DAX Chartanalyse nach Point and Figure: 13.200 optimal für die Bullen!

Liebe Leserin, lieber Leser, in dieser Woche erreichte der DAX ein neues Allzeithoch bei knapp 13.600 Zählern, um dann wieder zurückzufallen. Schlussendlich standen am Ende der Handelswoche 13.340 Punkte auf der Uhr. Das sind trotz des Abschlags vom Hoch von rund 2 Prozent nur 0,7 Prozent Wochenveränderung! Was sagt die Chartanalyse nach Point and Figure dazu konkret?

Haben die Bullen im DAX versagt?

Diese Frage stellte der eine oder andere Kommentator mit ängstlichem Unterton. In der Regel sind das alte „Bekannte“, die eh im Wochenrhythmus den Wendepunkt und das Ende des Bullenmarktes ausrufen. Ich frage mich, wer eigentlich noch auf dieses „Schrotschußprinzip“ vertraut. Denn Eines ist klar: Wer oft genug den Crash ausruft, wird irgendwann recht haben. Dass er dann in der Zwischenzeit tausende von Punkten liegen gelassen hat…..naja, das steht dann auf einem anderen Blatt.

Gehen wir doch sachlich an die Situation heran und stellen fest:

Es hat sich nichts Wesentliches durch den Rücksetzer verändert

Chartanalyse nach Point and Figure: DAX mit Kursziel
Aktuelles Chartbild des DAX mit Ableitungen nach Point and Figure

Denn das wird sofort klar, wenn man auf den Point & Figure Chart des DAX blickt. Er sieht noch immer genauso aus, wie beim Erreichen des neuen Allzeithochs. Hierbei verwende ich wie gewohnt den Chart mit einer Kästchengröße von 100 Punkten und einem Reversal von 3. Und das bedeutet schlichtweg, dass eine Änderung in Form einer neuen O-Säule erst bei Erreichen der 13.200 erfolgen würde.

Und selbst das würde an der charttechnischen Ausgangssituation nichts ändern.

DAX-Kursziel von 14.100 Punkten weiterhin intakt

Da sich im Chart nichts verändert hat, ist das horizontal berechenbare Kursziel von 14.100 Punkten weiterhin intakt. Übrigens deckt sich dieser Bereich mit dem oberen Rand des Trendkanals, den ich im Chart rot eingezeichnet habe.

Rücksetzer auf 13.200-13.100 wäre optimal

Und ich muss ganz klar attestieren, dass ein erneuter Rücksetzer und dann bis 13.200-13.100 Punkte für die Bullen eine tolle Sache wäre. Denn dann würde das zweite Kursziel von rund 15.000 Punkten aktiviert. In diesem Bereich liegt der obere Rand der Bearish-Resistance-Line des letzten – bereits wieder durch das aktuelle Kaufsignal aufgehobenen Verkaufssignals. Diese Linie hätte beim Test von oben durchaus Unterstützungspotenzial.

Gefährlich wird’s erst bei Bruch der Tiefs um 12.700

Natürlich habe auch ich eine Marke, bei der ich größeren Unbill auf die Bullen zukommen sehe. Sollten die Tiefs vom 2. Januar zwischen 12.700 und 12.800 unterschritten werden, dürfte es für die Bullen stürmischer werden. Aber noch ist es nicht soweit.

Fazit der DAX Chartanalyse nach Point and Figure

Als Zusammenfassung der Chartanalyse nach Point and Figure kann man klar aussagen: solange die 12.700 nicht fallen, ist das Kursziel von 14.100 Punkten intakt. Ein Rücksetzer auf 13.200 und knapp darunter ist ebenfalls kein Beinbruch, sondern aktiviert nur das zweite Kursziel von 15.000. Erst ein Fall unter 12.700 lässt mich an diesen Zielen zweifeln.

Ihr Jörg Mahnert von www.xundo.info (Alles rund um Point & Figure und die Börse)

 

Joerg Mahnert

Jörg Mahnert ist seit nunmehr 28 Jahren im Bereich Trading und Investment tätig. Seit 2001 macht er die in Deutschland zu Unrecht vernachlässigte Methodik Point&Figure-Charttechnik bekannt und veröffentlicht seine Analysen auf seiner Seite XundO.info und auf einigen etablierten Finanz-Portalen.

    2 Gedanken zu „DAX Chartanalyse nach Point and Figure: 13.200 optimal für die Bullen!

    • 28/01/2018 um 10:31 am
      Permalink

      Wie so oft, ich kann Ihre Analyse voll bestätigen! Eine tolle Sache sind Ihre Point-and-Figure-Analysen! Es gibt kaum jemanden, der so nahe dran ist an meiner Sicht der Dinge,wie Sie, Herr Mahnert! Liebe Grüße Brigitte Balleier

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