DAX zwischen Wall Street und Euro im Sandwich: Chartanalyse

 

Nach einem positiven, wenn auch verhaltenen Start in die zweite Handelswoche im Jahr 2018 legte der DAX ab Wochenmitte den Rückwärtsgang ein. In den ersten beiden Handelstagen konnte ein nachgebender Euro dem DAX noch zu moderaten Zuwächsen verhelfen. Im weiteren Wochenverlauf stieg er dann jedoch bis in den Bereich von 1.22xx und erreichte damit ein 3-Jahreshoch, wie der Kollege Bernecker1977 in seinem Beitrag schrieb. Da ein steigender Euro die Exporte der DAX-Unternehmen verteuert, waren fallende Notierungen für den Index die Folge. Die Wall Street erklomm hingegen mehrere Allzeithochs und präsentierte sich in bester Stimmung. So befindet sich der DAX zwischen Wall Street und Euro in einer „Sandwich“-Position.

 

Wie verlief der Handel am Freitag ?

Der DAX konnte am Freitag sowohl das Tageshoch wie auch das Tagestief vom Vortag nicht durchbrechen und bildete damit einen sogenannten Inside-Day. Die in meinem Ausblick für den Freitag genannten Einstiegs- und Zielmarken kamen – mit Ausnahme des Bruchs der 13.200er Unterstützung – nicht zum tragen. Aber auch der Bruch der 13.200er Unterstützung führte den DAX nicht bis in den Bereich des Tagestiefs vom Vortag. Das der DAX sich trotz eines erneut gestiegenen Euro nicht bis in den Bereich des Tagestiefs vom Donnerstag oder gar noch darunter ziehen ließ , kann man allerdings – mit Blick auf den Handelsverlauf ab Wochenmitte – auch positiv deuten.

Hier ein Chart (M15) zum Handel am Freitag:

Zwischen Wall Street und Euro: DAX bildete Inside-Day im 15 Minutenchart
Der DAX bildete einen Inside-Day im 15 Minutenchart

 

DAX zwischen Wall Street und Euro – Trading-Möglichkeiten neue Woche

Aufgrund des Inside-Days haben sich die Handelsansätze im Vergleich zum Ausblick für den Freitag kaum geändert. Allerdings haben die fallenden 1-2-3-Formationen aufgrund des Handelsverlaufs vom Freitag ihre Gültigkeit verloren.

Sollten der DAX über das Tageshoch vom Freitag steigen, wäre zunächst der Bereich um die Marke von 13.300 Punkten, was auch dem Tageshoch vom Donnerstag entspricht, ein mögliches Ziel. Bei einem dynamischen Verlauf könnten die darüber liegenden Marken von 13.350 Punkten, 13.375 Punkten und die Widerstanszone bei 13.400 Punkte als mögliche Ziele ins Blickfeld rücken.

Bei einem  Durchbruch durch die Unterstützung bei 13.200 Punkten wäre das Tagestief vom Freitag ein mögliches Ziel. Sollte das Tagestief, wären der Bereich um das Tagestief vom Donnerstag bei 13.150 Punkten sowie die Bereiche bei 13.125 Punkten und die Unterstützung bei 13.100 Punkten weitere mögliche Ziele. Unterhalb der Unterstützung bei 13.100 Punkten liegende Ziele könnten die Bereiche bei 13.050 Punkten sowie die Unterstützung bei 13.000 Punkten sein.

Hier mein Stundenchart (H1) zur Orientierung:

Stundenchart zur Analyse des DAX zwischen Wall Street und Euro
Stundenchart DAX zwischen Wall Street und Euro

 

Wie sich der DAX zwischen Wall Street und Euro in der neuen Woche tatsächlich verhält, werden wir am Montag sehen. In den USA ist übrigens am Montag Martin Luther King Day, an welchem an der Wall Street kein Handel stattfindet.
Eine Bewertung meiner Meinung, zur Chartanalyse des DAX, welche keine Handelsempfehlung darstellt, würde ich mich sehr freuen.
Ihr Gunnar Schlegelmilch
Gunnar Schlegelmilch
Über Gunnar Schlegelmilch 72 Artikel
Bereits zur Jahrtausendwende beschäftigte sich Gunnar Schlegelmilch mit der Finanzbranche und legte mit einer erfolgreichen Fonds-Diversifikation den Grundstein für späteres Stock-Picking. Seit 2015 handelt er zudem mit Hebelinstrumenten den DAX und stellt seine Erfahrungen gerne allen interessierten (Neu-)Börsianern zur Verfügung.

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