Jahrestief im Goldpreis: Flucht der Anleger aus Gold?

Chartanalyse Jahreshoch im Goldpreis
Chartanalyse Jahreshoch im Goldpreis
 

Der Kampf um die 1.300 Dollar im Goldpreis scheint vorerst entschieden zu sein. Am Freitag fiel nicht nur diese Marke im Chartbild, sondern hierbei veränderte sich auch das Trendverhalten. Was kann man als Anleger von dieser Situation ableiten und wo reagieren Trader in der neuen Handelswoche?

 

Tageschart Gold ändert Trendverhalten

Aus dem Tageschart heraus lässt sich noch ein Seitwärts ablesen, was jedoch in ein Abwärts drehen könnte. Hierbei sehen Sie den Kurs des in New York gehandelten Gold-Futures mit der Kursentwicklung seit September 2017, bei einem letzten Kurs von $1.282.

Tageschart Gold-Future mit Range-Kennzeichnung
Tageschart Gold-Future mit Range-Kennzeichnung
Welche Ableitungen liefert das Chartbild aus meiner Analyse?

 

Goldpreis scheitert an 1.300-Dollar-Marke und…

Der Goldpreis hat sich seit Ende Januar in einer großen Trading Range (Konsolidierung) zwischen $1.300 und $1.370 befunden, wie man anhand des grau hinterlegten Bereichs im abgebildeten Tageschart sehen kann.

Die psychologisch wichtige $1.300 Marke wirkte unterstützend und hatte über mehrere Monate einen stärkeren Kursrutsch aufgehalten.

Vor fünf Wochen kam es jedoch zu einem Ausbruch aus dieser Trading Range und die $1.300 wurde nach unten verlassen. Der Goldpreis fiel in der Folge bis $1.281,2 (Maitief).

In den darauf folgenden Wochen gab es eine Kurserholung und der Goldpreis stieg wieder bis über $1.311,5, wo sich eine starke Widerstandszone befindet, die im Chart rot gekennzeichnet ist.

Am vergangenen Freitag folgte dann ein starker Kurseinbruch und der Goldpreis fiel in der Spitze bis $1.277,9 zurück, wobei auch ein neues Jahrestief erreicht wurde.

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20 Tage und 50 Tage Gleitende Durchschnitte fallen

Der Goldpeis bewegt sich jetzt wieder unter den fallenden 20 Tage (blaue Linie) und 50 Tage (grüne Linie) Gleitenden Durchschnitten, was grundsätzlich negativ zu werten ist. Aus Sicht dieser wichtigen Trendindikatoren ist die Richtung der Goldpreisentwicklung weiterhin abwärts gerichtet.

 

200 Tage Gleitender Durchschnitt konnte nicht überwunden werden

Mit dem aktuellen Vorwochenhoch bei $1.313 wurde der fallende 200 Tage Gleitende Durchschnitt (braune Linie im Chart) noch mal getestet und hat sich als hartnäckiger Widerstand erwiesen. Dieser wichtige langfristige Trendindikator notiert aktuell bei $1.308,6 und fängt an, abwärts zu drehen. Solange der Goldpreis unter der 200 Tage Linie notiert, bleibt die Perspektive für den Goldpreis negativ.

 

Fazit der aktuellen Gold-Chartanalyse

Der abgebildete Tageschart stellt sich negativ dar und grundsätzlich erwarten wir einen weiter fallenden Goldpreis. Das nächste wichtige Kursziel könnte das Dezembertief bei $1.238,3 sein.

Ein Kursanstieg über das Junihoch bei $1.313 würde das Chartbild deutlich verbessern und möglicherweise auf neutral drehen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Karsten Kagels

>>> PS: Ich lade Sie herzlich ein, meine Gold- und Silberaktien Kaufsignale mit zu traden!

Karsten Kagels
Über Karsten Kagels 191 Artikel
Karsten Kagels hat fast 30 Jahre Trading- und Börsenerfahrung, Neben dem Eigenhandel ist er Signalgeber für Forex, CFDs, DAX-Future und Goldaktien. Außerdem betreibt er einen gut besuchten und interessanten Trader-Blog. Seine Handelsstrategien basieren auf Price Action und Intermarket Analyse. Es ist der Übersetzer und Herausgeber der Elliott-Wave-Literatur von Robert Prechter und der Tradingbücher von Joe Ross (Vorläufer der heutigen Markttechnik).

1 Kommentar

  1. Lili Marleen (von mir neu vertextet)
    https://www.youtube.com/watch?v=7IIzsSdq6sU

    Zu der Aktienbörse kam ein großer Tor.
    Er zockte doch zu gerne, man warnte ihn davor.
    So wollte er gern Rendite seh’n, bei 14.000 blieb er steh’n
    Der DAX so wunderschön, der DAX so wunderschön.

    Des schwarzen Schwanes Schatten sah bedrohlich aus;
    die Gold gebunkert hatten, die machten sich nichts draus.
    Man wollte diesen Schwan nicht seh’n, bei siebentausend blieb er steh’n.
    Der DAX nicht mehr so schön, der DAX nicht mehr so schön.

    Schon ertönt die Glocke, sie bliesen Zapfenstreich;
    Des Mario Draghis Geldflut, Moment, sie kommt ja gleich.
    Da sagten wir auf Wiedersehn, bei drei-halb-tausend blieb er steh’n.
    Der DAX am Untergeh’n, der DAX am Untergeh’n.

    Neue Euros druckt man, nun werdet mal nicht bang;
    auf Gold und Silber spuckt man bei uns schon jahrelang;
    Den Banken, den wird kein Leid gescheh’n, wir werden uns bald wiederseh’n.
    im DAX bei hundertzehn, im DAX bei hundertzehn.

    Die Aktien sind krepiert, und der Dax ist völlig tot,
    die Sparer sind gefleddert, man greift zum Goldverbot.
    Die Maulhurenpresse hetzt und lügt, wir zieh’n im Osten in den Krieg,
    Bis unser Volk erliegt, bis Deutschland ganz erliegt.

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