Die Fake-Konsolidierung im Euro schafft Trading-Chance

Elliott-Wellen-Prognose für den Euro

Fake-Konsolidierung im Euro
Euro in der EW Analyse
 

Seit Wochen passiert beim Euro zum US-Dollar kaum etwas. Das letzte signifikante Hoch stammt vom 16. Februar als der Euro mit 1,2555 USD sein bisheriges Jahreshoch 2018 definiert hat, was zugleich dem höchsten Stand seit Dezember 2014 entspricht. Seit diesem Tag, hat sich der Euro in einer volatilen Seitwärtsbewegung breit gemacht und schwankt zwischen 1,2150 und 1,2450 USD. Handelt es sich um eine Fake-Konsolidierung im Euro?

 

Die Aussage dieser Seitwärtsbewegung auf relativ hohem Niveau ist aus charttechnischer Sicht klar: Der Euro befindet sich zum US-Dollar weiter im Aufwärtstrend und hat weiteres Aufwärtspotenzial. Neue Jahreshochs sind in diesem Zusammenhang nur eine Frage der Zeit. So zumindest die derzeitige breite Meinung des Marktes dazu. Warum es auch ganz anders kommen kann, erfahren Sie im Folgenden.

 

EUR/USD im Chartcheck

Verbindet man die Hoch- und Tiefpunkte der letzten Wochen, formiert sich die Seitwärtsbewegung zu einem zulaufenden Dreieck. Auf den ersten Blick ist das eine bullische Konstellation und könnte auf eine Welle 4 nach Elliott- Wellen hinweisen. Der Ausbruch gen Norden ist also fast eine abgemachte Sache … könnte man meinen.

 

Charttechnik deutet auf Fake-Konsolidierung im Euro
Elliott-Wellen deuten auf Fake-Konsolidierung im Euro

 

Auf dem zweiten Blick gibt es allerdings schon heftige Risse in diesem bullischen Szenario.

Ausgehend vom letzten signifikanten Tief des Euros im November 2017 bei 1,1550 USD, wird schnell klar, dass sich ab dort bis zum besagten Jahreshochs bereits ein 5-teiliger Aufwärtsimpuls abzählen lässt. Die laufende Seitwärtsbewegung kann also keiner Korrekturwelle 4 zugeordnet werden. Dafür dauert sie schon viel zu lange. Das war bereits Mitte Februar erkennbar, als EUR/USD den Trendkanal nach unten verlassen hat.

Zum anderen droht der Euro in diesen Stunden sogar aus dem Dreieck nach unten auszubrechen, was die derzeit noch vermeintlich positive charttechnische Situation mit einem Schlag um 180 Grad drehen würde.

Zudem sollte man sich auch die aktuelle Zinsdifferenz zwischen dem Euroraum und den USA vor Augen halten.

Zinsdifferenz EURUSD – Warum die Zinsdifferenz der wichtigste Treiber für Währungen ist

 

Fazit zum möglichen Fake

Die Zinsdifferenz beträgt bereits gute 3 %. Zusätzlich haben jetzt Shortpositionen auf den US-Dollar den höchsten Stand seit 11 Jahren erreicht. Die Masse wettet also auf einen fallenden US-Dollar und im Umkehrschluss auf einen weiter steigenden Euro. Das Überraschungspotenzial liegt in der Summe damit klar bei einem fallenden Euro.

Ihr Robert Schröder

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Robert Schröder
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Robert Schröder analysiert die Finanzmärkte mittels Elliott Waves Theorie und bietet konkrete Trading-Ideen zu Aktienindizes, Währungspaaren und Edelmetallen auf seiner Kapitalmarkt-Analyseseite Elliott-Waves.com an. Dort stellt er ebenso sein umfangreiches Wissen zur Verfügung um dem Markt einen Schritt voraus zu sein.

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