DAX bricht 13000 – Felle schwimmen davon: Chartanalyse

Die Suche nach Stabilität war für den DAX am Donnerstag nicht von Erfolg gekrönt. Ihm schwimmen die Felle davon und der DAX bricht 13000 sogar! Gute Vorgaben der Börse in Tokio verhalfen ihm zuerst noch zu einer Eröffnung über der Marke von 13.200 Punkten. Mit etwas Schwung konnte kurz nach dem Handelsstart sogar die Marke von 13.300 Punkten erreicht werden. Dies sollte auch das Tageshoch vom Donnerstag darstellen. Von da an machte sich der wieder stärker anziehende Euro bemerkbar und belastete neben erneut steigenden Renditen am Anleihemarkt den DAX. Der Leitindex fiel zeitweise unter die wichtige Marke von 13.000 Punkten und somit auf den tiefsten Stand seit Anfang Jahresbeginn. Kurz vor Handelsschluss erholte er sich ein wenig, so dass er letztlich mit einem Minus von 1,41 Prozent bei 13.003,90 Punkten den Handel beendete. Im Chartbild sieht es dennoch nicht gut aus, denn der DAX bricht die 13000 zumindest kurzfristig und hat damit einen schlechten Ausblick für Freitag. Dazu komme ich gleich.

 

DAX bricht 13000 am Donnerstag

Der Handel am Donnerstag war für alle Daytrader ein Tag mit vielen guten Chancen. Bereits kurz nach Handelsbeginn wurde das Tageshoch vom Mittwoch überschritten. Damit war der Weg frei in Richtung der Marke von 13.300 Punkten, was gleichzeitig das Tagshoch vom Donnerstag war. Im Anschluss wurde bis in die Mittagsstunden das Eröffnungs-GAP geschlossen. Die in meiner Analyse für den Handel am Donnerstag noch im Entstehen befindliche fallende 1-2-3-Formation fand somit im Punkt 2 ihre Bestätigung. Das Tageshoch vom Donnerstag bildete als neuer Punkt 3 dann auch den Abschluss der notwendigen Korrektur.  Nach erneutem Bruch der Unterstützung bei 13.200 Punkten war der Weg frei zum Punkt 2 der fallenden unteren 1-2-3-Formation. Mit dem Bruch dieses Punkt 2 kam dann auch eine große Dynamik in den Handel mit der Folge sehr schnell fallender Notierungen im DAX. Mit Kursen unterhalb der Unterstützung bei 13.000 Punkten wurden alle in meiner Analyse zum Donnerstag genannten Ziele erreicht und mit einem Tagestief bei 12.971 Punkten sogar unterboten.

Der Handel am Donnerstag im Chart (M15):

Dem DAX schwimmen am Donnerstag die Felle davon im 15-Minutenchart
Dem DAX schwimmen die Felle davon im 15-Minutenchart: DAX bricht 13000

Trading-Ausblick für den Freitag an der 13000

Die Aussichten auf steigende Kurse bei einem Bruch des doch recht weit entfernten Tageshochs vom Donnerstag sind eher gering. Außerdem ist ein Handel gegen den Abwärtstrend, welcher seit dem in  vergangenen Woche erzielte Allzeithoch anliegt, gegen die Börsenweisheit „The Trend is your friend“. Da der Abwärtstrend als solcher im Chart deutlich erkennbar ist, habe ich ihn im Chart nicht extra eingezeichnet. Einstiege mit dem Ziel steigender Kurse sollten bestenfalls auf der Basis der kleinen Zeitebenen M1, M5 oder M15 erfolgen. Meine möglichen Ziele liegen im kurzfristigen Bereich und sollten sich an den am Donnerstag gebrochenen Unterstützungen orientieren.

Ein Bruch des Tagestiefs vom Donnerstag würde den Blick in Richtung der/ des alten, seit Mai 2017 bestehenden Unterstüzung/ Widerstands bei 12.850 Punkten lenken. Am Tagestief vom Donnerstag könnte sich eine weitere fallende 1-2-3-Formation bilden, daher ist der Punkt 2 mit einem Fragezeichen versehen. Um diesen Punkte 2 zu bestätigen, ist eine Korrektur mit dem sich dann auch bildenden Punkt 3 notwendig.

Zur Orientierung mein Chart zum Ausblick auf den Freitag:

Handel am Freitag im Stundenchart mit 1-2-3-Formationen
Ausblick im DAX für den Handel am Freitag im Stundenchart

 

Als Fazit bleibt: DAX bricht 13000 und damit schwimmen ihm die Felle davon. Ob das am Freitag impulsiv fortgesetzt wird, sehen wir gleich. Daher wünsche ich schon jetzt einen erfolgreichen Handel am letzten Tag der Woche.

Ihr Gunnar Schlegelmilch

 

Gunnar Schlegelmilch

Bereits zur Jahrtausendwende beschäftigte sich Gunnar Schlegelmilch mit der Finanzbranche und legte mit einer erfolgreichen Fonds-Diversifikation den Grundstein für späteres Stock-Picking. Seit 2015 handelt er zudem mit Hebelinstrumenten den DAX und stellt seine Erfahrungen gerne allen interessierten (Neu-)Börsianern zur Verfügung.

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