Trading-Treff-Ausblick | DAX-Analyse | 07. Mai 2018

Trading-Treff-Ausblick
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Auch am Montag legte DAX weiter zu. Im Wochenend-Ausblick Video (https://goo.gl/oq1Wjj) ab Minute 13:40 gab ich für den DAX zur Oberseite drei zu erreichende Marken an. Das waren 12.882 (61.8% Fibo Erholung der gesamten Abwärtsstrecke), 12.909 (MOB Marke, im Video erläutert) und 12.951 (Allzeithoch aus 2017).
Alle drei Ziele arbeitete DAX ab und beendete seinen langsamen aber beständigen Anstieg erst an der 12.951, um bei 12.948 aus dem Handel zu gehen.

Zum Ausblick

Der DAX beendete seinen Handel am Montag bei 12.948 und somit 128 Punkte über dem Schlusskurs 12.819 vom Freitag.
Das Tief lag bei 12.813, das Hoch wurde bei 12.961 eingebucht.

DAX Tagesstatistik
DAX Tagesstatistik

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DAX Stundenchart H1 – Kaum Gegenwehr der Bären

Seit Überwindung des Jahres Pivot Punkt 2018 bei 12.618 legt DAX beständig zu. Auch die weiteren drei Zielmarken hat er abgearbeitet. Per Schlusskurs konnte er jedoch das Allzeithoch aus 2017 bei 12.951 nicht überwinden, – auch wenn dazu nur 3 Punkte fehlten.

Gewichtig ist jedoch, dass DAX die 61.8% Fibonacci Erholung 12.882 der Abwärtsstrecke Allzeithoch zum Tief 11.727 überwinden konnte. Es gab erstaunlicherweise auch nicht den Hauch einer Gegenwehr durch die bärische Fraktion. Da das 61.8% Retracement eine wichtige Wegmarke ist, rechne ich mit einem Backtest, vielleicht bereits am Dienstag, wenn England wieder am Handel teilnimmt.

DAX Stundenchart H1 - Kaum Gegenwehr der Bären
DAX Stundenchart H1 – Kaum Gegenwehr der Bären

DAX bleibt also seit Überschreiten des Jahres Pivots 12.618 Long, wie bereits am Freitag im Ausblick geschrieben. Er bleibt es auch, solange diese Marke nicht per Schlusskurs unterschritten wird. Als Vorwarnung einer drohenden Umkehr wäre nun auf einen Tagesschluss unter der MOB Marke 12.909 und besonders des 61.8% RT 12.882 zu achten.
Ausführlicher besprach ich die Lage im oben verlinkten Wochenausblick.

DAX Tageschart D1

DAX hat nun innerhalb weniger Handelstage wichtige Marken überschritten. Neben dem Pivot Punkt 2018 bei 12.618 (der wurde seit 7. Januar umkämpft) ist nun auch das wichtige 61.8% Retracement überwunden. Sofern es dabei bleibt, wartet die nächste wichtige Zone erst bei 13.124 – 13.155. Möglicherweise wird die runde 13.000 zuvor noch eine Rolle spielen.
Zur Unterseite, wie bereits geschrieben, ist nun auf 12.909 und 12.882 zu achten. Ein Unterschreiten auf Tagesschluss Basis könnte einen Backtest der roten Linie im Sand auslösen. Das ist der Jahres Pivot Punkt bei 12.618.

DAX Tageschart D1
DAX Tageschart D1

Dow Jones Industrial Wochenchart – Fibo-Unterstützungen

So kraftvoll DAX auch gen Norden stürmt, er wird irgendwann auf die Bestätigung und Unterstützung der US Indizes angewiesen sein.
Während DAX im Wochenchart (siehe Video Ausblick vom Wochenende) bereits wieder sein 23.6% RT überwunden hat, scheut Dow noch immer vor dieser Marke. Seit nunmehr 6 Wochen versucht Dow Jones sein 23.6%RT bei 24.556 zu überwinden, ohne dass er einen Wochenschluss über dieser Marke zustande brachte. Bei allem bullischen Sentiment im DAX muss man also auch den US Markt weiter eng beobachten.

Dow Jones Industrial Wochenchart - Fibo-Unterstützungen
Dow Jones Industrial Wochenchart – Fibo-Unterstützungen

Möglicherweise wird Dow Jones auch durch die drohende Aufkündigung des Atomvertrags mit dem Iran gebremst. Es gilt als wahrscheinlich, dass Trump am kommenden Samstag diesen Schritt gehen wird.

Trump plant nach den Worten seines Rechtsberaters Rudy Giuliani einen Umsturz in dem schiitischen Gottesstaat. „Wir haben einen Präsidenten, der knallhart ist, einen Präsidenten, der nicht auf Schwarzmaler hört, und einen Präsidenten, der dem Regimewechsel genauso verpflichtet ist wie wir“, sagte New Yorks ehemaliger Bürgermeister am Wochenende in der amerikanischen Hauptstadt.

Das damit erneut und weiteres Chaos im Nahen Osten entstehen wird, darf man als sicher annehmen. Zumal die Mullahs in Teheran dem „Wunsch“ aus USA wohl kaum freiwillig Folge leisten werden. Und Iran verfügt neben einer gut gerüsteten Armee mit Russland auch über einen Bündnispartner, den man in seiner Entschlossenheit ernst nehmen muss. Da kann man nur auf kühle Köpfe hoffen, denn an einem offenen Konflikt zwischen USA-Israel auf der einen und Iran-Russland anderen Seite kann keinem vernünftigen Menschen gelegen sein. Zumal im Falle einer Eskalation zwangsläufig auch die NATO involviert würde. Leider sind in der Trump Regierung nun Hardliner in den wichtigsten Positionen. Und mit welcher Sprache mittlerweile auf den Konflikt zugetrieben wird, kann man den Worten Giulianis entnehmen, der „Frieden nach Iran“ bringen will, indem er „das Regime und seine Unterstützer in Löcher unter die Erde bomben will, wo sie auch hingehören“. (https://goo.gl/EC9GsG)

Warum ich das so ausführlich anspreche: Neben der Gefahr eines großräumig eskalierenden Konflikts, kann jeder Militäreinsatz (sicher erneut nicht von der UN abgesichert) auch für einen kräftigen Absturz an den Märkten sorgen.

Updates zu wichtigen Marken, kurzfristigen Entwicklungen und Intraday Trading Chancen gibt es wie immer im Premium p30 Blog.

Ich wünsche allen Lesern einen erfolgreichen „turnaround“ Dienstag!

Marius Schweitz
Über Marius Schweitz 302 Artikel
Marius Schweitz ist seit 2001 aktiver Trader und Mitinhaber der Trading Community "Projekt30.de". Gehandelt werden Dax, US Indizes, Forex und Edelmetalle. Marius ist spezialisiert auf Wolfe Waves und die Verdichtung von Fibonacci Marken aus unterschiedlichen Zeitebenen, die sodann klare Ausbruchs- und Unterstützungsmarken ergeben.

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