Rückschlüsse auf die Nachhaltig- und Glaubwürdigkeit von Bewegungen zu erhalten. Eine gute Erklärung zum Market Profile findet sich hier: http://www.tradesignalonline.com/lexicon/view.aspx?id=Market+Profile%C2%AE

Auf Wochenbasis sehen wir den POC der abgelaufenen Woche KW8 bei ca. 12.456 und den der Woche KW6 bei ca. 12.438. Das sollte nun aus Market Profile Sicht ein stützender Bereich sein, denn dort wurde hohe Volumina gehandelt. Es könnte sich also um einen durch Volumen gestützten Boden handeln. Im Umkehrschluss, der ist ebenso legitim, würde ein Bruch der beiden POC Marken aus KW8 und KW6 zur Vorsicht mahnen!

Updates zu wichtigen Marken, kurzfristigen Entwicklungen und Intraday Trading Chancen gibt es wie immer im Premium p30 Blog.

Ich wünsche allen Lesern einen erfolgreichen Montag!

P.S.:  Am nächsten Mittwoch den 28.02 machen wir zusammen mit Unpredictable, unserem FDAX-Trader, ein 2-stündiges ALMA-Webinar. Wir stellen unsere Handelsstrategie und 4 konkrete Handelsansätze für den DAX vor.  Der Zugangslink zum Webinar wird im p30-LeserStream geteilt. Kurze Registrierung genügt.

 

 

Marius Schweitz
Über Marius Schweitz 290 Artikel
Marius Schweitz ist seit 2001 aktiver Trader und Mitinhaber der Trading Community "Projekt30.de". Gehandelt werden Dax, US Indizes, Forex und Edelmetalle. Marius ist spezialisiert auf Wolfe Waves und die Verdichtung von Fibonacci Marken aus unterschiedlichen Zeitebenen, die sodann klare Ausbruchs- und Unterstützungsmarken ergeben.

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