Der DAX am Allzeithoch gescheitert – Hoffnung für die Bären?

DAX am Allzeithoch gescheitert
Bär Szenario im Dax
 

Der DAX hat im großen Bild aktuell kein Problem. Der Trend ist intakt und im Big Picture ist die Dynamik weiterhin vorhanden. Ich will hier auch absolut nicht schwarzmalen, denn noch gibt es keine Anhaltspunkte. Allerdings macht es natürlich Sinn, die möglichen Ziele im DAX für den Fall eines Doppeltops im Auge zu haben. Sollte der Alternativplan also nötig werden, da der DAX am Allzeithoch gescheitert ist, stelle ich Ihnen nun mein mögliches Ziel vor.

Nach meinem Trading-Ansatz ergibt sich aktuell ein sehr tiefes Ziel, wenn das bisherige Allzeithoch tatsächlich halten sollte. Es befindet sich tatsächlich noch unterhalb des Februar Tiefs aus dem Jahre 2016. Allerdings möchte ich bereits an dieser Stelle nochmals betonen, dass ich die Wahrscheinlichkeit für das Bärenszenario unterhalb der 50% Marke einstufe. Aber aufgrund des enormen möglichen Chance-Risiko-Profils, habe ich mich entschlossen, die Möglichkeit trotzdem aufzuzeigen.

DAX am Allzeithoch gescheitert – Wo liegt das mögliche Ziel?

Im folgenden Bild erkennen Sie das mögliche Szenario. Das Ziel im DAX liegt im Bereich um 7.977 Punkte. Allerdings gilt dieses Ziel nur, sollte die 12.412 Punkte Marke nicht mehr überboten werden.

DAX am Allzeithoch gescheitert
Dax Bär-Szenario

Zu beachten ist außerdem, dass das Zeitfenster für diese Bewegung eher untypisch kurz ist. Allein aus diesem Grund fällt es mir so schwer, dem Szenario eine hohe Wahrscheinlichkeit zu geben. Es müsste auf der Unterseite schon eine heftige Dynamik auftreten, um das Szenario sauber zu erfüllen. Nichtsdestotrotz gibt es für mich bei einem echten Scheitern am Allzeithoch tatsächlich nur dieses Szenario. Eventuell werden die möglichen Auslöser aus meinem „Dax Crash“ Artikel doch noch auftreten – wer weiß.

Spannende Zeiten an der Börse

Wie auch immer es am Ende ausgeht, die Zeiten an der Börse waren selten so spannend wie in den letzten Monaten. Nicht nur die monströsen Ankäufe der EZB im Anleihe Segment, nein auch die Aktienkäufe der Bank of Japan machen jedes Bär-Szenario unwahrscheinlich – unmöglich ist es natürlich trotzdem nicht.

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2 Kommentare

  1. Ich bin nicht so „bärisch“ eingestellt, weil aktuell einfach die Alternative zu einem Investment am Aktienmarkt fehlt. Dies soll keine pauschale Kontra-Position darstellen, aber ein Statement für die Anlage am Aktienmarkt. Fand die Herleitung jedoch dennoch plausibel und ohne beide Meinungen (long und short) gäbe es keinen Handel – also gerne weiter publizieren!

    Gruß Bernecker1977

  2. Zwei mögliche schwarze Schwäne könnten über dem Chart ihre Runden drehen. Das wäre der Trump Faktor (overpromised and underdelivering) und die anstehende Frankreich Wahl. Die Medien sind sich sicher, dass Le Pen keine Chance hat und präsentieren entsprechende Umfragen und Wahlanalysen.
    Geht das ähnlich aus wie seinerzeit in USA und Le Pen gewinnt entgegen allen Prognosen, ist die EU in ihrer jetzigen Form Schall und Rauch, denn Le Pen will den Frexit.
    Dann wären 3.500-4.000 Punkte Abschlag noch moderat.

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