Ölpreis am Kreuzwiderstand

Business as usual
 

Lange stand der Ölpreis (Sorte WTI) nicht mehr im dreistelligen Bereich. Aktuell notiert der Ölpreis am Kreuzwiderstand bei 92 USD und damit rund 9 % unter seinem Jahreshoch. Wie ist dieser Kursrutsch zu werten? Ist das nur eine Korrektur im Aufwärtstrend oder müssen wir uns schon wieder Sorgen um einen fallenden Ölpreis und die damit verbundene schwache Weltkonjunktur machen? Oder wiegt der Konflikt zwischen Syrien und der Türkei stärker?

 

Kreuzwiderstand im Ölpreis-Chart

Aus Sicht der Charttechnik ist der Oelpreis am Kreuzwiderstand. Vom Jahreshoch am 14. September bis zum 20. September hat sich nach Elliott Wave Theorie ein 5-teiliger Abwärtsimpuls gebildet. Dieser wurde bis gestern im Rahmen einer abc-Formation (genauer: Running Flat) bis gestern korrigiert. Obwohl! “Korrigiert” ist hier eigentlich das falsche Wort. Denn es wurde bisher nicht einmal das 38,20 % Fibonacci-Korrektur-Retracement erreicht. Stattdessen gab es nach diesem Abwärtsimpuls am 3. Oktober neue Tiefs unter 88 USD, die allerdings zu der genannten abc-Korrektur gehören.

Dieser Umstand zeigt mir schlicht und einfach an, dass die technische Verfassung des Ölpreises am Kreuzwiderstand derzeit nicht die beste ist und dass die Kurse weiter in Richtung des Welle b-Tiefs und weiter darüber hinaus tendieren sollten.

Als wäre das nicht schon schlimm genug, ist zwischen 93,90 und 93,20 USD der Preis am Kreuzwiderstand „festgelaufen“. Dieser Kreuzwiderstand besteht aus Widerstandszone und diagonalem Widerstand. Das gestrige negative Intraday-Reversal kommt also nicht von ungefähr!

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Trading im Ölpreis am Kreuzwiderstand

Konkret trade ich WTI am Kreuzwiderstand nun nach folgendem Setup. Es sollte weiter kräftig abwärts gehen und damit lautet die Marktrichtung im Ölpreis am Kreuzwiderstand: Short. Mein Kursziel liegt etwa für den Zeitraum Oktober bis Anfang November zwischen 80 und 78 USD auf dem Niveau der bisherigen Jahrestiefs, die Ende Juni erreicht wurden. Bedingung für dieses Short-Szenario abgleitete im Ölpreis ist allerdings, dass die Widerstandszone nicht mehr über 94 USD nach oben verlassen wird. Geschieht das doch, sind weitere Kurszuwächse Richtung 98 USD zu erwarten und meine Positionierung wird ausgestoppt.

Zum Trading kann der erfahrene Trader den Future direkt nutzen. Neu-Börsianer handeln WTI am effektivsten mit CFD’s oder Zertifikaten. Beachten Sie dabei genügend Abstand zu einem möglicherweisen im Zertifikat eingebauten Knockout zu haben und bei allen anderen Instrumenten den Hebel gering zu halten. Denn nur mit dem richtigen Risiskomangement können Sie auf Dauer besehen. Besuchen Sie dazu auch die Kategorie Akademie auf Trading-Treff.de!

von Robert Schröder
Robert Schröder
Über Robert Schröder 27 Artikel
Robert Schröder analysiert die Finanzmärkte mittels Elliott Waves Theorie und bietet konkrete Trading-Ideen zu Aktienindizes, Währungspaaren und Edelmetallen auf seiner Kapitalmarkt-Analyseseite Elliott-Waves.com an. Dort stellt er ebenso sein umfangreiches Wissen zur Verfügung um dem Markt einen Schritt voraus zu sein.

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