Starker Euro setzt DAX unter Druck: Chartanalyse für den 12.01.2018

Chartanalyse DAX nach Euro Druck 12.01.2018
Starker Euro setzt DAX unter Druck: Chartanalyse
 

Am Donnerstag setzte ein erneut erstarkter Euro den DAX unter Druck. Der deutsche Leitindex gab damit den zweiten Tag in Folge nach. Entsprechend schloss der DAX 0,59 Prozent tiefer bei 13 202,90 Punkten, konnte sich aber von den Tiefständen etwas erholen. Nach einer kurzen Zusammenfassung des Tages gebe ich hier meinen Ausblick als Chartanalyse zum DAX ab.

Wie verlief der Handelstag?

Der Euro war am Nachmittag nach Signalen der Europäischen Zentralbank (EZB), welche die Erwartungen an einen Ausstieg aus der sehr lockeren Geldpolitik verstärkten, erneut deutlich über die Marke von 1,20 US-Dollar geklettert. Dies setzte den DAX unter Druck. Denn ein starker Euro kann die Exportchancen von Unternehmen aus Deutschland sowie dem Euroraum verschlechtern und sich somit belastend auf alle DAX-Eporttitel auswirken.
Die Wall Street zeigte sich dagegen nach eintägiger Unterbrechung mit neuerlichen Allzeithochs schon wieder in Rekordlaune. Damit knüpften die US-Börsen wieder an ihren vorherigen Aufwärtstrend an.
Die gegensätzliche Handelsverläufe von DAX und den US-Indizes sind mit dem starken Euro und seinen unterschiedlichen Auswirkungen auf den deutschen (bzw. auch den gesamten Euro-Raum) und US-amerikanischen Wirtschaftsraum zu erklären.

Starker Euro setzt DAX unter Druck am Donnerstag

Nach einem richtungslosen Handel am Vormittag wurde der DAX im weiteren Verlauf durch diesen starken Euro unter Druck gesetzt. In den Nachmittagsstunden wurde das Tagestief vom Mittwoch bzw. der Punkt 2 der im Chart weiß markierten fallenden 1-2-3-Formation ( Hinweis: der Punkt 3 wurde dem Chartverlauf entsprechend angepasst) durchbrochen. In der Folge wurden die in meinem gestrigen Beitrag für einen bärischen Markt genannten Ziele wurden mit den Marken von 13.200 Punkten und 13.175 Punkten teilweise erreicht. Die darunter liegenden Ziele bei 13.140 Punkten und 13.100 Punkten blieben mit einem bei 13.151 Punkten liegenden Tagestief hingegen außer Reichweite. Immerhin schloss der DAX zum Handelsende (Xetra) knapp oberhalb der 13.200 Punkte-Unterstützungszone. Auch im nachbörslichen Handel konnte sich der DAX oberhalb dieser Marke halten. Die für einen steigenden Markt in Aussicht gestellten Ziele spielten am Donnerstag keine Rolle.

Hierzu mein Chart (M15) zum Handel am Donnerstag:

Starker Euro setzt DAX unter Druck im 15 Minutenchart
Chartansicht 15 Minuten vom DAX am Donnerstag

 

Welche Trading-Möglichkeiten bieten sich für den letzten Handelstag der Woche?

Sollten der DAX über das Tageshoch vom Donnerstag steigen, wäre der Widerstandsbereich bei 13.300 Punkten ein mögliches erstes Ziel. Bei einem dynamischen Verlauf könnten die darüber liegenden Marken von 13.350 Punkten, 13.375 Punkten und die Widerstanszone bei 13.400 Punkte als mögliche Ziele ins Blickfeld rücken.

Bei einem  Durchbruch durch die Unterstützung bei 13.200 Punkten wäre das Tagestief vom Donnerstag , welches gleichzeitig den Punkt 2 der unteren fallenden weiß markierten 1-2-3-Formation ( die fallende 1-2-3-Formation ist im Punkt 3 noch nicht bestätigt, daher ist der Punkt 3 mit einem Fragezeichen versehen) darstellt, ein mögliches Ziel. Sollte das Tagestief bzw. der Punkt 2 durchbrochen werden, wären die Bereiche bei 13.125 Punkten und die Unterstützung bei 13.100 Punkten weitere mögliche Ziele. Weitere darunter liegende Ziele könnten die Bereiche bei 13.050 Punkten sowie die Unterstützung bei 13.000 Punkten sein.

Der hier verwendete Chart in der Zeiteinheit H1 sowie die darin verzeichneten 1-2-3-Formationen dienen der Orientierung. Für den Einstieg, den Ausstieg und den Stopp nutze ich die kleinern Zeiteinheiten wie M5 oder M15:

Starker Euro setzt DAX unter Druck im Stundenchart
Der DAX im Stundenchart mit 1-2-3-Formationen

 

Ob der starke  den DAX auch weiterhin unter Druck setzt, werden wir am Freitag sehen. Zudem warten wir alle gespannt auf die Ergebnisse der Regierungsbildung in Berlin.
Eine Bewertung meiner Meinung, zum Handel im DAX, welche keine Handelsempfehlung darstellt, würde ich mich sehr freuen.
Ihr Gunnar Schlegelmilch
Gunnar Schlegelmilch
Über Gunnar Schlegelmilch 102 Artikel
Bereits zur Jahrtausendwende beschäftigte sich Gunnar Schlegelmilch mit der Finanzbranche und legte mit einer erfolgreichen Fonds-Diversifikation den Grundstein für späteres Stock-Picking. Seit 2015 handelt er zudem mit Hebelinstrumenten den DAX und stellt seine Erfahrungen gerne allen interessierten (Neu-)Börsianern zur Verfügung.

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