Goldpreis nach $100 Kursrückgang vor technischer Erholung

Der abgebildete Wochenchart des in New York gehandelten Gold-Futures zeigt die Kursentwicklung seit Juli 2016. Jede abgebildete Kerze (Candlestick) stellt die Kursbewegung einer Woche dar, bei einem aktuellen Kurs von $1.278,9.

Aus Sicht des Wochencharts liegt beim Gold-Future eine große Seitwärtsbewegung vor, die sich über die letzten zwei Jahre erstreckt. Der Goldpreis ist in dieser Zeit zwischen $.1045 (Tief von Dezember 2015) und $1.377 (Hoch aus dem Juli 2016) gependelt.

Aufwärtstrend im Gold-Future beendet – Seitwärtsbewegung liegt vor

Nachdem die $1.200 Marke im Juli erfolgreich getestet wurde, und es in den folgenden Wochen einen kräftigen Kursanstieg bis zum Augusthoch bei $1362,4 gab, haben wir in den letzten fünf Wochen wieder deutlich nachgebende Kurse beim Gold-Future gesehen.

Aus Sicht des Wochencharts liegt nun kein Aufwärtstrend mehr vor, sondern der Goldpreis befindet sich in einer Konsolidierung bzw. Seitwärtsbewegung.

 

50 Wochen Gleitender Durchschnitt fast erreicht

Der Goldpreis bewegt sich aktuell noch über unseren drei wichtigen Trendindikatoren, dem 20-Wochen-, dem 50-Wochen- und dem 200 Wochen Gleitenden Durchschnitt (blaue, grüne und braune Linien im Chart), was grundsätzlich positiv zu werten ist.

In der vergangenen Woche wurde fast der 50 Wochen Gleitende Durchschnitt erreicht, der aktuell bei $1.262,6 notiert.

61,8 % Fibonacci-Korrektur

Der Goldpreis hat mit dem Tief der vergangenen Woche in Bezug auf die vorangegangene Aufwärtsbewegung vom Julitief bei $1.204 bis zum Augusthoch bei $1.362,4 auch fast punktgenau eine 61,8 % Fibonacci-Korrektur durchlaufen, wie man im abgebildeten Chart sehen kann.

Kurskerze schließt als Hammer

Die Kurskerze für die vergangene Woche schließt als sogenannter Hammer (Candlestickformation), was bedeutet, dass der Kerzenkörper relativ klein ausfällt, die Lunte der Kerze relativ lang ist, und der Wochenschlußkurs im oberen Drittel der Wochenkursspanne liegt. Diese Chartbild ist kurzfristig postiv zu werden.

Goldpreis weiterhin im Trendkanal

Eine mittelfristige Aufwärtstrendlinie (grün) verbindet die Tiefs von November 2016 und Juli 2017 und dient gleichzeitig als untere Linie eines aufwärtsgerichteten Trendkanals, wie man im Chart sehen kann.

Korrektur beendet?

Nach dem fünfwöchigen Kursrückgang und einem Kursverlust von in der Spitze von fast genau $100 Dollar sollte das kurzfristige Korrekturpotential erschöpft sein. Zunächst ist wohl eine Kurserholung zu erwarten, wobei Aufwärtspotential bis $1.300 vorliegt.

Goldpreis scheitert an langfristiger Abwärtstrendlinie

Der nächste Chart zeigt die langfristige Kursentwicklung anhand des Monatschart mit logarithmischer Skalierung.

Wie man sehen kann, wurde die langfristige Abwärtstrendlinie (rote Trendlinie) im September kurz überschritten. Allerdings konnte der Goldpreis auf Monatsschlußkursbasis nicht über der Abwärtstrendlinie schließen, was negativ zu werten ist. Es hat sich für den September eine große Umkehrkerze entwickelt.

 

20-Monate- und 50-Monate GD bieten Unterstützung

Im abgebildeten Monatschart sind die 20-Monate (blaue Linie) -und 50-Monate (grüne Linie) Gleitenden Durchschnitte eingezeichnet. Wie man sehen kann, befindet sich das aktuelle Monatstief bei $1.262,8 im Bereich dieser wichtigen und viel beachteten Gleitenden Durchschnitte und der Goldpreis konnte dort Stützung finden, was positiv zu werten ist.

Fazit der Chartanalyse: Der abgebildete Wochenchart kann als neutral eingeschätzt werden; der vorangegangene Aufwärtstrend ist unterbrochen.

Die Wahrscheinlichkeit für einen weiter steigenden Goldpreis kann aktuell nur noch mit ca. 50 % bewertet werden.  Kurzfristig jedoch, auf Sicht der nächsten ein bis zwei Wochen kann von einer Kurserholung ausgegangen werden, wobei der Goldpreis zunächst Aufwärtspotential bis $1.300 haben sollte.

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Ich wünsche Ihnen erfolgreiche Börsengeschäfte.

Bis zum nächsten Mal sagt Ihr Karsten Kagels von Kagels-Trading.de

 

 

Karsten Kagels

Karsten Kagels hat fast 30 Jahre Trading- und Börsenerfahrung, Neben dem Eigenhandel ist er Signalgeber für Forex, CFDs, DAX-Future und Goldaktien. Außerdem betreibt er einen gut besuchten und interessanten Trader-Blog. Seine Handelsstrategien basieren auf Price Action und Intermarket Analyse. Es ist der Übersetzer und Herausgeber der Elliott-Wave-Literatur von Robert Prechter und der Tradingbücher von Joe Ross (Vorläufer der heutigen Markttechnik).

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