Steigender Euro zwingt den DAX in Seitwärtsbewegung: Chartanalyse

Der weiterhin steigende Kurs des Euro hat am Montag erneut für wenig Begeisterung am deutschen Aktienmarkt gesorgt. Der Leitindex Dax schloss mit einem Minus von 0,34 Prozent  bei 13.200,51 Punkten und knüpfte damit an die durchwachsene Vorwoche an. Da die US-Börsen aufgrund des Feiertags „Martin Luther King Day“ als Impulsgeber ausfielen, blieben auch die Handelsumsätze vergleichsweise übersichtlich. Fast 1,23 US-Dollar in der Spitze bedeuten den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. Ein starker Euro gilt als Belastung für die exportstarken und exportabhängigen deutschen Unternehmen, da ihre Produkte für Käufer außerhalb des Währungsraums tendenziell teurer werden. Letztlich zwang der steigende Euro den DAX in eine Seitwärtsbewegung.

Wie verlief der Handel zum Wochenauftakt?

Erneut bewegte sich der DAX in der Range des Vortages. Wie schon der vergangene Freitag bildete damit auch der Montag einen Inside-Day aus. Ein erneut steigender Euro verhinderte Erholungsversuche des DAX. An der Wall Street wurde am Montag aufgrund des „Martin Luther King Day“ nicht gehandelt. Folglich gab es von dort keine Impulse für den DAX.  Die in meinem gestrigen Beitrag in Aussicht gestellten Ziele bzgl. eines steigenden Marktverlaufes spielten zum Wochenauftakt keine Rolle. Der DAX konnte am Montag sowohl das Tageshoch wie auch das Tagestief vom Vortag nicht durchbrechen – typische Kennzeichen eines Inside Days. Die in meinem Ausblick für den Montag genannten Einstiegs- und Zielmarken kamen – mit erneuter Ausnahme des Bruchs der 13.200er Unterstützung – nicht zum tragen. Das erste Ziel – das Tagestief vom Freitag – wurde knapp verfehlt. Viel mehr kam dann nicht mehr vom DAX. Insgesamt bewegte sich der DAX in einer Bandbreite von etwa 30 Punkten oberhalb und unterhalb der Marke von 13.200 Punkten und schloss knapp oberhalb dieser Marke.

Hier mein Chart (M15) zum Handel am Montag:

Der DAX bildete erneut einen Inside-Day im 15 Minutenchart: Steigender Euro zwingt den DAX in Seitwärtsbewegung
Der DAX bildete erneut einen Inside-Day im 15 Minutenchart

 

Steigender Euro zwingt den DAX in Seitwärtsbewegung auch am Dienstag?

Leicht steigende Tagestiefs bescherte die Seitwärtsbewegung seit dem vergangenen Donnerstag. Immerhin hielt dieser Bereich bisher trotz des steigenden Euro und zum Handelsende stand der DAX in dieser Seitwärtsphase immer – wenn auch teilweise knapp – über der Unterstützung bei 13.200 Punkten.

Aufgrund des erneuten Inside-Days haben sich die Handelsansätze im Vergleich zum Ausblick für den Wochenauftakt kaum geändert.

Sollten der DAX über das Tageshoch vom Montag steigen, wäre zunächst zunächst das allerdings sehr knapp darüber liegende Tageshoch vom vergangenen Freitag ein mögliches Ziel. Da sich ein Trade bsi in diesen Bereich kaum lohnt, sollte ein möglichst dynamischer steigender Markt die Kurse in den Bereich der Marke von 13.300 Punkten treiben. Bei einem dynamischen Verlauf könnten die darüber liegenden Marken von 13.330 Punkten, 13.375 Punkten und die Widerstanszone bei 13.400 Punkte als mögliche Ziele ins Blickfeld rücken.

Sollte die Unterstützung bei 13.200 Punkten nicht halten, wäre das Tagestief vom Montag ein mögliches Ziel. Darunter wären dann die in kurzer Entfernung liegenden Tagestiefs vom Freitag und vom Donnerstag sowie die Bereiche bei 13.125 Punkten und die Unterstützung bei 13.100 Punkten weitere mögliche Ziele. Unterhalb der Unterstützung bei 13.100 Punkten liegende Ziele könnten die Bereiche bei 13.050 Punkten sowie die Unterstützung bei 13.000 Punkten sein.

Hier mein Chart (H1) zur Orientierung:

Der Ausblick für den DAX im Stundenchart
Der DAX im Stundenchart

 

Ob der steigende Euro den DAX auch am Dienstag wieder „lähmt“, werden wir in wenigen Stunden wissen. Immerhin ist die Wall Street wieder mit am Start!
Eine Bewertung meiner Meinung, zur Chartanalyse des DAX, welche keine Handelsempfehlung darstellt, würde ich mich sehr freuen.
Ihr Gunnar Schlegelmilch
 

Gunnar Schlegelmilch

Bereits zur Jahrtausendwende beschäftigte sich Gunnar Schlegelmilch mit der Finanzbranche und legte mit einer erfolgreichen Fonds-Diversifikation den Grundstein für späteres Stock-Picking. Seit 2015 handelt er zudem mit Hebelinstrumenten den DAX und stellt seine Erfahrungen gerne allen interessierten (Neu-)Börsianern zur Verfügung.

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