DAX-Raptor mit Trading-Signal zum Hexensabbat

Viermal im Jahr kommt es zum sogenannten Hexensabbat. An jedem dritten Freitag im Quartal kommt es zu seltsamen Kursbewegungen an den Märkten, weshalb man hier auch vom Hexensabbat spricht. Bestimmte Terminprodukte erreichen dabei ihr Laufzeitende und werden abgerechnet. Aber was passiert da eigentlich?

Hexensabbat – Was genau passiert da?

Bei diesen Produkten handelt es sich um Optionen und Futures auf Aktien und Indizes. Verfallstage weisen größere Preisausschläge und höhere Umsätze auf.

Die Volatilitäten lassen sich eindeutig bestimmen und sogar in wiederholbare Muster einordnen. Grundsätzlich darf man ab dem Tag vor einem Verfallstermin mit höheren Ausschlägen rechnen. Das ist vor allem für Trader und kurzfristige Investoren relevant. Insbesondere der Nachmittag an einem Verfallstag ist für Trader interessant, da es hier immer wieder zu höheren Preisausschlägen kommt und vermutlich auch in Zukunft kommen wird. Für langfristige Anleger ist der Verfallstag ein Non-Event und Investoren sollten sich nicht vom regelmäßigen Presserummel um den „Hexensabbat“ anstecken lassen.

Die Verfallstermine bzw. Hexensabbate im Jahr 2017 fielen bzw. fallen auf die folgenden Tage:

 

  • 03.2017
  • 06.2017
  • 09.2017 
  • 12.2017

 

Wie in der obigen Auflistung zu sehen ist, hatten wir am vergangenen Freitag (15.09.2017) wieder einer dieser großen Verfallstage. Sehen wir uns im folgenden an, wie DAX-Raptor in dieser Zeit agierte.

 

Was war, was wird – DAX-Raptor mit Trading-Signal zum Hexensabbat

 

In meinem ersten Artikel stellte ich eine Prognose darüber, wann DAX-Raptor eine Short-Position öffnen könnte. Dies trat auch am 14.09.2017 ein, jedoch aufgrund des Hexensabbat mit einem unerwarteten Ergebnis.

 

Trading-Signal zum Hexensabbat
DAX-Raptor in Aktion

 

Am 14.09.2017 um 16:09 Uhr wurde aufgrund eines Trendwechsels im Heikin Ashi Chart eine Short-Position geöffnet (Punkt 1 in der Grafik). Diese Position wurde am selben Tag um 20:17 Uhr mit einem Verlust wieder geschlossen und gleichzeitig wurde eine Long-Position geöffnet.

Wegen eines erneuten Trendwechsels, welcher sicherlich auch auf den Hexensabbat zurückzuführen war, signalisierte der Heikin Ashi Chart nun einen bullishen Trend, der durch den RSI-Indikator bestätigt wurde (Punkt 2 in der Grafik).

Das Resultat war die Schließung der Short-Position und die Öffnung einer Long-Position. Diese Long-Position wurde dann am 15.09.2017 um 12:26 Uhr mit einem kleinen Gewinn ebenfalls wieder geschlossen, sodass der Verlust aus der vorangegangenen Short-Position etwas abgemildert werden konnte (Punkt 3 in der Grafik).

 

Trading-Signal zum Hexensabbat
Order zum Trading-Signal

 

Aus welchem Grund wurde die Position aus dem Trading-Signal zum Hexensabbat geschlossen? Diese Frage möchte ich mit einer erweiterten Erläuterung des Expert Advisors DAX-Raptor beantworten.

 

Vorsicht mit Expert Advisors um die Weihnachtszeit, Sylvester, Neujahr und an Feiertagen!

Es ist schon verlockend in der Vorweihnachtszeit zu handeln und Geld für größere Weihnachtsgeschenke machen zu wollen. Aber ist das sinnvoll gegen Ende des Jahres auf automatische Handelssysteme zu setzen?

Ratsamer ist es, sich zu besinnen und sich zu erholen. Gehen Sie Ihre Trades aus diesem Jahr durch und analysieren Sie dabei Ihre genutzten Expert Advisors. Gehen Sie dabei nach folgendem Schema vor und bewerten Sie selbst Ihre Expert Advisors:

  • Performance des Jahres
  • Sind Risiko und eingestellte Positionsgrößen noch passend für Ihre Depotgröße
  • Ist das Handelssystem noch für das aktuelle Marktumfeld geeignet
  • Welche EA’s habe ich entfernt und welche behalten – und mit welchen Konsequenzen

 

Hier gilt das Prinzip weniger ist mehr. Nehmen Sie also lieber Wackelkandidaten raus oder reduzieren Sie dort Ihr Risiko. Handeln Sie lieber weniger EA’s als auf zu viele Pferde zu setzen.

DAX-Raptor stellt den Handel am 30.11. automatisch ein. Beginn des Handelns ist dann wieder der 08.01.2018. Der Grund für diese rigorose Schließungsaktion hat persönliche aber auch Performance Gründe. Der Handel zu dieser vorweihnachtlichen Zeit ist sehr ausgedünnt, die Umsätze sind niedrig. Daher kann es zu unabsehbaren Marktbewegungen kommen, die automatische Handelssysteme u.U. nicht handhaben können. Diesen Stress sollten Sie sich ersparen.

Damit ist jedoch noch nicht die Frage beantwortet, warum die oben genannte Long-Position vorzeitig geschlossen wurde. Die Antwort scheint auf der Hande zu liegen: DAX-Raptor öffnet keine neuen Trades an Freitagen und schliesst offene Positionen spätestens innerhalb der 12 Uhr Kerze des Tages. Damit wird verhindert, daß offene Positionen über das Wochenende gehalten werden und dient somit der Risikominimierung.

Bis zum nächsten Mal sagt Andreas Cara.

 

Andreas Cara

Andreas Cara ist ein passionierter Unternehmer, Finanz-Freak und Gründer von NavigatorFX.com - dabei liegt sein Fokus seit 15 Jahren auf Finanzen und Technologie. Er bevorzugt im Trading Devisen und CFD's. Andreas Cara hat ein tiefes Verständnis von der Metatrader Programmiersprache MQL und erstellt automatisierte Handelssysteme, wie den DAX-Raptor, für die Handelsplattform Metatrader 4.

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