Stimmiges Bild im DAX: Chart und Signal von DAX-Raptor

 

Einen Tag vor der mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung in den USA halten sich Anleger mit größeren Engagements zurück. Nach seinem positiven Wochenstart hat der Dax am heutigen Dienstag (19.09.2017) eine Atempause eingelegt. Vor der mit Spannung erwarteten Leitzinsentscheidung der US-Notenbank Fed zur Wochenmitte wollten die Investoren nunmehr keine großen Risiken eingehen. Es ergibt sich ein stimmiges Bild im DAX: Chart und Signal von DAX-Raptor werden nun, neben den Risiken aus den USA, hier vorgestellt.

 

Vola-Gründe kurz benannt

 

Doch die bevorstehende Zinsentscheidung ist nicht das einzige Risiko, das den Anlegern droht. Nachfolgend eine kurze Auflistung möglicher (auch politischer) Risiken, die auch Einfluß auf den DAX haben könnten.

 

Mueller-Ermittlungen

Die andauernden Untersuchungen des US-Sonderermittlers Robert Mueller stellen eine latente Bedrohung für die Aktienmärkte dar. Seit dem 17. Mai geht der frühere FBI-Direktor möglichen Verbindungen von US-Präsident Donald Trump zu russischen Regierungskreisen nach. Über den momentanen Stand der Ermittlungen lässt sich nur mutmaßen – Mueller gibt keine öffentlichen Stellungnahmen ab.

 

Bundestagswahl

Auch wenn ein Kanzlerwechsel hierzulande derzeit unwahrscheinlich erscheint: Die Bundestagswahl am 24. September wird an den Börsen genau beobachtet werden. Denn eine Veränderung der bestehenden Regierungskoalition sowie das Erstarken populistischer Kräfte könnte auf Anlegerseite ebenso zu Unsicherheiten führen.

 

EZB-Sitzungen

Tagt der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB), spitzen alle Börsianer ihre Ohren. Was EZB-Chef Mario Draghi bei der obligatorischen Pressekonferenz verkündet, hat mitunter gravierende Auswirkungen auf den Kursverlauf. Derzeit steigt der Druck auf die Notenbanker ihre ultralockere Geldpolitik zu beenden. Konkrete Ankündigungen werden im Herbst erwartet, nachdem Draghi Anleger auf der Sitzung Anfang September erneut vertröstet hatte.

 

Bank of England Report

Im Zuge der Brexit-Verhandlungen kommt den Berichten der Bank of England (BoE) besondere Bedeutung zu. Der nächste vierteljährliche Inflationsreport der britischen Zentralbank erscheint am 2. November. Laut dem Finanzinstitut würden die Auswirkungen des Brexit für britische Bürger schon jetzt durch steigende Lebensmittelpreise spürbar. Zuletzt hatte die Bank die Aussicht auf Wirtschafts- und Einkommenswachstum zurückgeschraubt und die Inflationsprognose auf 2,7 Prozent erhöht.

 

OPEC-Sitzung

Am 30. November findet die nächste Tagung der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) statt – ein Schicksalstag für alle Anleger. Zuletzt hatte die OPEC eine gemeinsame Produktionskürzung beschlossen, um den Ölpreis zu stabilisieren und eine Übersättigung zu verhindern. Die Vereinbarung – mit einer Laufzeit bis Ende März 2018 – wurde jedoch nicht von allen Ländern eingehalten.

Dieser kurze Auszug an möglichen Risiken mit Einfluß auf die Märkte und im Speziellen dem DAX zeigt, daß der Einsatz automatischer Handelssysteme durchaus nervenschonender sein kann.

 

Was macht das Trading?

Als leuchtendes Beispiel möchte ich an dieser Stelle die jüngsten Trades des Expert Advisors DAX-Raptor anführen. In meinem ersten Artikel stellte ich eine Prognose darüber, wann DAX-Raptor eine Short-Position öffnen könnte. Dies trat auch am 14.09.2017 ein – Sie können es HIER nachlesen.

 

Nun direkt zum Chartbild des DAX:

 

Stimmiges Bild im DAX
DAX-Raptor mit Chartbild und Trades

 

Heute hat DAX-Raptor seine Klauen ausgefahren und gleich zweimal zugeschlagen. Der erste Short-Trade wurde heute um 13:00 Uhr bei einem DAX-CFD Stand von 12.553,57 geöffnet (siehe Punkt 1 in der Grafik) und mit einem Gewinn etwa eine Stunde später wieder geschlossen.

 

Um 14:26 Uhr wurde – bedingt durch eine kurze Erholung des DAX – erneut eine Short-Position geöffnet (siehe Punkt 2 in der Grafik). Während der kurzen Erholungspause des DAX Kurses nach dem vorangegangenen Kursfall, war das Umfeld aus Indikatorensicht wieder gegeben, um erneut einen Short-Trade einzugehen.

 

Welche weiteren Trades könnten folgen?

 

Da ein weiterer Short-Trade aufgrund der Indikatorenkonstellation nicht möglich ist, ist eine neue Handelschance erst wieder auf der Long-Seite zu suchen. Das bedeutet, der Heikin Ashi Chart muß einen Trendwechsel indizieren (Farbwechsel von jetzt rot nach grün) und auch der RSI-Indikator muß ein korrespondierendes Signal liefern.

Ausschlaggebend könnte die oben bereits erwähnte Bilanzverkleinerung der Fed am Mittwoch (20.09.2017) sein. Wie die Notenbank die Bilanz verkleinern wird, ist bereits bekannt. Im Juni wurde der Plan dargelegt. Jetzt warten alle nur noch auf den Startschuss. Aller Voraussicht nach wird es am Mittwoch losgehen oder besser gesagt, die Fed wird ankündigen, wann sie loslegt. Sie wird wahrscheinlich ab Oktober ihre Bilanz um 10 Mrd. USD pro Monat verkleinern. Danach wird dieser Betrag quartalsweise um weitere 10 Mrd. USD erhöht, bis der Maximalwert von 50 Mrd. USD pro Monat erreicht ist.

 

Bis zum nächsten Mal sagt Andreas Cara.

Andreas Cara
Über Andreas Cara 15 Artikel
Andreas Cara ist ein passionierter Unternehmer, Finanz-Freak und Gründer von NavigatorFX.com - dabei liegt sein Fokus seit 15 Jahren auf Finanzen und Technologie. Er bevorzugt im Trading Devisen und CFD's. Andreas Cara hat ein tiefes Verständnis von der Metatrader Programmiersprache MQL und erstellt automatisierte Handelssysteme, wie den DAX-Raptor, für die Handelsplattform Metatrader 4.

3 Kommentare

  1. Gefühlt wäre ich auch eher auf der Bullenseite zu finden im DAX. Allerdings ist keine Position auch eine Position für heute.

    • Hallo deepinsidehps,

      es kam, wie es kommen musste: DAX-Raptor hat gestern Abend – aufgrund einer entsprechenden Marktlage – prompt noch eine Long-Position geöffnet, die bis jetzt gut läuft. In Kürze wird dieser Trade hier sicherlich erläutert.

      Bis bald

      Andreas Cara

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.