Trading-Treff-Ausblick für den 9. Juni 2017

 

Der Dax beendete seinen Handel am Donnerstag bei 12.713 und somit 41 Punkte über dem Schlusskurs 12.672 vom Mittwoch. Das Tief lag bei 12.684, das Hoch wurde bei 12.740 eingebucht. Willkommen zum Trading-Treff-Ausblick.

Der Donnerstag mit EZB Sitzung, Comey Anhörung in USA und beginnenden Wahlen in England brachte heftige Volatilität mit sich. Was?!
Nun, es wäre schön, wenn der letzte Satz wahr wäre. Tatsächlich waren es homöopathische 56 Punkte Handelsspanne, mit denen Dax uns langweilte.

Während in USA sich S&P, Nasdaq und Dow mit neuen Allzeithochs abwechseln, am Donnerstag war der Dow an der Reihe, ging bei uns nichts. Da half auch Mario Draghi nicht, der erneut mit mehr und länger laufenden Stützungskäufen drohte und versicherte, dass das alles natürlich auch eine Wohltat für Otto Normalbürger sei.

Die Genickstarre im Dax hat aber ihre Ursache vielleicht auch im anstehenden großen Verfall am Freitag nächster Wochen.

Eine Abrechnung im Bereich 12.000 -12.050 wäre aus heutiger Sicht perfekt für die Stillhalter, weil es die beiden aktuell größten Call und Put Positionen eliminieren würde. Aber rund 700 Punkte abwärts kann ich mir aktuell kaum vorstellen. Jedenfalls noch nicht. Variante 1 ist also eher unwahrscheinlich.

Oberhalb 12.600 würden die Stillhalter, jedenfalls aktuell, auch nicht abrechnen wollen. Dort liegen nur noch größere Call Positionen, die in den Gewinn laufen würden. Für die Stillhalter wäre das teuer zwänge diese dazu, ebenfalls Call Positionen aufzubauen, um die im Gewinn befindlichen Calls ihrer Kunden zu verdienen.
Wenn das passiert, könnte ein Schub nach 13.000 damit ausgelöst werden.
Variante 2 ist also durchaus vorstellbar.

Somit lassen sich drei mögliche Szenarien aus den aktuellen Daten ableiten:

1. Abrechnung im Bereich 12.600 (höhere Wahrscheinlichkeit, es würde langweilig)
2. Abrechnung im Bereich 13.000 (Dürfte im Interesse der Banker und Bullen liegen)
3. Abrechnung im Bereich 12.000/12.050 als Knallbonbon (niedrige Wahrscheinlichkeit).

Variante 1. würde uns jedenfalls eine extrem langweilige kommende Woche bescheren. Wie immer werden wir das abwarten müssen.

Im Minutenchart M30 sehe ich eine mögliche windschiefe SKS Formation, die geeignet wäre, die unwahrscheinliche Variante 3 einzuleiten. Das große Ziel dieser möglichen SKS liegt immerhin bei 12.408 und könnte somit das „Bullenhauptquartier“ 12.404 aus dem M40 (Chart folgt etwas tiefer) überrennen. Dann bestünde die Möglichkeit, dass Dax schnell und sich beschleunigend auch bis nach 12.100 und tiefer fällt.

Aber, auch das gehört als Anmerkung zur SKS: Statistisch mutieren 46% der SKS Formationen zu falschen SKS und ziehen nach Vollendung der rechten Schulter nach oben ab, siehe grüne Pfeile. Die Nackenlinie verläuft am Freitag um 9.00 Uhr an einer bekannten Marke: Unserer MOB 12.660.

Minutenchart M30

Trading-Treff-Ausblick
DAX Chart

Im Minutenchart M40 haben alle Marken nach wie vor Geltung. Leider wurde am Mittwoch und Donnerstag die UK des Kanals durch vielfache Kreuzungen aufgeweicht. Das macht eine Beurteilung des Kanals nicht leichter. Größere Bedeutung auf Tages- und Wochensicht haben jetzt nur die beiden „Hauptquartiere“ 12.776 und 12.404.

Minutenchart M40

Trading-Treff-Ausblick
DAX Chart

Für Freunde der Statistik und Zahlen noch die Tagesergebnisse der letzten Wochen. Die durchschnittliche Volatilität nimmt weiter gegenüber 2016 ab und liegt nun gute 60% unter den Werten des Vorjahres. Wer sich also langweilt, kennt spätestens jetzt den Grund dafür.

Tageswerte Dax

Trading-Treff-Ausblick
DAX Volatilität

Ich wünsche allen Lesern einen erfolgreichen Freitag! Und denen, die noch immer tapfer Skibrillen und Bärenhelme tragen, eine dynamische Abfahrt nach 12.408. Verdient haben die Bären das… sie stehen seit Monaten behelmt und auf Skiern am Hang und blicken auf grüne Almwiesen. Warten wir´s ab, mit etwas Glück schneit es mal ein paar Tage.

Marius Schweitz
Über Marius Schweitz 287 Artikel
Marius Schweitz ist seit 2001 aktiver Trader und Mitinhaber der Trading Community "Projekt30.de". Gehandelt werden Dax, US Indizes, Forex und Edelmetalle. Marius ist spezialisiert auf Wolfe Waves und die Verdichtung von Fibonacci Marken aus unterschiedlichen Zeitebenen, die sodann klare Ausbruchs- und Unterstützungsmarken ergeben.

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