EUR/USD am Zwischenziel. Abwärtstrend könnte sich durchsetzen

 

Erst vor einer Woche schrieb ich zum EUR/USD ein Update meiner mittelfristigen Ausrichtung im Trading. Der Forex-Markt ist meine Stärke und ein kleiner Ausflug zu den Kryptowährungen sei mir verziehen. Immerhin gab es noch eine recht spannende Bewegung im EUR/USD und mit Blick auf meinen letzten Beitrag ist der EUR/USD am Zwischenziel.

 

Hintergründe der Bewegung

Mit den Zinsen ist wenig passiert. Die EZB hat das Zinsniveau unverändert belassen und auch die US-Notenbank FED änderte erst einmal nichts. Immerhin änderte Mario Draghi etwas am Anleihekaufprogramm der EZB. Dieses soll nun bis Ende 2018 beibehalten werden und ist weiterhin umstritten, wie man auf epochtimes nachlesen kann. Allerdings ab dem kommenden Jahr mit „nur“ 30 Milliarden Euro pro Monat. Eine Halbierung der Summe ist ein Anfang, um aus dem Programm irgendwann ganz austreten zu können. Vielleicht haben die Eilanträge zur Stoppung auch etwas bewirkt. Sie wurden noch kurz vorher vom Verfassungsgericht abgewiesen. Spiegel berichtete hier und verweist auf eine weitere Eskalationsstufe vor dem europäischen Gerichtshof. Bedenken bleiben also erhalten.

 

Diese „Nullnummer“ aus Sicht der Zinsen war für den EUR/USD nicht weiter förderlich. Und das Stillhalten der FED war auch kein Volatilitätstreiber. Immerhin scheint die Wirtschaft auf Kurs zu sein und auch die Naturkatastrophen können gesamtwirtschaftlich aufgefangen werden. Vermutlich im Dezember soll hier die dritte Anhebung in diesem Jahr anstehen. Bis dahin muss man aber nicht über die Nachfolge von Janet Yellen spekulieren. Dies wurde gestern bereits verkündet. Donald Trump hebt Powell ins Amt, der die bisherige Richtung der FED weiter fortführen soll.

 

Eine Zinsanhebung gab es dennoch. Nach 10 Jahren hob die Bank of England den Zins an. Das Pfund sank danach und der Brexit ist noch immer nicht „verdaut“ oder gar abgearbeitet. Dort bleibt es also spannend, wie das Handelsblatt berichtete.

Nun aber genug aus dem Markt. Wir kommen zum Markt.

 

Chartanalyse zeigt EUR/USD am Zwischenziel

Mein letztes Update des Chartbildes sah wie folgt aus und ist im Artikel zu den Kryptowährungen im zweiten Teil nachzulesen:

 

Euro-Dollar Chartbild
EUR-USD mit Trendbruch im Tageschart

 

Wer schon um 1.20 short ging, hält seine Stopps nahe dem Bruch und damit um 1.19 im Markt und setzt auf einen weiteren Abverkauf bis 1.16. 

 

Die 1.16 haben wir erreicht und liegen aktuell genau auf dieser Marke. Der Bounce ab dem Punkt wurde ebenfalls schon vollzogen, reichte jedoch nicht mehr über die 1.17. Damit update ich das Chartbild Tageschart EUR-USD:

 

EUR-USD am Zwischenziel
EUR-USD am Zwischenziel 1,16

 

Ob dieser Trend sich fortsetzen wird? Ein EUR/USD am Zwischenziel ist kein direktes Signal für einen Short. Ebenso wenig für einen Long. Es soll nur Orientierung zur Bandbreite der Bewegung widerspiegeln. Dazu ein Blick auf die kleinere Zeiteinheit Stundenchart:

 

Stundenchart EUR-USD
Abwärtstrend im Stundenchart EUR-USD

 

Die Trendlinie zeigt den Stopp an, den man in einer Short-Position verwenden kann. Darüber ist der Abwärtstrend gebrochen (Überschreitung 1.18).

Ein neuer Einstieg empfiehlt sich erst bei dynamischen Bruch der Wochentiefs 1.157 – alles darüber birgt die Chance einer neuen Korrektur bis 1.17 und womöglich auch zur Abwärtstrendlinie hin. Kurzfristiger berichtet auch Peter Seidel hier auf Trading-Treff. Zu seiner letzten Prognose vor dem FED-Zinsentscheid bitte hier klicken

 

Als Update von mir zu verstehen, keine konkrete Handelsanweisung.

Ihr Florian Forex

Florian Forex
Über Florian Forex 29 Artikel
Florian Forex tradet Währungen (Forex) und Indizes. Dazu nutzt er Futures und Ninja Trader als Plattform für seine Orders an der Börse. Florian Forex ist ein Pseudonym aber eine reale Person. Er ist auf dem Weg zum Vollzeit-Trader.

1 Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.




* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.