DAX-Raptor: Short-Trade nach der Bundestagswahl möglich

Deutschland hat entschieden

Wie weithin erwartet worden war, haben die deutschen Wähler Angela Merkel für eine weitere Amtszeit zur Kanzlerin gewählt. Anleger hätten sich im Vorfeld der deutschen Bundestagswahlen ausgesprochen desinteressiert gezeigt. Und das aus gutem Grund. Nur wenige Kommentatoren erwarteten etwas anderes als eine Rückkehr Angela Merkels an die Macht, allerdings ohne dabei eine absolute Mehrheit im Bundestag zu erringen. Für viele Anleger könnte der Wahlsieg Merkels als weiterer Grund erscheinen, europäische Vermögenswerte zu halten, um vom bereits starken Wachstum Europas zu profitieren. Aus längerfristiger Sicht könnte das Wahlergebnis das Tempo europäischer Reformen bestimmen.

Bezüglich ihrer Vision für Europa hat sich Merkel bislang eher bedeckt gehalten. Das Programm ihrer Partei, der Christlich Demokratischen Union (CDU), enthüllt nicht sonderlich viele Details. Die CDU hat erklärt, hinsichtlich einer allmählichen Weiterentwicklung des Euroraums allgemein offen für eine Zusammenarbeit mit der neuen französischen Regierung zu sein. Zudem hat sie sich Spielraum für ein gewisses Maß an regionaler Solidarität gesichert. Allerdings beharrt sie auch darauf, dass zunächst einmal die Vorschriften eingehalten werden müssten. Die Agenda der CDU ist allerdings dahingehend sehr deutlich, dass für sie eine Mutualisierung der Schulden der Länder der Eurozone – eine Idee, die von anderen europäischen Regierungen vorgeschlagen und auch schon von Macron diskutiert wurde – nicht in Frage kommt.

Die meisten Beobachter hoffen, dass sich die Regierung unter Merkel in der nächsten Legislaturperiode (die aller Wahrscheinlichkeit nach ihre letzte sein dürfte) auf langfristige Themen konzentrieren werde, um nicht nur eine starke und stabile deutsche Wirtschaft, sondern auch die Zukunft der EU zu sichern. Trotz der starken Wirtschaftsleistung müssten mehrere Herausforderungen in Angriff genommen werden, beispielswiese die Ausgaben für Infrastruktur, Bildung und Digitalisierung. Auch die Probleme der Automobilbranche müssten angegangen werden, da der Sektor einen wichtigen Wachstumsmotor und Arbeitgeber für Deutschland darstellt.

Und der DAX?

Die Rekordjagd an der Börse geht nach der Bundestagswahl und dem Feiertag (03.10.2017) in Deutschland weiter: Der Dax, der bereits am Montag über der Marke von 12.900 Zählern geschlossen hatte, hat auf Grund der positiven Vorgaben von der Wall Street auch am Mittwoch seine Rekordjagd fortgesetzt. Damit ist auch die runde Marke von 13.000 Punkten in Reichweite. Zuvor könnte es jedoch zu einer gesunden Verschnaufpause kommen.

Eine solche Pause kann ein willkommenes Short-Signal bei DAX-Raptor auslösen, da der DAX die ganzen Gewinne im heutigen Handelsverlauf (04.10.2017) wieder abgab. In der Grafik ist sehr schön der lange Trend im Heikin Ashi Chart zu sehen, der seit der Bundestagswahl immer nur eine Richtung kannte: Aufwärts. Doch mit einer möglichen Verschnaufpause kann dieser Trend durchbrochen werden. Dazu müsste es jedoch auch ein visuelles Signal im Heikin Ashi Chart geben und ein Farbwechsel von jetzt grün nach rot vollzogen werden.

Wenn sich dann auch noch der RSI günstig im überkauften Bereich befindet, sind die Chancen auf einen neuen Trade in Short-Richtung recht gut. Sollte der RSI – wie jetzt auf dem Bild zu sehen – während dieser Pause weiterhin im überverkauften Bereich verbleiben, sind die Chancen auf einen Short-Trade dahin.

Bis zum nächsten Mal sagt Andreas Cara.

 

Andreas Cara

Andreas Cara ist ein passionierter Unternehmer, Finanz-Freak und Gründer von NavigatorFX.com - dabei liegt sein Fokus seit 15 Jahren auf Finanzen und Technologie. Er bevorzugt im Trading Devisen und CFD's. Andreas Cara hat ein tiefes Verständnis von der Metatrader Programmiersprache MQL und erstellt automatisierte Handelssysteme, wie den DAX-Raptor, für die Handelsplattform Metatrader 4.

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