Euro-Dollar am Scheidepunkt 1.10

 

Euro-Dollar im Forex Handel zu traden ist wie die Benutzung der Subway zur Rush Hour. Eine Menge Trader und Institutionen sind aktiv und geben dem Forex Handel diese starke Bedeutung als weltgrößter Markt.

Euro-Dollar aus Sicht der Charttechnik

Gerade weil der Forex Handel so groß und weltumspannend ist, funktioniert die Charttechnik viel besser als bei Einzelaktien. Ich analysiere den Euro-Dollar daher rein aus der Charttechnik heraus. Politische Umstände und Wirtschaftsdaten werden dort sowieso verarbeitet und spiegeln sich im Kurs wider. Dies muss nicht orakelt werden, sondern kann folglich am Kurs abgelesen werden.

Beim Euro-Dollar sind wir seit einigen Monaten in einem sehr starken Abwärtstrend gefangen. Sicherlich ist hierbei der Hintergrund auch Politik. Ein schwaches Mitgliedsland im Euro-Währungsraum genügt, um die ganze Währung unter Druck zu bringen. Und die Phantasie aus dem Dollar-Währungsraum hin zu steigenden Zinsen genügt ebenfalls, um den Dollar zu stärken. Im Ergebnis hat der Euro-Dollar somit stark nachgegeben und ist aus Sicht der Charttechnik noch immer im Abwärtstrend gefangen. Grundlage ist der Tageschart, weil man hier auf mehrere Monate zurücksehen kann. Zum Nachvollziehen: Dies kann jeder in einem beliebigen Chart einzeichnen, wie hier geschehen.

Tageschart mit Abwärtstrend
Tageschart mit Abwärtstrend

So langsam stößt der Euro-Dollar an diesen Abwärtstrend heran. Oder doch nicht? Die Marke von 1.10 ist hierbei womöglich ein Widerstand, denn er hatte in der Vergangenheit schon mehrfach hohe Bedeutung.

 

1.10 im Euro-Dollar als wichtige Marke der Charttechnik

Im Euro-Dollar spielt beim Forex Handel die Psychologie eine wichtige Rolle. Dies sieht man immer wieder bei runden Chartmarken. Diese dienen dann zumindest kurzfristig als Unterstützung oder Widerstand. So auch die Chartmarke von 1.10 im Euro-Dollar an der wir gerade von unten betrachtet recht zögerlich heran gelaufen sind. Auch hier können wir dies im Bild der Charttechnik manifestieren. Grundlage ist wieder der Tageschart wie schon im Bild 1.

Marke 1.10 im Fokus
Marke 1.10 im Fokus

Im Übergang des Monats März zu April scheiterte der Euro-Dollar mehrfach an dieser Marke und zum Julistart bot die 1.10 einige Male Unterstützung. Nicht für ewig, aber ein ewig gibt es im Trading sowieso nicht. Daher schauen wir nun gespannt auf den aktuellen Anlauf des Euro-Dollar und das Verhalten an der Marke 1.10. Bisher wurde diese nur kurzzeitig überschritten. Am Freitag endete die Woche knapp darunter.

Wie tradet man diese Marke 1.10?

Sollte der Kurs des Euro-Dollar zum Wochenstart über der Marke 1.10 notieren, kann man hier eine Shortorder platzieren und auf einen Abprall setzen. Als Stopp müssten 50 Pips genügen, denn darüber ist das Szenario nicht mehr haltbar. Dann hat sich der Widerstand sozusagen aufgelöst. Ein weiteres Shortspekulieren ist ab dort nicht mehr vertretbar und ich schaue dann auf den Abwärtstrend aus Bild 1 und suche in diesem Bereich neue Einstiege.

Florian Forex
Über Florian Forex 26 Artikel
Florian Forex tradet Währungen (Forex) und Indizes. Dazu nutzt er Futures und Ninja Trader als Plattform für seine Orders an der Börse. Florian Forex ist ein Pseudonym aber eine reale Person. Er ist auf dem Weg zum Vollzeit-Trader.

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