DAX inmitten der Türkei-Krise: Gefahr 1000 Punkte? EW-Chartanalyse

DAX inmitten der Türkei-Krise: Gefahr 1000 Punkte? EW-Chartanalyse
DAX inmitten der Türkei-Krise: Gefahr 1000 Punkte? EW-Chartanalyse
 

Ist es im DAX mal wieder soweit? Mit den aktuellen Verwerfungen am Devisenmarkt, insbesondere in der Türkei, steht womöglich die nächste Finanzkrise ins Haus. In dieser Analyse blicken wir daher auf den Chart des DAX und beleuchten das Umfeld und die Verknüpfungen zur Türkei.

 

Einordnung der Türkei-Krise

Bei der drohenden Türkei-Krise geht es letztlich um den Diktator Erdogan. Unter ihm leidet die türkische Lira, die gegen den Euro und den US-Dollar immer weiter kollabierte. Es geht ebenfalls um US-Sanktionen, die für das Land am Bosporus den wirtschaftlichen Untergang bereiten könnten. Vergessen ist die Italien-Krise (focus-Thema), die noch im Mai und Juni für leichte Panik unter den Anlegern und für einen DAX-Kursrutsch von über 1.000 Punkten gesorgt hatte. Fällt der DAX jetzt im Zuge der Türkei-Krise wieder bzw. weitere 1.000 Punkte?

 

Chartanalyse DAX-Index

In der Summe ist in diesem Jahr beim DAX bisher nicht viel passiert. Aktuell steht der deutsche Leitindex mit dem gestrigen Schlusskurs 4,32 % im Minus. Besonders die letzten Wochen waren recht volatil und brachten keinen klaren Trend, weder positiv noch negativ, hervor. Ein typisches Sommerloch also. Doch langsam aber sicher machen die großen Kursausschläge seit November 2017 immer mehr Sinn.

Schon im Februar war ich mit den Analysen „DAX: Seien Sie schlauer als Bridgewater!“ (25.02.2018) und „DAX und Dow: Jetzt kommt der ganz große Crash! Ganz sicher!“ (11.02.2018) optimistisch für den DAX und hatte etwas von 14.000 „gefaselt“. Heute spricht niemand mehr vom Hedgefonds Bridgewater und beim Dow Jones lässt der ganz große Crash noch immer auf sich warten. Folgendes Chartbild zeigt sich seitdem im DAX:

 

DAX-Future seit April 2016 "noch" im Aufwärtstrend
DAX-Future seit April 2016 „noch“ im Aufwärtstrend

 

Was kann man aus dem Chartbild somit ableiten?

 

Ableitungen nach Elliott-Wellen-Theorie

In Bezug auf den DAX ist die Ableitung nach Elliott-Wellen-Theorie, dass wir es hier seit November 2017 mit einer Korrekturwelle 4 zu tun haben meiner Einschätzung nach auch heute die wahrscheinlichste. Statt einer einfachen ABC-Korrektur, sehen wir nun jedoch eine noch komplexere ABCDE-Konsolidierung mit Dreieckscharakter. Erst gestern wurde hier mit dem Tagestief 12.286 die untere grüne Dreieckslinie direkt getestet. Wie es der Zufall will, entspricht diese auch dem direkten Aufwärtstrend seit Februar 2016. Dieser ist weiterhin aktiv und es deutet sich an, dass wir jetzt wieder einen kräftigen Pullback – ähnlich wie im März und Juni – sehen könnten.

Gestern Italien-Krise, heute Türkei-Krise, morgen die „Krisen-Krise“, weil alle Krisen schon durch sein? Es wird nichts so heiss gegessen, wie es gekocht wird. Lassen Sie sich also auch in diesen Tagen nicht einlullen und von dem Krisen-Gelaber verrückt machen. Schauen Sie lieber auf die Charts, die beim DAX auch heute auf neue Rekordhochs bis ca. 14.000 hindeuten.

 

Viele Grüße,

Ihr Robert Schröder von www.Elliott-Waves.com

 

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in dem besprochenen Wertpapier derzeit nicht investiert. Die bereitgestellten Informationen spiegeln lediglich die persönliche Meinung des Autors wider, stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zu Wertpapiergeschäften dar und können eine individuelle anleger- und anlagengerechte Beratung nicht ersetzen.

Robert Schröder
Über Robert Schröder 27 Artikel
Robert Schröder analysiert die Finanzmärkte mittels Elliott Waves Theorie und bietet konkrete Trading-Ideen zu Aktienindizes, Währungspaaren und Edelmetallen auf seiner Kapitalmarkt-Analyseseite Elliott-Waves.com an. Dort stellt er ebenso sein umfangreiches Wissen zur Verfügung um dem Markt einen Schritt voraus zu sein.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.




* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.