S&P 500: Nächstes Ziel 3000, wenn nicht…..

 

Liebe Leserin, lieber Leser, „politische Börsen haben kurze Beine“. Jeder von uns kennt diesen uralten Börsenspruch. Schauen wir doch einmal, ob das auch für den S&P500 gilt.

Politik und Börse: So einfach ist es nicht

Bevor es losgeht, einige Worte zu dieser „Börsenweisheit“, die meiner Meinung nach absolut ihre Berechtigung hat. Was dahintersteckt ist die Überlegung, dass schlussendlich nur die Gewinne und vor allem die Erwartungen für weitere Geschäftsentwicklungen bei den Aktienkursen zählen. Und da ist der Haken. Denn die aktuellen politischen Gewitterwolken zielen genau darauf ab. Zwar ist ein Handelskrieg mit hohen Zöllen eine politische Entscheidung. Diese beeinflusst aber direkt die Gewinnsituation der Firmen.

Gemünzt war diese Merkregel vor allem auf politische Entscheidungen, die nicht so direkt in den Wirtschaftskreislauf eingreifen. Ein Standardbeispiel dafür ist die Regierungsbildung in Deutschland, die sich nach der letzten Wahl ewig hinzog. Das führte zu Verunsicherung an den Börsen, die sich aber in der Nachbetrachtung recht schnell wieder legte. Hier war der Einfluss auf die Gewinnentwicklung der Firmen recht gering.

Es muss also strikt getrennt werden:

Was wir momentan als politische Krise erleben, ist eine direkt und vor allem nachhaltige Bedrohung des weltweiten Wirtschaftswachstums. Sollte es nicht zu einer für alle Seiten vertretbaren Lösung kommen, werden die Gewinne schrumpfen und die Börsen massiv darauf reagieren. Um es klar zu sagen: Die aktuelle Lage ist extrem brisant und kann die Grundlage für lang andauernde sehr schwierige Börsenzeiten legen!

 

S&P 500 Point and Figure Analyse

So viel zur Brisanz und jetzt zum Chart des S&P500:

Auch wenn es verwirrt: Der Chart ist noch bullish

Der Point & Figure Chart des S&P500 ist weiterhin bullish zu werten. Das nächste Kursziel steht bei 3000 Zählern und ist bereits durch den Rücksetzer und die erneute X-Spalte (siehe Chart) aktiviert und bestätigt.

Die Widerstände auf dem Weg dahin liegen bei 2800 (da sind wir faktisch ) .

Schluss mit Lustig bei Erreichen der 2660 Zähler

Der Chart ist in dieser Einstellung dann mehr als angeschlagen, wenn der S&P500 unter 2660 fällt.

Dann liegt neben einem Point & Figure-Verkaufssignal auch der Bruch des Tiefs vom 29.5. vor.

 

Was machen wir denn jetzt mit diesen Ergebnissen?

Bislang schlägt der Handelsstreit mit China und der EU noch nicht massiv auf den S&P500 durch. Ich vermute, dass sehr viele Marktteilnehmer eine tragfähige Lösung erwarten.

Wer rein charttechnisch argumentiert, sieht die Ausgangslage noch bullish, wird aber sicherlich nicht mit vollem Risiko spielen.

Und auf jeden Fall sollten die Stopps im Trading recht eng gewählt werden. Denn wer weiß, was Trump als Nächstes einfällt, um das bestehende System „aufzumischen“.

Ihr Jörg Mahnert

www.xundo.info (Alles rund um Point & Figure und die Börse )

Joerg Mahnert
Über Joerg Mahnert 47 Artikel
Jörg Mahnert ist seit nunmehr 28 Jahren im Bereich Trading und Investment tätig. Seit 2001 macht er die in Deutschland zu Unrecht vernachlässigte Methodik Point&Figure-Charttechnik bekannt und veröffentlicht seine Analysen auf seiner Seite XundO.info und auf einigen etablierten Finanz-Portalen.

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